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Netflix, HBO, Disney und Co. – Gen Z erlebt Streaming-Müdigkeit

Netflix, HBO, Disney … Gen Z erlebt «Streaming-Müdigkeit»

Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime bieten unzählige Inhalte – doch für die Generation Z wird das zur Belastung. Ein Experte erklärt, wie es dazu kommt.
02.03.2026, 19:4402.03.2026, 19:44
Annika Danielmeier / watson.de

Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime, Disney Plus, Apple TV+ oder HBO Max bieten eine schier endlose Auswahl an Filmen und Serien – jederzeit und überall abrufbar. Doch das Streaming-Angebot scheint für die Gen Z zunehmend zur Belastung zu werden.

Viele junge Menschen erleben eine sogenannte «Streaming-Fatigue» – eine Art Ermüdung durch die verfügbaren Inhalte. Der Kommunikationswissenschaftler Jens Vogelgesang von der Universität Hohenheim hat eine Erklärung für dieses Phänomen.

Gen Z: Streaming sorgt bei jungen Menschen für Frust

Vogelgesang zufolge liegt dies vor allem an den Preisen und der limitierten Verfügbarkeit von Streaming-Inhalten, sagt er dem SWR. So hätten es vor allem Menschen mit vielen Interessen oder solche, die nach spezifischen Filmen und Serien suchen, auf dem Markt der Streaming-Anbieter schwer.

Auch das Geschäftsmodell vieler Streaming-Anbieter führe bei den Nutzerinnen und Nutzern zu Missverständnissen. Als Beispiel nennt er das Kaufen von Serien oder Filmen. «Wenn ich einen Film kaufe, dann kaufe ich eigentlich nicht den Film, sondern erwerbe das dauerhafte Nutzungsrecht.»

Doch wenn die Lizenz für den Inhalt ausläuft und dieser infolgedessen auf der Streaming-Plattform nicht mehr verfügbar ist, können die Nutzenden ihn auch nicht mehr abrufen – obwohl sie vorher dafür bezahlt haben. Das führe zu Frust und in der Folge zu gekündigten Abos.

Gen Z greift mehr zum Buch – auch wegen der Ästhetik

Für eine andere Branche ist der veränderte Medienkonsum der Gen Z eine Chance: die Buchbranche. Junge Menschen greifen wieder zum Buch. «Ein schönes Cover auf dem Handy oder Tablet ist nicht dasselbe wie zum Beispiel ein Vinylcover», sagt Vogelgesang.

Das habe auch eine andere Ästhetik: Gestreamte Filme und Serien oder Bücher auf dem E-Reader lassen sich nicht ins Bücherregal stellen. Damit verliere man auch eine Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit herauszustellen, weiss der Kommunikationswissenschaftler. «Das, was man hat, wenn man belesen oder ein Cineast ist», ginge in einer digitalen Welt verloren.

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quelle: hbo
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