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Die finale Staffel «Game of Thrones» wird für Fans immer mehr zum Debakel

09.05.2019, 12:3110.05.2019, 05:44

Das Kulturphänomen «Game of Thrones» macht gerade eine harte Zeit durch. Waren die Begeisterungsstürme der Zuschauer bis Staffel sieben kaum zu bremsen, verkehrt sich seit Staffel acht alles ins Gegenteil.

Immer mehr Fans kritisieren die finale Staffel und ihre teilweise fast schon lächerlichen Handlungsbögen. Im Netz machen die Zuschauer ihrem Ärger bereits lautstark Luft. Der allgemeine Tenor: Anscheinend habe man sich für die letzte Staffel nicht mehr wirklich Mühe gegeben. Da hilft es natürlich nicht, dass HBO in der letzten Staffel gleich drei – in den Augen der Fans – peinliche Fehler unterlaufen sind.

Allein diese Staffel «Game of Thrones» hat

1. zwei unterschiedliche Dany-Perücken für dieselbe Szene verwendet.
2. einen Starbucks-Becher auf dem Tisch vergessen.
3. Gendrys Bastard-Nachnamen als Fluss anstatt Wasser bezeichnet.

Mit Abstand die schlechteste Bewertung

Spätestens nach der vierten Folge – «Die letzten Starks» – haben selbst eingefleischte Fans angefangen, die Qualität zumindest etwas in Frage zu stellen. Das zeigt sich auch beim Rating auf der Website Internet Movie Database (IMDb), auf welcher User jede Folge bewerten können. Basierend auf aktuell 61'351 Bewertungen hält die Folge gerade mal einen Schnitt von 6,7 Punkten. Für «Game of Thrones» ist das ein katastrophaler Wert, denn vor Staffel acht konnte die mit Abstand schlechteste Episode noch immer eine Bewertung von 8,5 aufweisen.

Wie drastisch die Qualität der Serie gesunken ist, zeigt sich, wenn man alle Bewertungen der einzelnen Folgen miteinander vergleicht. Von den 67 Episoden der ersten sieben Staffeln hatten 38 Folgen eine Wertung von 9,0 oder höher. Die restlichen Episoden lagen oft nur knapp darunter. Bei Staffel acht hält die bisher beste Bewertung die zweite Folge mit einem Rating von 8,6.

Die fehlende Vorlage soll der Grund sein

Sucht man nach den Gründen für diesen Qualitätsrückgang, scheint er schnell gefunden: Seit die Serie die Buchvorlage überholt habe, wüssten die Macher der Serie nicht mehr, wie sie die Erzählstränge sinnvoll zu Ende bringen sollen. Dies ist zumindest die breite Meinung in den sozialen Medien.

Zumindest der Schluss der Serie soll aber so sein, wie Autor George R. R. Martin das vorgesehen hat. Martin selbst hat gesagt, dass er das Ende der Geschichte mit den Serienmachern besprochen habe. Nur den Weg dahin hat er ihnen mehr oder weniger selbst überlassen.

Schreibt noch am sechsten Teil – theoretisch.
Schreibt noch am sechsten Teil – theoretisch.Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/Invision

Martin selbst schreibt noch immer am sechsten Buch seiner Romanreihe. Obwohl die Fans nun schon etliche Jahre auf die Fortsetzung warten, sollte man mit dieser noch immer nicht so schnell rechnen. Martin hat bereits zugegeben, dass er an einer Schreibblockade leide und selbst nicht weiss, wann das Buch fertig werde. Aktuell ist er aber sowieso mit der Entwicklung der nächsten «Game of Thrones»-Serie beschäftigt. Für das Spin-off «The Long Night» arbeitet er beim Drehbuch im Bereich der Charakterentwicklung mit. (pls)

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86 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Paxx
09.05.2019 12:55registriert Dezember 2014
Ich habe das Gefühl, dass George R. R. Martin schon in den Büchern seit geraumer Zeit keine wirkliche Vision oder einen roten Faden mehr hat. Weiss er nicht weiter, lässt er den Charater sterben.. Ich weiss ehrlich nicht, wie er die Bücher sinnvoll zu Ende bringen will.
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Mischa Baehler
09.05.2019 13:41registriert Mai 2019
Meine Güte, selbst die "Gala" unterbrach kürzlich die Royalbaby-Fotoreportage-Orgie, um über den "Niedergang der starken GoT-Frauenfiguren" zu berichten. Kritisiert wurde unter anderem, achtung Spoiler, der flüchtige Tod von Misssandei (weil starke Frauenfiguren müssen immer auch einen epochalen Abgang haben), das sich Brienne einfach so Jamie als Bettgefärtin hergibt (geht ja gar nicht!) und das Dany sich langsam zur Mad Queen mausert (dabei war sie doch total das Vorbild bisher!). Ich habe jetzt noch Stirnschmerzen ab sovielen facepalms...
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Ritiker K.
09.05.2019 15:20registriert Mai 2018
Ich habe die Vermutung, dass George R. R. Martin gar nie ein klares Bild davon hatte, wie die Geschichte zu Ende gehen wird - er hat einfach immer weiter geschrieben, die Charakteren weiter entwickelte usw...

Das ist spannend und gut und hat auch bestens unterhalten. aber da ist das Problem, dass im TV die Serie irgendwann ein Ende finden muss.

Leider gelingt dies bis anhin aus meiner Sicht mehr schlecht als recht. Die ganzen erzählerischen Inkonsistenzen, die latent fühlbare Eile seit S7 alles Zuende zu bringen tun GoT gar nicht gut und ich vermute es bleibt so in den nächsten 2 Episoden.
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