wechselnd bewölkt
DE | FR
40
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Leben
Musik

Shirin David: McDonald's-Werbung mit Rapperin sorgt für Furore

Shirin David kooperiert mit McDonald's.
Shirin David kooperiert mit McDonald's.bild: screenshot: instagram/shirindavid

Shirin Davids McDonald's-Werbung sorgt für Furore

Die deutsche Rapperin Shirin David ist für ihre kontroversen Texte bekannt. Bei unserem nördlichen Nachbarn hat sie sich nun mit einem McDonald's-Werbespot nicht nur Freunde gemacht.
10.11.2022, 13:5610.11.2022, 15:22
Anna Von Stefenelli / watson.de

Dieser Werbe-Deal von Rapperin Shirin David schlägt ein wie eine Bombe: Schon lange ist die 27-Jährige nicht mehr nur Musikerin. Spätestens seitdem sie ihren eigenen «Dirtea»-Eistee auf den Markt brachte, ist sie erfolgreiche Unternehmerin. Und: Auf Instagram wartet Shirin David mit einer gewaltigen Followerschaft von über 6,2 Millionen auf und ist damit ihre eigene Marke geworden. Nun überrascht sie mit einer Kooperation mit dem Konzern-Riesen McDonald's – und sorgt damit für Wirbel im Netz.

Shirin David wirbt mit aussergewöhnlichen Lines für McDonald's

Der Erfolg von Shirin Davids eigener Eistee-Marke «Dirtea» beweist, welch grosse Beliebtheit die Rapperin bei ihrer Followerschaft hat. Nun widmet sie sich mit der McDonald's-Kooperation erneut der Lebensmittelbranche. Die Fast-Food-Kette veröffentlichte auf ihren Social-Media-Kanälen am Mittwochabend ein Video, das hohe Wellen schlägt.

Video: watson

Darin ist die Rapperin zu sehen, die dem Konzern ein eigenes Musik-Werbevideo widmet. Die neue Version von «Lieben wir» begeistert die Fans auf Social Media. Sie gibt Lines wie «Hab was Süsses für dein' Boy, vielleicht Cheesecake» oder «Boys sagen immer, ich seh' aus wie ein Tuschkasten, ich zeige den Mittelfinger und beisse in die Fruchttasche» zum Besten. Diese kommen offenbar richtig gut an.

«Beste Werbung des Jahrhunderts»: Kollaboration begeistert Fans

Die Kommentare unter dem YouTube-Video überschlagen sich. «Das ist die beste Kollaboration, die es jemals gab! Legendäääär!», schreibt etwa ein User und reiht sich damit in eine Vielzahl von begeisterten Reaktionen ein. Ein anderer schreibt: «Die Collab, von der wir nicht wussten, dass wir sie brauchen. Alles richtig gemacht!» Er fügt hinzu: «Lieben wir», und spielt damit auf den letzten Satz von Shirin David in dem Video an.

«Einfach mit 'nem eigenen Song Werbung für einen so grossen Konzern wie McDonald's zu machen und dann verändert sie einfach mal so nebenbei den Standardslogan – lieben wir!», schreibt ein weiterer Nutzer dazu.

Auch auf Tiktok ist die Resonanz riesig. Der Topkommentar unter dem Track: «Ich heule, beste Werbung des Jahrhunderts.»

Auch die direkte Message an LGBTQ+ kommt gut an. Zahlreiche Userinnen zeigen sich begeistert über den Satz «für die Gays, für die Girls und die Bi-Babes». Sie bezeichnen den Part als «hammer» oder «stark».

Gewinnspiel und Werbung für ungesundes Fast Food in der Kritik

Aber: Die Werbung stösst nicht ausschliesslich auf Liebe. So finden sich in den Kommentaren mehrere Hinweise darauf, dass das dazugehörige Gewinnspiel, das McDonalds damit bewirbt, Scam sei. Kritikerinnen bemängeln etwa, dass Kundinnen dabei zwar teure Preise gewinnen könnten – etwa eine Playstation. Die Chance darauf sei jedoch verschwindend gering.

In Sachen Klimaschutz sei der Konzern ebenso wenig ein Vorbild wie beim Thema gesunde Ernährung.

Auch der Lebensmittelorganisation Foodwatch, dem deutschen Kinderhilfswerk sowie Krankenkassen dürfte die aufsehenerregende Fast-Food-Werbung nicht gefallen. Sie hatten erst diese Woche gefordert, Werbung für ungesundes Essen einzuschränken. Demnach soll etwa Werbung für Fast Food und Süssigkeiten zwischen 6 und 23 Uhr komplett verboten werden. Das Argument: Speziell jüngere Menschen müssten vor ungesundem Essen mehr geschützt werden, um die «Adipositas-Epidemie» einzuschränken.

Immer mehr fettleibige junge Menschen in Deutschland

Zu Recht, wie jüngste Zahlen beweisen. Demnach ist Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland ein echtes Problem. Die Zahl der jungen Menschen mit krankhaftem Übergewicht steigt einer neuen Untersuchung zufolge bundesweit seit Jahren deutlich an. Besonders während der Corona-Pandemie. Zwischen 2011 und 2021 wuchs die Zahl der von Adipositas betroffenen 6- bis 18-Jährigen um 33,5 Prozent.

Bei der Teilgruppe der 15- bis 18-Jährigen erhöhte sie sich sogar um 42,5 Prozent und bei Jungen von 15 bis 18 Jahren gar um 54,5 Prozent. Das geht aus Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Hannover hervor. Nach Angaben von Christine Joisten, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindesalter, gibt es vor allem in sozialen Brennpunkten einen massiven Anstieg.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

40 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Licorne
10.11.2022 16:33registriert Januar 2014
Shirin David.. kannte ich bisher nicht und ich scheine auch nichts für mich relevantes verpasst zu haben.🤷‍♂️

Ich bin dann mal wieder unter meinem Stein.. 🙋
969
Melden
Zum Kommentar
avatar
Walter Sahli
10.11.2022 15:42registriert März 2014
Animiertes GIFGIF abspielen
703
Melden
Zum Kommentar
avatar
Drago
10.11.2022 16:49registriert März 2019
WTF habe ich mir hier gerade angeschaut... ich glaube ich werde alt, wenn dies heute wirklich als "..Legendäääär!" angesehen wird.
642
Melden
Zum Kommentar
40
Kann eine Frau nicht einfach nur Sex wollen?
Man kann vieles über mich sagen, auch viel Negatives, und vieles ist vermutlich wahr. Aber eine Sache ist falsch. Ich bin nicht frauenfeindlich.

Leute, wir müssen reden. Auch wenn ihr mir ständig droht, dass ihr nie wieder mit mir reden wollt. Via Kommentarspalte. Ja, ich lese sie. Und meist amüsiere ich mich. Ausser beim letzten Mal. Da wurde ich zugegeben etwas wütend. Nicht weil ihr explizitere Beschreibungen vom Silvestersex wolltet, oder weil ihr meine langen Schachtelsätze verurteilt habt – die mag ich sehr und ich habe auch nicht vor, sie sein zu lassen, denn, nur dass wir das kurz geklärt haben: Ganz egal, wie laut ihr poltert, ich gehe nicht. Nicht heute und nicht morgen.

Zur Story