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Wer zu wenig trinkt, riskiert mehrere Krankheiten laut Studie

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Positive Auswirkungen: Wassertrinken ist gesund und entlastet das Stresssystem.Bild: shutterstock

Studie zeigt: Wer zu wenig trinkt, riskiert mehrere Krankheiten

Viele Menschen trinken zu wenig und machen damit Stresssituationen unnötig schwer. Eine neue Studie zeigt, wie eng Wasserhaushalt und Stresshormone zusammenhängen.
27.08.2025, 19:1727.08.2025, 19:17
Melanie Rannow / t-online
Ein Artikel von
t-online

Stress im Alltag ist normal. Doch wie stark unser Körper auf Stress reagiert, hängt auch davon ab, ob wir genug trinken. Forscher der Liverpool John Moores University zeigen: Wer weniger als 1,5 Liter Wasser pro Tag trinkt, schüttet in Stresssituationen deutlich mehr Cortisol aus: ein Hormon, das langfristig krank machen kann.

Deutlich mehr Cortisol bei Wenigtrinkern

Für die Studie teilten die Forscher 32 gesunde junge Erwachsene in zwei Gruppen ein: Die eine trank wenig (unter 1,5 Liter), die andere viel (über 2,5 Liter). Beide Gruppen mussten sich einem Stresstest stellen, dazu zählten Kopfrechnen und ein simuliertes Vorstellungsgespräch.

Wie viel Wasser trinkst du durchschnittlich an einem normalen Tag?
An dieser Umfrage haben insgesamt 3370 Personen teilgenommen

Das Ergebnis: Beide Gruppen waren gleich nervös, aber bei den Wenigtrinkern stieg der Cortisolspiegel deutlich stärker an. Das kann fatale Folgen für die Gesundheit haben: «Eine übertriebene Cortisol-Reaktion erhöht das Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes und Depressionen», sagte Studienleiter Neil Walsh.

Warum man Durst nicht trauen sollte

Auffällig war jedoch: Die Wenigtrinker fühlten sich nicht durstiger. Das zeigt, wie unzuverlässig Durst als Körpersignal ist. Denn schon bevor wir ihn spüren, leidet der Wasserhaushalt – mit Folgen für das Stresssystem.

Dieser Mechanismus steckt dahinter

Bei Flüssigkeitsmangel schüttet das Gehirn das Hormon Vasopressin aus. Es signalisiert den Nieren, Wasser zu sparen, und aktiviert gleichzeitig das Stresszentrum. Die Cortisolproduktion steigt.

Wie viel ist genug?

Laut Europäischer Lebensmittelbehörde (Efsa) sollten Männer täglich etwa 2,5 Liter, Frauen rund 2 Liter trinken, inklusive Kaffee, Tee und wasserreicher Lebensmittel. Bei Hitze, Sport oder Krankheit ist mehr Flüssigkeit nötig.

Die beste Kontrolle liefert der Blick in die Toilette: Hellgelber Urin deutet auf gute Flüssigkeitszufuhr hin, dunkler Urin auf Mangel. Wichtig ist auch, über den Tag verteilt regelmässig zu trinken, grosse Mengen auf einmal helfen nicht.

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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FJ97
27.08.2025 22:00registriert August 2022
"Die Wenigtrinker fühlten sich nicht durstiger. Das zeigt, wie unzuverlässig Durst als Körpersignal ist. Denn schon bevor wir ihn spüren, leidet der Wasserhaushalt – mit Folgen für das Stresssystem" - Vor zwei Wochen habt ihr noch einen Experten befragt, der hat das Gegenteili gesagt. Was denn nun?
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Thanatos
27.08.2025 20:24registriert Dezember 2014
Schon alleine die Vorstellung nur 2 Liter an einem Tag zu trinken ist stressig genug 😅.
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Fretless Guy
27.08.2025 20:30registriert Juli 2018
Es wären mal ca 30 ml pro Kg Körpergewicht angesagt worden. Eine 1.55 Frau mit 48 Kg hat vielleicht etwas Mühe mit 2.0 Liter. Für einen 100 Kg Mann können 2.5 Liter ev schon zuwenig sein. Urinfarbe ist ein guter Hinweis, wenn man nicht zuviel Kurkuma etc isst oder zu sich nimmt. 😉
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