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People-News

Kate Winslet lässt auch bei Nacktszenen nichts mehr retouchieren

02.06.2021, 16:17

Als Kind wurde Kate Winslet fertiggemacht, weil sie nicht dünn war. Als junge Schauspielerin wurde sie gnadenlos retouchiert. 2003 verschlankte und verlängerte das Männermagazin «GQ» die Beine der damals 28-Jährigen auf dem Cover. Und 2013 wischte ihr ein «Vogue»-Cover das winzigste Fältchen aus dem Gesicht. 2015, mit 40, hatte sie genug und liess in ihrem Vertrag mit dem Kosmetikkonzern L'Oréal festschreiben, dass an ihrem Äusseren auf Fotos und in Werbespots rein gar nichts korrigiert werden dürfe.

Sie sagte dazu: «Ich denke, wir haben eine Verantwortung gegenüber jüngeren Frauen. Ich würde dieser Generation immer die Wahrheit darüber sagen wollen, wer ich bin, weil sie starke Vorbilder haben muss.»

Kate Winslet 2003 beim Dreh zu «Eternal Sunshine of the Spotless Mind».
Kate Winslet 2003 beim Dreh zu «Eternal Sunshine of the Spotless Mind».
Bild: WireImage

Vor kurzem wurde sie bei den Dreharbeiten zur Krimiserie «Mare of Easttown» vom Regisseur gefragt, ob er in der Nachbearbeitung einer Sexszene nicht ein Stück Bauch zum Verschwinden bringen solle. «Wage es nicht!», war ihre Antwort, wie sie jetzt in der «New York Times» berichtete. Sie hatte auch das Plakat zur Serie zweimal zurückgewiesen, weil zu viele ihrer Falten fehlten. «Sie sagten: ‹Kate, wirklich, das kannst du nicht›, und ich sagte: ‹Leute, ich weiss, wie viele Falten ich um meine Augen habe, bitte gebt sie mir alle zurück.›»

Mit dieser Fassung des Plakats konnte sie sich abfinden.
Mit dieser Fassung des Plakats konnte sie sich abfinden.
Bild: keystone

Über ihre Rolle als Ermittlerin mit Kanten, Falten, Bauch und während des Drehs nie gewaschenen Kleidern sagt sie: «Ich spiele Mare als Frau im mittleren Alter und hoffe, dass sich die Leute deshalb so sehr mit ihr verbunden fühlen, weil sie eindeutig ungefiltert ist. Sie ist eine voll funktionsfähige, fehlerhafte Frau mit einem Körper und einem Gesicht, das sich auf eine Art und Weise bewegt, die mit ihrem Alter und ihrem Leben und dem, woher sie kommt, übereinstimmt. Ich denke, nach genau sowas sind wir doch ausgehungert.»

Mare (Winslet) mit Schriftsteller und Lover Richard (Guy Pearce).
Mare (Winslet) mit Schriftsteller und Lover Richard (Guy Pearce).
Bild: keystone

Die HBO-Miniserie «Mare of Easttown» entwickelte sich in den USA und England derart schnell zum Hit, dass sich Kate Winslet an die Zeiten von «Titanic» zurückerinnert fühlt: «Mein Porträt ziert jetzt wieder Busse! Es ist, als würde ich wieder vor 24 Jahren die Strasse entlanglaufen und die Leute würden einander anstupsen und auf mich zeigen und flüstern.»

Kate Winslet würde übrigens gern eine zweite Staffel drehen. Wir sind unbedingt dafür.

(sme)

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Video: watson/jah
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