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7 gruselige (und wahre) Geschichten, die du besser nicht alleine im Dunkeln liest

Bild: shutterstock
31.10.2017, 20:0701.11.2017, 14:34

Niemand gruselt sich gerne, aber trotzdem hat jeder eine Gruselgeschichte auf Lager, die er selbst erlebt hat. Wir haben uns bei unseren Freunden und Verwandten umgehört und sieben Storys zusammengetragen.

Die Namen der Personen verraten wir euch aber nicht – weil sonst einige Geschichten wohl geheim geblieben wären. Aber es ist alles genauuu so passiert! Schwören zumindest die Erzähler ... 👻

1.

Bild: pixabay/watson

Ich war etwa 15 Jahre alt, als sich in einer Nacht gespenstische Dinge in meinem Zimmer abspielten. Los ging es circa um Mitternacht, als ich aufgewacht bin, weil mein Wecker geklingelt hatte. Zumindest glaubte ich, ihn gehört zu haben. Also bin ich aufgestanden, duschen gegangen und habe mich für die Schule bereit gemacht.

Als ich mit der Tasche über der Schulter aus meinem Zimmer gehen wollte, fiel mir auf, dass es draussen – für die damalige Jahreszeit – noch viel zu dunkel war. Also habe ich nochmal einen Blick auf meinen Wecker geworfen: Es war halb eins in der Nacht. Mit einem komischen Gefühl im Bauch und der Frage, wovon ich mitten in der Nacht geweckt worden war, zog ich mich also wieder aus und ging zurück ins Bett.

Doch gerade als ich dabei war, wieder einzuschlafen, machte es «KLACK!» und plötzlich lag ich in einem hell erleuchteten Zimmer. Das Geräusch hatte der Lichtschalter, der umgelegt wurde, erzeugt. Aber wer hatte ihn betätigt? Mit einem Puls von mindestens 200 sass ich kerzengerade im Bett. Doch im Raum war niemand ausser mir. Ich glaube, in dieser Nacht wollten mich einfach ein paar Geister ärgern – was seither zum Glück so nie wieder passiert ist.

2.

Bild: shutterstock/watson

Es war in einer Winternacht, es muss kurz nach 24 Uhr gewesen sein – vor etwa 15 Jahren. Ich war auf dem Nachhauseweg – damals lebte ich noch in der Nähe der Zürcher Langstrasse – und verliess beim Stauffacher das Tram. Ich passierte die Kirche und den Spielplatz. Es war klirrend kalt und die Stadt wie ausgestorben. Keine Menschenseele weit und breit.

Auf den Strassen und Wegen lag etwas Schnee – vor allem aber Eis, das bei jedem meiner Schritte ächzte und knirschte. Kurz vor dem Volkshaus bemerkte ich, dass mir ein kleines Männchen entgegen kam. Fast zwei Köpfe kleiner als ich, die schwarzen Haare mit Gel nach hinten gekämmt. Er trug Schnauz und Spitzbärtchen. Was mich bereits von Weitem irritierte: Das Männchen trug keine Jacke, sondern bloss ein weisses Hemd und ein schwarzes Ledergilet. Die Kälte schien ihm dennoch nichts auszumachen.

Als er näher kam, fiel mir aber noch etwas auf: Seine Schritte waren absolut lautlos. Dieses Männchen schritt so lautlos über das Eis wie Legolas. Legolas in Dämonengestalt. Zu Beginn dachte ich noch, dass mein Gestampfe ihn übertönen würde. Ich wechselte meine Schrittfrequenz – doch ich konnte gehen, wie ich wollte, der Mann war einfach nicht zu hören. Und je näher er mir kam, desto mehr irritierte er mich.

Auch schien er mich komplett zu ignorieren. Seine kalten Augen starrten einfach ins Leere. Auch, als wir einander passierten. Das änderte sich, als ich mich ein paar Meter später nach ihm umdrehte. Das Männchen hatte sich ebenfalls nach mir umgedreht und jetzt sah ich nur noch blanken Hass in seinen Augen. Es blieb bis zum heutigen Zeitpunkt das einzige Mal, dass ich wegen eines anderen «Menschen» fluchtartig die Strassenseite wechselte.

3.

Bild: shutterstock/watson

Es war die Nacht, in der mein Grossvater starb. Ich lag wach in meinem Bett und starrte an die Decke. Plötzlich zog ein windböenartiger Luftzug durch mein Zimmer und hob den Storen so fest an, das ich aufschreckte. Die Zimmertür war geschlossen, Durchzug konnte es nicht sein. Ich bin mir bis heute sicher, dass das mein Grossvater war, der noch einmal durchs Haus zog und sich von mir verabschiedete. Ich glaub zwar nicht wirklich an Geister, ein bisschen gruselig war's trotzdem.

4.

Bild: shutterstock/watson

Wir waren im Pfadilager auf dem Hoch-Ybrig und ich sollte endlich zu den Grossen aufsteigen. Natürlich mussten wir Kleinen zuerst eine Mutprobe über uns ergehen lassen. Also haben die Grossen uns in einem stockfinsteren Wald ausgesetzt, nur mit einem Teelicht bewaffnet, – und vor uns ein düsterer Waldweg. 

«Einfach dem Weg folgen», hiess es. Haben wir gemacht und natürlich sassen überall in den Büschen irgendwelche älteren Pfadi-Leute und haben geraschelt, Geräusche gemacht und uns so richtig Angst eingejagt. Irgendwann ist plötzlich jemand aus dem Gestrüpp gesprungen, hat unsere Kerzen ausgepustet und wir standen ohne Licht mitten im dunklen Wald. Alleine. Also eigentlich ja nicht, aber in diesem Moment konnte ich echt nicht mehr klar denken, solchen Schiss hatte ich.

Ich hatte mich damals so sehr gegruselt, dass ich mich heute, über 10 Jahre später, noch sehr genau an diese Nacht erinnere – und dabei weiss ich sonst nicht einmal mehr, was ich am Vortag zu Mittag hatte.

5.

Bild: pixabay/watson

Vor ein paar Jahren ging ich mit ein paar Freunden auf den Uetliberg. Dort wollten wir Drogen konsumieren. Es war anfangs Winter und schon ziemlich kalt. Wir haben ein Feuer gemacht, MDMA eingeworfen und Tee getrunken. Als das Serotonin in unseren Körpern zu wirken begann, haben wir uns gefreut und auf die Stadt runter geschaut. So sind wir dann am Feuer gesessen und haben geplaudert oder einfach nur vor uns hingestarrt. Jede/r so wie es halt gerade gut war.

Dann aber hat etwas unser harmonisches Zusammensitzen gestört. Von weitem sahen wir die Scheinwerfer eines Autos die schmale Strasse herauffahren. Die Lichtkegel haben durch die schwarzen Umrisse der Baumstämme gestrahlt. Wir fragten uns, wer da mitten in der Nacht den Uetliberg rauf fährt. Das Auto kam circa 50 Meter von uns entfernt zum stehen. Dort muss eine Mülltonne gestanden haben. Denn wir sahen, dass eine Person ausstieg und einen grossen Müllsack fortschmiss. Daraufhin stieg die Person wieder ins Auto und fuhr davon.

Natürlich bekamen wir danach voll die Paranoia. Dazu noch auf Drogen. Wir haben lange diskutiert, ob wir nun nachschauen sollen, was dort entsorgt wurde. Illegale Grünzeugabfuhr? Ein zerstückelter Mensch? Gerade als sich zwei Kollegen auf den Weg zur Mülltonne machen wollten, sahen wir wieder Lichtkegel die Strasse heraufzirkeln. Es war ein Polizeiauto. An derselben Stelle wie das unbekannte Auto vorher, hielt auch die Polizei an. Wir konnten nicht genau erkennen, was sie dort machte.

In meiner vom Rausch verschwommener Erinnerung haben die zwei Polizisten ebenfalls den Deckel der Mülltonne angehoben und reingeschaut. Und dann einen Müllsack herausgenommen? Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall haben wir uns danach eingeredet, dass wir gerade Zeugen von einer illegalen Übergabe geworden sind. Das ganze war ziemlich gruselig.

6.

Als ich etwa elf oder zwölf Jahre alt war, waren wir in der Toskana in den Ferien. Wir waren mehrere Familien und vier Kinder im gleichen Alter. Eines Abends assen wir alle gemeinsam in einem Restaurant ganz in der Nähe unseres Hauses. Wir Kinder entschieden nach dem Essen, dass wir gemeinsam nach Hause laufen wollten. Es war schon ziemlich dunkel – und wir verliefen uns im Wald. Dann endete der Weg an einer Kiesgrube, wir mussten also wieder zurück.

Auf dem Rückweg kamen wir irgendwann an einen Zaun, der quer durch den Wald ging. Wir vermuteten, dass er für Wildschweine war, wussten aber nicht, ob wir im oder ausserhalb des Geheges waren. Wir fürchteten uns also nicht nur vor irgendwelchen Gespenstern im Wald, sondern auch vor echten Wildschweinen. Mit Sackmesser und angespitzten Stecken fanden wir dann zurück zur Hauptstrasse.

7.

Bild: shutterstock/watson

Als ich in Myanmar das erste mal einen Langstreckennachtbus nahm, wusste ich noch nicht, dass die jeweils bis zu drei Stunden vor der angegebenen Zeit am Zielort eintreffen. Also stand ich da um 02:30 Uhr mutterseelenallein an der Bushaltestelle eines ausgestorbenen Kaffs in einem fremden Land.

Zum Glück hatte ich einen Reiseführer dabei, der eine kleine Karte des Ortes dabei hatte. Also suchte ich nach dem Hostel, das ich für die kommende Nacht gebucht hatte. Dank meinem wahnsinnig zuverlässigen Orientierungssinn lief ich prompt in die falsche Richtung. Bald war die Strasse nicht mehr beleuchtet und ich musste auf meine Handy-Taschenlampe umstellen.

Als ich schon fast zur Einsicht gekommen war, dass ich möglicherweise doch in die falsche Richtung ging, fiel mein Lichtkegel plötzlich auf eine menschliche Gestalt. Es war eine Frau. Mitten auf der Strasse. Der Körper lag in einer eher unnatürlichen Körperhaltung bewegungslos da.

Doch mein Verstand hatte gar nicht die Zeit, zu verarbeiten, was ich da sah. Bereits im nächsten Moment hörte ich ein Knurren und richtete meinen Lichtkegel auf ein paar sehr unfreundlich aussehende, streunende Hunde, die in meine Richtung schauten. Das Knurren wurde langsam zu einem Bellen und die Hunde fingen an, auf mich zuzukommen. Da ergriff ich ohne zu zögern die Flucht und rannte, was das Zeug hielt zurück zur Bushaltestelle. Dort hingen zum Glück gerade ein paar Jugendliche mit ihren Scootern rum, die mir dann freundlicherweise den richtigen Weg zum Hostel wiesen.

Am nächsten Morgen suchte ich die Strasse nochmals auf. Bei Tageslicht war alles ganz harmlos und von der Frau fehlte jede Spur.

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