Leben
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16 Buchtipps, die euch Herz und Kopf verdrehen – von Team watson with love

Ob Romane, Sach- oder Reisebücher. Oder Romane, die einen auf Reise schicken. Oder Bücher über Drogen, die wie Drogen wirken. Oder Bücher, die euch weiterbilden. Hier findet ihr euer Lesefutter. Das einzige, was fehlt, sind Kochbücher ...

Team watson
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New York, verseucht

«Severance» von Ling Ma
Na? Auch genug davon, dass im Zusammenhang mit Corona immer «Decamerone» und «Die Pest» zitiert werden? Gibts da nichts Frischeres, Jüngeres, vielleicht mehr im Stil von «The Walking Dead»? Doch! Natürlich! Als hätte sie hellsehen können, publizierte die chinesisch-amerikanische Autorin Ling Ma vor zwei Jahren «Severance», den Seuchen-Science-Fiction-Roman, den man 2020 lesen muss.

Candace Chen, eine Millenial mit abstrusen Jobs – sie betreut zum Beispiel Sonderausgaben der Bibel –, lebt in Manhattan, als eine Seuche die Welt lähmt und die Gehirne der Befallenen aufweicht. Candace schliesst sich einer Guerillagruppe an, die Infizierte tötet und in einer Mall zu überleben versucht. Draussen verrottet die Welt. Drinnen leeren sich die Snackautomaten und die Aggressionen blühen. Fesselnde Dystopie, der klar ein paar Romero-Zombie-Filme zugrunde liegen und die man im Jahr von Corona mit fatal vielen Wiedererkennungseffekten liest. Allerdings immer noch erst auf Englisch. Simone Meier

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Heilsam verstörend

«Ein wenig Leben» von Hanya Yanagihara
Wieso ich es empfehle? Das Buch ist nicht nur sprachlich wunderschön gestaltet, sondern auch dramaturgisch wie aus einem Guss. Themen wie Freundschaft, Ehrlichkeit, Selbstliebe, Selbsthass, Unsicherheit und Liebe werden ohne jegliches Pathos, ohne Kitsch, ohne Perfektion ineinander geflochten und weben so ein dichtes, bewegendes Abbild des Lebens, das wir alle bis zu einem gewissen Grad kennen. Dieses von aussen zu betrachten, ist sowohl spannend als auch auf heilsame Art und Weise verstörend. Mit diesem Buch hat Hanya Yanagihara dem Leben selbst ein Denkmal gesetzt. Intensive, aber bereichernde Sommerlektüre. Jodok Meier

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Aus der Hipster-Ursuppe

«Allegro Pastell» von Leif Randt
Wenn einer Webdesigner ist und Jerome heisst, weiss man: Hallo, zeitgeistiger Milieuroman! Und wenn dann dieser Jerome auch noch mit einer schriftstellernden Tanja, die gerade an ihrem zweiten Buch herumdoktert, zusammen ist oder eben nicht und dies vornehmlich in Berlin, dann ist eh klar, dass man sich in einer Art Hipster-Ursuppe befindet. Und dass Jerome und Tanja, die räumlich und seelisch eine Art gepflegte Fernbeziehung leben, ganz gewaltige Nervsäcke sein müssen.

Und ja, sie sind es. Aber wenn man mal unter die von Leif Randt enorm süffig und geschmeidig geschriebene Selbstbespiegelungs-Oberfläche geglitten ist, kommen da so einige verdachtsweise schwer authentische Neurosen, Ängste und Empfindlichkeiten der Generation um die Dreissig zum Vorschein. Und so lieben und trennen und lieben und trennen sie sich denn, bis ... Das sei hier nicht verraten. Simone Meier

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Bildung tut gut

«Hexenjagd – Die Angst vor der Macht der Frauen» von Silvia Federici
Federici ist eine der wichtigsten feministischen Intellektuellen unserer Zeit. Keine hat die Diskussion über die unbezahlte Reproduktionsarbeit so geprägt wie die bald 80-jährige Italienerin. In ihrem Buch «Caliban und die Hexe» zeigte sie schon vor ein paar Jahren, wie die Verbreitung des Kapitalismus in Europa im 16. und 17. Jahrhundert einherging mit der Hexenverfolgung und -verbrennung. Das Buch gilt inzwischen als wichtige Grundlage für den materialistischen Feminismus. Mit «Hexenjagd» erschien dieses Jahr eine gekürzte und verständliche Zusammenfassung von «Caliban und die Hexe». Perfekt also, um dem von der Sonne lädierten Gehirn ein bisschen politische Bildung zu gönnen. Sarah Serafini

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bild: unrast verlag

New York, satirisch

«Fleishman steckt in Schwierigkeiten» von Taffy Brodesser-Akner
Toby Fleishman ist kein Beau, 41, Arzt, frisch geschieden und kann sich vor Sexangeboten fast nicht mehr retten, so paradiesisch grosszügig zeigt sich ihm plötzlich das New Yorker Dating-Leben. Ein Männertraum wird wahr und bleibt es auch ziemlich lange. Bis seine Ex ebenfalls zur Selbstbefreiung schreitet. Taffy Brodesser-Akner ist eine der prominentesten Promi-Journalistinnen Amerikas und gelangte mit ihren Star-Porträts in der «New York Times» zu Weltruhm. Jetzt legt sie mit Fleishmans Abenteuern einen sagenhaft unterhaltsamen New Yorker Gesellschaftsroman vor. Simone Meier

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Für Zeitreisende

«Die vielen Leben des Harry August» von Claire North
Die Geschichte greift die Thematik der Zeitschleifen auf, spannt sie aber um einiges weiter als noch bei «Und täglich grüsst das Murmeltier». Die Erzählstruktur ist entsprechend nicht linear, daher muss man beim Lesen bei der Sache bleiben. Dafür erlebt man ein tolles Katz-und-Maus-Spiel, das sich über Jahrzehnte erstreckt, nur um dann wieder neu gestartet zu werden. Ein Buch über die Bürde des Wissens und die Schattenseiten des ewigen Lebens. Pascal Scherrer

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Für Zugreisende

«Around the World in 80 Trains» von Monisha Rajesh
Wie blöd, dass dieses fantastische Reisebuch erst im März 2021 auf Deutsch erscheint! Aber auch dann werden wir noch damit beschäftigt sein, unsere Reisegewohnheiten ökologischer zu denken. Und wer viel reist, versteht ja normalerweise auch ziemlich gut Englisch. Monisha Rajesh ist eine britische Reisejournalistin, die sich dem Zugfahren verschrieben hat, sie reiste schon in 80 Zügen durch Indien und jetzt auch um die ganze Welt. Ein nicht zuletzt kommunikatives Abenteuer, das – im Gegensatz zum Fliegen – den Vorteil hat, enorm vieles zu sehen und stets mitten im Herz jeder neuen Destination anzukommen. Simone Meier

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Für Kopfreisende

«Hippie: Eine inspirierende Reise nach Kathmandu» von Paulo Coelho
Zwei Hippies reisen in den 1970ern auf dem Hippie-Trail von Amsterdam nach Nepal. Es ist wunderbar geschrieben, versetzt einem in Corona-Zeiten zumindest in Gedanken in ferne Länder und weckt die Lust auf Abenteuer. Adrian Müller

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Irische Dromanze

«Normal People» von Sally Rooney
Die BBC/Hulu-Serie «Normal People» (jetzt auch auf Amazon) hat im Frühling in Grossbritannien zu einem neuen Höhenrausch in der allgemeinen Hysterie um die 29-jährige irische Bestsellerautorin Sally Rooney geführt. Schuld daran sind die beiden übercharismatischen Jungstars Paul Mescal und Daisy Edgar-Jones (sie sind auf dem Bild, auf das ihr für diesen Artikel geklickt habt) in den Rollen vom Connell und Marianne. Zwei, die einfach nicht richtig zueinander zu finden wagen, obwohl sie füreinander bestimmt sind und dabei auch Uuuuunmengen Sex haben.

Die Serie ist sehr hübsch, aber Rooneys gleichnamiges Buch ist besser: Weil es da nicht nur um den Sex und die von allem abgekoppelte Dromanze (Drama + Romanze = Dromanze) geht, bei der oft unverständlich bleibt, wieso sich die beiden gerade wieder (nicht ganz) trennen. Nein, im Buch wird mehr und Interessanteres diskutiert, etwa der Klassenunterschied, der das junge Un-Glück beeinträchtigt, oder Literatur. Ab 17. August unter dem Titel «Normale Menschen» auch auf Deutsch. Simone Meier

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Die Exzesse der Expats

«Exciting Times» von Naoise Dolan.
Die Autorin ist 28, wie Sally Rooney ebenfalls Irin und ihre Entdeckerin heisst ... Sally Rooney! Wie bei Randt und Rooney treffen wir auch bei ihr auf sehr junge Menschen, die eigentlich füreinander geschaffen wären, aber sich aus schneeflöckliger Angst vor allzu grossen Verletzungen lieber nicht so richtig aufeinander einlassen.

Dolan verpflanzt ihr Personal jedoch ans andere Ende der Welt, nämlich nach Hongkong. Dort trifft Expat Ava, Anfang 20 und Englischlehrerin für Kinder, auf Expat Julian, Ende 20 und Banker. Sie zieht bei ihm ein. Ob sie ihn liebt oder er sie, ist ungewiss, jedenfalls ist sie total in seine Wohnung verknallt. Als er auf einem Business-Trip ist, lernt sie die chinesische Anwältin Edith kennen und ... lieben? Nicht ganz so smart (und romantisch) wie Rooney, aber ein scharfer, amüsanter Blick auf die Expat-Szene in einer attraktiven und ziemlich schillernden Kulisse. Bisher erst auf Englisch erhältlich. Simone Meier

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Vorbild Shenzen

«Shenzhen, die Weltwirtschaft von morgen» von Wolfgang Hirn
«Wer wissen will, wie – im Guten wie im Bösen – die Welt von morgen aussehen könnte, der muss nach Shenzhen fahren», schreibt Wolfgang Hirn in der Einleitung zu diesem Buch. Hirn ist ein deutscher Wirtschaftsjournalist, der sich schon seit Jahrzehnten mit China und dessen Entwicklung befasst. Die Millionenmetropole war bis in die Achtzigerjahre ein unbedeutendes Fischerdorf. Heute ist sie Chinas Vorzeigestadt, Heimat bedeutender chinesischer Unternehmen wie den IT-Giganten Huawei und Tencent oder dem Versicherungskoloss Ping An.

Anders als das kalifornische Hi-Tech-Mekka Silicon Valley besitzt Shenzhen auch eine handwerkliche Basis. Man findet für jeden Zweck den geeigneten Fachmann und für jedes Problem eine Lösung. Dazu ist die Bevölkerung jung und äusserst dynamisch. Dank künstlicher Intelligenz wird alles bis ins Detail überwacht und organisiert. Das hat eine bedrohliche Seite – Big Brother lässt grüssen.

Es hat jedoch auch eine positive Seite. Shenzhen ist eine grüne Stadt in jeder Hinsicht. Keine andere chinesische Stadt verfügt über so viele und so grosszügige Parks. Keine andere Stadt ist so weit mit der Dekarbonisierung fortgeschritten. Busse und Taxis dürfen nur noch elektrisch angetrieben sein. Bald wird dies auch für sämtliche Autos und Zweiräder der Fall sein. Grosszügige Subventionen für Elektroautos und harte Sanktionen für alle anderen sorgen dafür, dass dies kein leeres Versprechen bleibt. Philipp Löpfe

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Vorbild Singapur

«Unsere asiatische Zukunft» von Parag Khanna
Aus einem breiteren Winkel befasst sich der indische Publizist Parag Khanna mit dem Fernen Osten. Seine These ist unmissverständlich: Der Westen hat ausgedient. Dafür wird allein die Anzahl Menschen sorgen. Khanna schlägt Russland, den Iran und die Türkei grosszügig Asien zu und kommt so zum Schluss, dass zwei Drittel der Menschheit Asiaten sind. China ist selbstverständlich auch für Khanna die zentrale Macht in Asien, jedoch nicht ausschliesslich. Das Reich der Mitte ist «keine Insel, die über Asien schwebt. Mit mehr Nachbarn als jedes andere Land ist es vielmehr eingebunden ins asiatische Wirtschaftssystem und davon in vorteilhafter Weise abhängig».

Spätestens seit der Finanzkrise hat der Westen als Vorbild für die Asiaten ausgedient und wurde – gemäss Khanna – von Singapur abgelöst. Die westliche Demokratie wird als korrupt betrachtet und als unfähig, die Probleme der Zukunft meistern zu können. Khannas Fazit ist ernüchtern: «Es ist sehr unwahrscheinlich, dass westliche Ideen über diese asiatischen Vorstellungen triumphieren werden», stellt er fest. «Im Gegenteil, in den kommenden Jahrzehnten werden die Sentimentalen bestraft werden. (…) Die asiatische Technokratie beweist bereits heute, dass sie die Zukunft mindesten so gut, wenn nicht besser als der Westen meistern kann.» Ob China oder Asien, beide werden das 21. Jahrhundert massgeblich prägen. Zeit also, sich damit zu befassen. Philipp Löpfe

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Frankenstein, wachgeküsst

«Frankissstein» von Jeanette Winterson
1816 schreibt Mary Shelley am Genfersee «Frankenstein». Und wir sind dabei und erleben hautnah mit ihr die berühmteste und erotisch aufgeladenste Literatur-WG aller bisherigen Zeiten. Dann Szenenwechsel: Was wäre, wenn ein Nachfahre der Shelley und jemand wie Victor Frankenstein heute leben würden? Wenn sie dabei nicht nur den fortgeschrittensten Sexpuppen, sondern visionären Techniken der Veränderung, Bewahrung und Kopierbarkeit des Menschen begegneten? Und sich dann erst noch ineinander verlieben würden?

Ein absolut verrücktes, hinreissendes, mit den aktuellsten Wissenschafts- und Geschlechterdiskursen wild jonglierendes Buch. Und Winterson, die schon seit Jahrzehnten eine ganz grosse Lady des angelsächsischen Literaturbetriebs ist, hat sich zu ihrem 60. Geburtstag einen vibrierend frischen, ungewöhnlichen Roman gegönnt. Simone Meier

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Mosaik des Irrsinns

«Schlachthof und Ordnung» von Christoph Höhtker
Und noch mehr Crazyness. Und wie der Original-«Frankenstein» in Genf entstanden. Denn da lebt der Bielefelder Autor Christoph Höhtker seit vielen Jahren. In seinem vierten Roman setzt er die Welt unter eine Droge. Marazepam. Sie hat die Eigenschaft, so ziemlich jedes Problem zu lösen. Weshalb sie auch alle brauchen. Zu was Gutem führt sie natürlich trotzdem nicht. Und so mäandern wir mit Dutzenden von Figuren durch immer surrealere Fantasien und Psychosen, sehen ihnen beim Terroranschlag oder bei der Selbstverstümmelung zu, und das ist bei aller Drastik sehr, sehr lustig. Nach einer zusammenhängenden Geschichte darf man nicht suchen, sonst wird man so verrückt wie das Buch, es ist ein irrlichterndes Mosaik des Irrsinns. Simone Meier

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Für Töchter – und Söhne

«Talking to My Daughter; a Brief History of Capitalism» von Yanis Varoufakis.
Weil ich ja auch eine Tochter habe. Oliver Baroni

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Ein Isländer in Berlin

«Das war nicht ich» und «Arztroman» von Kristof Magnusson
Beim Bücherkistenpacken für den grossen Umzug wieder entdeckt: die Romane des in Berlin lebenden Isländers Kristof Magnusson. Sehr, sehr nice Unterhaltungsliteratur mit viel isländischer Ironie. In «Das war nicht ich» kreuzen sich die Wege eines Investment-Bankers, eines Bestsellerautors und seiner Übersetzerin. Natürlich befinden sich alle in schweren Krisen, sonst wärs ja nicht lustig. Und «Arztroman» ist – genau, ein Arztroman, der im Berliner Urban-Krankenhaus spielt und sich mit unzähligen Stadt-Themen beschäftigt, die nicht nur in Berlin zuhause sind. Simone Meier

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31
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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TanookiStormtrooper 17.07.2020 13:45
    Highlight Highlight Ich will auch so schnell lesen können wie Simone Meier...
  • Walter Sahli 17.07.2020 09:56
    Highlight Highlight Bettina Wilpert, "Nichts, was uns passiert".
  • Padcat 17.07.2020 09:01
    Highlight Highlight Meine Favoriten:
    Der Schwarm von Frank Schätzing
    Blackout von Marc Elsberg
    Das Meer von Wofram Fleischhauer
    sind alle drei spannend und fesselnd
    Fuck you, Love von Daniela Hartig
    Kurze Antworten auf grosse Fragen von Stephen Hawking

    und noch was wunderbares fürs Herz:
    die Burma-Trilogie von Jan-Philipp Sendker (Herzenhören, Herzenstimmen, das Gedächtnis des Herzens)
  • rundumeli 17.07.2020 08:51
    Highlight Highlight Sie wusste bereits, was sie erwartete. Sie wusste es schon, seit sie am Vorabend so wunderbar miteinander geschlafen hatten. Da hätte sie am liebsten geweint, aber sie nahm ihr Schicksal an, als wäre es vorbestimmt. Sie hatte sich ihr Leben lang ein in Liebe entflammtes Herz gewünscht, und der Mann, der in diesem Augenblick in ihr war, hatte ihr dies gegeben."

    uff ... guess who ?
  • Magenta 17.07.2020 00:39
    Highlight Highlight "Was man von hier aus sehen kann", ein wunderbarer Roman von Mariana Leky für alle, die stille Details mögen.

    "Milk And Honey", eine wunderbare Poesiesammlung (mit tollen Zeichnungen!) von Rupi Kaur - für alle, die verstehen wollen, wie nachhaltig schmerzhaft Missbrauch wirkt und wie man Heilung finden kann.
  • orom 17.07.2020 00:21
    Highlight Highlight „Team watson“😂

    Können wir für einen Moment festhalten, dass von insgesamt 16 Empfehlungen neun von Simone Meier stammen und ich sie dafür feiere?!?

    Dankeschön.
  • Statler 17.07.2020 00:11
    Highlight Highlight Wer sich mal an ein wenig Philosophie wagen mag, dem sei «Männerphantasien I&II» von Klaus Theweleit an's Herz gelegt.

    Theweleit analysiert die Entstehung des Faschismus anhand von Texten die Anfang der 1920er Jahre erschienen sind.

    Man liest und denkt «wow, heftig, aber zum Glück ist das alles vorbei». Dann liest man weiter und fängt an, seine Umgebung zu beobachten und merkt: Es ist nicht vorbei.
    1200 Seiten - keine leichte Kost.

    https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/klaus-theweleit-im-gespraech-maennerphantasien-koerper-krieg-und-am-ende-doch-die-liebe
  • Statler 16.07.2020 23:58
    Highlight Highlight Kürzlich «Otherland» von Tad Williams zu Ende gelesen. Cyberpunk vom Feinsten. Aus demselben Genre seien die Bücher von Neil Stephenson zu empfehlen (Cryptonomicon, Snowcrash).

    Und:

    André Kaminski (Die Gärten des Mullay Abdallah, Nächstes Jahr in Jerusalem, Kiebitz, Flimmergeschichten). Kaminski lebte in Zürich und ist leider viel zu früh verstorben.

    Zsuzsa Bank (die hellen Tage, der Schwimmer)

    Und immer: T.C. Boyle (Drop City!), John Irwing (Gottes Werk und Teufels Beitrag, Hotel New Hampshire) und so ziemlich alles von Hermann Hesse…
    • sheshe 17.07.2020 08:32
      Highlight Highlight Drop City ist sehr cool, mir gefällt aber das LSD Buch noch besser (Outside looking in)
  • N1ku 16.07.2020 23:29
    Highlight Highlight Mei-y input!: Cooler artikel, cooles label (watson) keep pushing!
  • Erklärbart. 16.07.2020 23:28
    Highlight Highlight Dankeschön. "Ein wenig Leben" ist schon bestellt.

    Übrigens Jodok: dir könnte auch "Achtsam Morden" gefallen. Unterhaltsames Buch mit mehr aus dem Leben als es anfangs den Anschein macht.
  • iceman999 16.07.2020 22:56
    Highlight Highlight wieviele bücher pro woche verschlingen sie, frau meier?😅 danke für die tipps!
  • CalibriLight 16.07.2020 22:51
    Highlight Highlight Herzlichen Dank ans Team watson für die Buchtipps! Es gibt mir Ideen zum Lesen von Büchern, die ich selber vielleicht nicht näher angeschaut hätte.

    2 Empfehlungen von mir:
    - Sigrid Nunez: Der Freund
    - Anna Hope: Was wir sind

  • Eiswalzer 16.07.2020 22:06
    Highlight Highlight “Ein wenig Leben” von Yanagihara kann ich nur ebenfalls UNBEDINGT empfehlen! Unglaublich intensiv, verstörend. Kenne niemanden, der das Lesen bereut hat.
    Weiterer Tipp:
    André Aciman mit “Ruf mich bei deinem Namen”, ab Ende Juli neu “Finde mich”, oder “Fünf Lieben Lang”
    • Thomas_54 16.07.2020 22:32
      Highlight Highlight Absolut. "Ein wenig Leben" zeigt, wie emotional mitreissend Bücher sein können. Leseempfehlung!
  • Watsine 16.07.2020 22:00
    Highlight Highlight Alan Parks aus Schottland.
    Blutiger Januar,Tod im Februar- März ist auf deutsch schon unterwegs..

    • azoui 17.07.2020 07:31
      Highlight Highlight Dann freue ich mich nun auf den "März"
  • achsoooooo 16.07.2020 21:48
    Highlight Highlight Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (und Fortsetzungen); Löcher; die Johannes-Cabal Trilogie, die Geschichte von Addie und Long Boy und wie sie beide fröhlichen Herzens auf anderer Leute Kosten lebten; Er ist wieder da... ich mag Bücher, die eine gewisse Leichtigkeit und Humor aufweisen.
    Im Studium muss ich schon so viel lesen, da brauche ich gut verdauliche Kost.

    In den Ferien widme ich mich dann den Thrillern, Krimis, Biografien und historischen Romanen.

    Danke für die Tipps 😊
  • azoui 16.07.2020 21:09
    Highlight Highlight Claire North, Der Tag an dem Hope verschwand
  • rundumeli 16.07.2020 21:05
    Highlight Highlight yes! coelho-tipp zwar superpeinlich ... aber rest zimli spannend ... thx !
    • sheshe 17.07.2020 08:33
      Highlight Highlight Ich bin zwar riesen Coelho Fan (Zahir!!), aber Hippie ist wirklich nicht sehr gelungen.
  • Toga 16.07.2020 21:00
    Highlight Highlight Mein Tipp: Verliebt Euch einfach 😍 - Wird schon schief gehen 👍😊
    • Kolo 17.07.2020 07:29
      Highlight Highlight Hab’s gerade eben versucht, aber mein „verliebe dich“-Schalter klemmt iwie....
  • Leowind Pilz 16.07.2020 20:19
    Highlight Highlight Mein Tipp: Jedes einzelne Buch von Haruki Murakami
    • azoui 16.07.2020 21:11
      Highlight Highlight Hard Boiled Wonderland, und das Ende der Welt.
    • Kolo 16.07.2020 22:44
      Highlight Highlight Nicht ganz alles ;-) aber "wilde Schafsjagd" , "Tanz mit dem Schafsman" , "Kafka am Strand" , "Mister aufziehvogel" und "1Q84" auf alle Fälle.
      Aber auch sein Buch über den Sarinanschlag in der U-Bahn von Tokio...
    • Firefly 16.07.2020 22:56
      Highlight Highlight @azoui wow, das ist schon lange her... muss ich gleich wieder mal lesen.
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