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Sag nicht, wir hätten dich nicht gewarnt: 7 Dokus zum 🐝-Sterben

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Noch immer bereitet Experten das weltweite Bienensterben Kopfzerbrechen. Die fleissigen Insekten liefern nicht nur Honig, sondern sind wohl einer der wichtigsten Bestandteile des Ökosystems.

Umso wichtiger ist es, dass man sich mit der Thematik auseinandersetzt. Damit du dafür keine Bücher wälzen musst, haben wir sieben interessante Dokus für dich. Diese informieren dich nicht nur über das Bienensterben, sondern vermitteln auch interessantes Hintergrundwissen. Damit kannst du bei der nächsten Bienensterben-Diskussion garantiert mitreden.

«More Than Honey»

More than honey

Die Doku gibt's bei Swisscom TV, Exlibris, Hollystar und iTunes. Bild: Senator/Central

Der Klassiker unter den Bienensterben-Dokumentarfilmen. Entstanden ist diese Doku 2012 unter der Leitung des Schweizer Regisseurs Markus Imhoof. «More Than Honey» avancierte in der Schweiz zum erfolgreichsten Dokumentarfilm 2012 und konnte rund 256'000 Zuschauer in die Kinos locken. Zum Vergleich: Der Superhelden-Blockbuster «Avengers», der im selben Jahr erschien, brachte es auf 215'000 Besucher.

«More Than Honey» betrachtet das Bienensterben rund um die Welt aus der Sicht von Forschern, aber auch Imkern. Die Doku versucht aufzuzeigen, wie wichtig die Biene für unsere Nahrungsmittelproduktion ist und wie schwierig wir Menschen es ihr machen, ihrer wichtigen Aufgabe nachzukommen.

Gleich geht's weiter mit den Dokus, vorher ein kurzer Hinweis:

Retten Bienen Generationen?

>> Ja, hier.
Die für die weltweite Pflanzenbestäubung unentbehrlichen Bienen sind in Gefahr. Wir erforschen, welche Pestizide den Nützlingen schaden. Unser Ziel ist es, die Bienen künftig besser zu schützen und so mitzuhelfen, eine reichhaltige Welternährung zu sichern. Lerne Bachelor-Studiengänge kennen, die die Welt verbessern und besuche unseren Info-Abend am 10. April 2019.

Und nun zurück zur Story ...

«Queen of the Sun»

Queen of the sun

Die Doku ist auch auf Dailymotion abrufbar. bild: collective ep Films

Eine Dokumentation, die etwas aus der Reihe tanzt. «Queen of the Sun» versucht das Bienensterben durch die Augen von unterschiedlichsten Menschen zu betrachten. Dabei kommen unter anderem Hobby-Imker, kommerzielle Imker, Forscher aber auch Philosphen zu Wort. Selbst ein Schriftsteller sowie ein Aktivist werden befragt, denn jeder von ihnen hat sich auf seine ganz eigene Art mit der Problematik des Bienensterbens auseinandergesetzt.

Gleichzeitig ist die Doku aber auch sehr lehrreich, führt sie einen doch durch die lange Geschichte der Imkerei, respektive der Beziehung von Mensch und Biene. Seit 10'000 Jahren soll diese schon existieren und dementsprechend umfangreich ist der Rückblick. Interessant ist auch, dass die Doku Rudolf Steiner aufgreift. Der Österreicher hatte bereits 1923 vorausgesagt, dass die Imkerei in 80 bis 100 Jahren in eine Krise geraten werde.

«Bienen – Himmelsvolk in Gefahr»

Bienen – Himmelsvolk in Gefahr

Den Film gibt es unter anderem bei Swisscom TV und Youtube/Google Play. Bild: Tiberius Film

Eine Doku, die sich vor allem mit zwei Fragen beschäftigt:

Dafür porträtiert der Film den US-Amerikaner David Hackenberg. Er war in den USA der erste Imker, dem das Bienensterben auffiel und welcher darauf aufmerksam machte. Hackenberg verdient sein Geld nicht mit der Produktion von Honig, sondern mit dem Bestäuben von Pflanzen. Durch seine Beteiligung an der Dokumentation entstehen für die Zuschauer interessante neue Einblicke in eine Welt, in der das Bestäuben von Pflanzen für die Nahrungsmittelproduktion ein Milliardengeschäft ist, welches nun in Gefahr ist.

Als Kontrast dazu lässt die Doku auch klassische Bienen-Imker zu Wort kommen, die biologischen Honig herstellen und auf die Gefahren von kommerzieller Bienenhaltung für die Bestäubungsindustrie aufmerksam machen wollen.

«Who killed the Honey Bees?»

«Who killed the honey bees?»

Ausschnitt aus der Doku. Bild: BBC

Bereits vor über zehn Jahren war das Bienensterben so gravierend, dass Imker in England vor dem Parlament protestierten. Sie forderten die Regierung auf, Gelder zur Verfügung zu stellen, um den Grund für den Bienenschwund zu erforschen. Die BBC greift das in einer einstündigen Doku auf.

Allerdings konzentriert sich der Film nicht nur auf England, sondern betrachtet die Problematik von einem globalen Standpunkt aus. Denn das Bienensterben findet in England genauso statt wie in Kalifornien oder im Outback von Australien. Den Film findet man aktuell auf Youtube – wenn auch in eingeschränkter Qualität.

«Bienen – Helferinnen und Bestäuberinnen»

Netz Natur

Bild: SRF

Auch das SRF hat im Naturdokuformat «Netz Natur» die komplexe Welt des Bienenstaates unter die Lupe genommen. In der fast 50-minütigen Doku geht es ebenfalls um das Bienensterben. «Netz Natur» geht dabei allerdings weniger der Frage nach, warum die Bienen sterben, sondern vielmehr wie es ihnen heute geht. Erschienen ist die Dokumentation 2016 und dürfte damit einen der aktuellsten Blicke auf die Problematik des Bienensterbens werfen.

Auf Youtube gibt's die Doku in Full HD und voller Länge:

abspielen

Video: YouTube/SRF DOK

«Bees – Tales from the Hive»

Bees - Tales from the Hive

Bild: wgbh boston video

Wer sich lieber erst einmal etwas Hintergrundwissen über die Honigbiene aneignen will, bevor es an die Bienensterbe-Dokus geht, dem sei dieser Film empfohlen. Obwohl er aus dem Jahr 2000 stammt, kann auch jetzt noch mit tollen Bildern überzeugen.

Die Dokumentation konzentriert sich auf alle Aspekte aus dem Leben einer Biene. Wie viel Nektar sie sammeln muss, um einen Liter Honig zu erzeugen, bis hin dazu, wie ein Bienenstock aufgebaut ist, physisch und gesellschaftlich. Wer mit einer etwas niedrigeren Auflösung leben kann, findet die Doku gratis auf Dailymotion.

«Biene Majas wilde Schwestern»

Biene Majas wilde Schwestern

Die Doku ist auch auf Youtube zu finden. Bild: nautilus Film GmbH

Diese Doku von 2017 widmet sich nicht direkt dem Bienensterben, sondern den unbekannten Bienenarten. Von ihnen gibt es alleine in Europa über 560 Arten, und wir kennen meist nur die Honigbiene. Von diesen vielen verschiedenen Wildbienen sind die wenigsten so gesellig wie ihr bekanntester Vertreter, denn sie leben als Einzelgänger. Dennoch spielen auch sie eine wichtige Rolle für die Bestäubung von Pflanzen und somit für unsere Ernährung.

Für die ausserordentlichen Aufnahmen dieser Dokumentation gewannen die Macher 2017 einen der wichtigsten Preise für Dok-Filme. Die Begründung der Jury lautete damals:

«Spannende Kämpfe, fantastische Bauwerke und farbenfrohe Individuen – und dies alles im Makromillimeterbereich ästhetisch gefilmt. Diese Naturdokumentation konzentriert sich ganz auf seine tierischen Protagonisten, die mit allen Mitteln der Kamerakunst in Szene gesetzt werden und uns damit neue Einblicke in unsere nur scheinbar bekannte Welt ermöglichen.»

Bienen retten und die Welt verbessern.

Der Erhalt des weltweiten Bienenbestandes ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Wir stellen uns den Problemen von heute und erforschen die Lösungen von morgen. Erfahre mehr über unsere spannenden Bachelor-Studiengänge an unserem Info-Abend am 10. April 2019.

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Orni 02.04.2019 22:40
    Highlight Highlight Diesen wichtigen Dok hast du vergessen:
    Play Icon


    Hier geht es um die Wildbienen, welche effektiv bedroht sind.
  • Orni 02.04.2019 22:01
    Highlight Highlight Wenn es ums "Bienensterben" geht, ist es sehr wichtig zu differenzieren zwischen Honigbienen und Wildbienen! Imker-Honigbienen sind ein Nutztier und in dieser Form NICHT Teil unserer Biodiversität! Es wird je länger desto klarer, dass sie Wildbienen zum Teil stark konkurrenzieren und für diese zum Problem werden. Denn Wildbienen sind im Gegensatz zu Honigbienen effektiv bedroht und müssen geschützt werden!
  • TreeOfLife 02.04.2019 14:04
    Highlight Highlight Und wer sich gerne mal allgemein Informieren möchte bei den Themen Naturschutz, Umwelt, usw., kann sich auf "Filme für die Erde" mal umschauen -> empfehlenswerte Dokus.
  • salamandre 02.04.2019 12:42
    Highlight Highlight Glyphosat, Pestizide Herbi und Funghizide, Kunstdünger.
    Wir dürfen getrost grüner werden. Das bischen Hype vor 30-35 Jahren ist leider verebbt. Es scheint unmöglich Monsanto oder Bayer auf die Finger zu klopfen und die paar Biobauern gelten noch immer als Spinner.
    • TanookiStormtrooper 02.04.2019 15:30
      Highlight Highlight Glyphosat wird glaube ich fast gar nicht mehr genutzt. Die Bauern bekommen eben doch nicht so gerne Krebs. Ansonsten stimme ich zu.
    • Fernrohr 02.04.2019 16:00
      Highlight Highlight Das stimmt nicht. Glyphosat wird sogar verwendet, um den letzten Reifeschritt der Ernte zu beschleunigen. Es ist sehr, sehr weit verbreitet hier.
    • salamandre 02.04.2019 16:01
      Highlight Highlight tanooki, ich bin in Südwest Frankreich Zuhause, es ist zum Haare raufen welche Riesenflächen im Frühjahr vor der neuen Saat verspritzt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nähmetsmauchlieasy 02.04.2019 12:01
    Highlight Highlight Eventuell könntet ihr die Liste mit der folgenden Doku ergänzen: https://www.arte.tv/de/videos/078688-001-A/der-retter-der-bienen/
    Meine Mutter hat mir vor kurzem davon erzählt. Dieser Imker arbeitet an einer Lösung für das Varroa-Milben-Problem und wäre damit, hoffentlich, der "Retter der Bienen".
    • Else 02.04.2019 13:44
      Highlight Highlight Der lief am letzten Wochenende, sehr empfehlenswert!
  • Nik G. 02.04.2019 11:44
    Highlight Highlight Naja die Filme sind zu Einseitig klar die Bienen sind sehr wichtig für die Bestäugung aber eben nicht nur die Bienen. Das Insektensterben gesamthaft hat viel grössere Auswirkungen. Die Bienen sind nur ein Teil davon. Natürlich sind sie "härzig" und geben Honig aber die Natur hat sich nicht nur auf Bienen ausgerichtet.
    • Else 02.04.2019 13:46
      Highlight Highlight Die Bienen geben der gesamten Situation ein Gesicht. Daher würde ich nicht von "einseitig" sprechen, sondern eher "exemplarisch".
    • Nik G. 02.04.2019 14:34
      Highlight Highlight Naja es verzehrt das Bild. Viele Menschen könnten denken dann wenn das Insektizid keine Bienen tötet ist es ja gut. Die sind ja wichtig. Dazu werden Bienenhäuser gebaut statt alle Insekten gefördert.
    • Fernrohr 02.04.2019 16:02
      Highlight Highlight Du hast recht! Man schätzt, dass 70% der Insektenmasse hier verschwunden sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • öpfeli 02.04.2019 11:32
    Highlight Highlight Der Mensch sieht sich mächtig an der Spitze der Lebewesen.
    Aber eigentlich könnte die (Tier-)Welt ohne den Menschen bestehen- umgekehrt aber nicht.
    Dies sollte jedem einläuchten und dafür sorgen, dass wir nun endlich unsere wunderbare Natur achten und schützen.
  • Chriguchris 02.04.2019 11:27
    Highlight Highlight Eine tolle Zusammenstellung wichtiger und guter Dokus!
    Vielleicht sollte man noch etwas erwähnen um Missverständnisse vorzubeugen, der Bestand der Honigbienen welche von Imkern betreut werden steigt seit einer gewissen Zeit kontinuierlich an, wohingegen der Bestand der Wildbienen welche genauso wenn nicht sogar wichtiger sind leider weiterhin besorgniserregend abnimmt(https://folio.nzz.ch/2018/august/wenn-das-summen-verstummt).
    • DerElch 02.04.2019 11:46
      Highlight Highlight Deshalb: wildbiene + partner! Bienenhäuschen kaufen und Wildbienen halten, geht in Stadt wie auf dem Land und hilft enorm.
      Plus: Wildbienen interessiert dein Kuchen oder Bier nullkommanicht, "stören" also nicht beim käffelen auf dem Balkon. Top.
    • MacB 02.04.2019 12:09
      Highlight Highlight @DerElch: Das hab ich gemacht. Dazu möchte ich aber anmerken, dass es sehr kontrovers diskutiert wird, die Bienen jedes Jahr zurückzuschicken, da sie dann auf Monoplantagen eingesetzt werden, die wiederum mit Pestiziden versetzt sind. Da Wildbienen nur einen kleinen Radius haben, können sie auch nicht flüchten.

      Darum: Ich hab das bei WIldbiene und Partner gekauft, lasse sie aber wild überwintern bei uns. Geht auch tiptop :)
    • DerElch 03.04.2019 15:19
      Highlight Highlight @MacB
      Mache ich tatsächlich auch so. Alle paar Jahre ist es absolut OK zum einschicken zwecks Parasiten-Vernichtung aber die Mehrheit überwintern die lieben Kerlchen bei mir. Und habe auch ganz ganz viele Wildblumen, damit ihnen das Futter nicht ausgeht :)
  • Triumvir 02.04.2019 11:14
    Highlight Highlight Wir sind nicht nur ohne Bienen ziemlich aufgeschmissen, sondern vielmehr generell ohne Insekten und andere Tiere. Und wenn nicht endlich zeitnah etwas gegen den Klimawandel unternommen wird, sind ALLE Lebewesen auf diesem Planeten ziemlich aufgeschmissen!

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