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Netflix: Matt Damon kritisiert die neue Art, Filme zu machen

Ben Affleck and Matt Damon in The Rip (2026)
Matt Damon ist momentan an der Seite von Ben Affleck in «The Rip» auf Netflix zu sehen.Bild: netflix

Zuschauer «ständig am Handy»: Matt Damon kritisiert Netflix und Gen Z

Matt Damon und Co-Star Ben Affleck sind momentan auf Presse-Tour für ihren Netflix-Erfolg «The Rip». Im Zuge dessen verrät Damon nun, dass Netflix in einer ganz besonderen Art und Weise an einen Film herangeht – mit Rücksicht auf die Generation Smartphone, die während des Schauens am Handy ist.
19.01.2026, 15:5219.01.2026, 15:52
Anika Jany / watson.de

«The Rip» mit Matt Damon und Ben Affleck in den Hauptrollen hält sich auch weiter an der Spitze der Netflix-Streamingcharts. Kein Wunder: Die beiden Schauspieler sind nicht nur eingefleischte Film-Kollegen, sondern auch beste Freunde seit der Schulzeit.

Während eines TV-Auftritts bei der «Joe Regan Experience» macht Damon allerdings nun die Film-Methode von Netflix zum Thema– und die wird laut dem Schauspieler die Art und Weise, wie Filme gemacht werden, für immer verändern. Schuld daran: Smartphones und die Gen Z.

Gen Z: Netflix will Handlung «zwei- bis dreimal» in Dialogen wiederholen

Die Möglichkeit zum Streamen hat die Art und Weise, wie Filme gemacht werden, grundlegend verändert. Wie sehr das wirklich der Fall ist, verrät Matt Damon im Interview: «Netflix fragt sich heutzutage: 'Können wir in den ersten fünf Minuten einen Knaller einbauen? Wir wollen, dass die Leute dranbleiben'».

Damit geht Netflix insbesondere auf die Generation Smartphone ein. Denn im Gegensatz zum Kino ist der Griff zum Handy während eines gestreamten Films viel verlockender. Und dass die Aufmerksamkeitsspanne der Generation Smartphone schon seit Längerem ein Problem ist, ist auch kein Geheimnis mehr.

Kein Wunder also, dass Netflix hier zu drastischen Mittlen greifen muss, wie auch Damon verrät: Der Streaming-Anbieter will die Handlung «drei oder vier Mal im Dialog wiederholen», damit auch Leute, die nebenbei «am Handy sind», mitbekommen, worum es in dem Film geht.

Matt Damon ist sich dahingehend sicher: «Das wird sich zunehmend darauf auswirken, wie wir Geschichten erzählen.»

Matt Damon: Klare Unterschiede zwischen Kino- und Streaming-Erlebnis

Matt Damon und auch Ben Affleck wissen: Der Ort und die Art, wie man einen Film schaut, verändert das gesamte Watching-Erlebnis.

Die Schauspieler gehen hierbei besonders auf den Unterschied zwischen einem Kinobesuch und dem Streamen eines Films in den eigenen vier Wänden ein. Matt Damon erinnert sich in diesem Zusammenhang an einen Kino-Besuch von «One Battle After Another»:

«Man ist mit einer Gruppe von Fremden zusammen, aber es sind Leute aus der eigenen Gemeinde, und man teilt diese Erfahrung gemeinsam. Ich sage immer, es ist eher wie ein Kirchgang – man erscheint zur vereinbarten Zeit. Es wartet nicht auf einen.»

Ganz im Gegensatz dazu steht das At-Home-Erlebnis. Während man im Kino keinerlei Ablenkungen ausgesetzt ist, wimmelt es im eigenen Zuhause nur so davon: «Die Kinder rennen herum, die Hunde laufen herum, was auch immer. Es ist einfach eine ganz andere Art von Aufmerksamkeit, die du bereit oder fähig bist, dem Ganzen zu schenken», so Damon.

Damon und Affleck handeln Mega-Deal mit Netflix aus

Dass sich Matt Damon und Ben Affleck als Produzenten von «The Rip» nicht nur mit den gängigen Regeln von Streaming-Formaten zufriedengeben wollen, sieht man an einer besonderen Bedingung, die die beiden aufstellten.

Sie handelten einen Deal mit Netflix aus, der ihrer Crew Boni einbringen würde, falls der Film erfolgreich wäre. Normalerweise zahlt der Streaming-Dienst die Gebühren nämlich nur im Voraus, wie «The Hollywood Reporter» berichtete.

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Thiskussion
19.01.2026 16:51registriert Oktober 2024
Und durch die wiederholungen wird das filmerlebnis qualitativ verschlechtert, für jene leure, die es noch schaffen, 2h sich einer sache zu widmen. Mir fiel dies in diesem film speziell auf, dass gewisse punkte unnötigerweise wiederholt wurden und dadurch fühlte ich mich irgendwie bevormundet und belehrt.. irgendwie keine gute entwicklung. Der pate musste ich auch 3 mal schauen, bis ich jede verbindung und geschichte korrekt einordnen konnte, das ist für mich aber eher ein qualitätsmerkmal eines films. Lese auch kein buch mit Wiederholungen…
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TiDAL
19.01.2026 18:37registriert Juli 2023
wenn ein film gut ist - greift man auch nicjt zum handy. man ist auf nadeln, und will stets wissen wie es weiter geht. leider hat die qualität der filme stets abgenommen. und netflix ist nicht unbedingt für sehr gute produktionen bekannt.
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