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Britischer Oscar-Preisträger Tom Stoppard ist tot

Britischer Oscar-Preisträger Tom Stoppard ist tot

29.11.2025, 18:5429.11.2025, 19:13
FILE - Tom Stoppard poses with the award for best play for "Leopoldstadt" in the press room at the 76th annual Tony Awards on Sunday, June 11, 2023, at the Radio Hotel in New York. (Photo by ...
Stoppard bei einer Preisverleihung 2023.Bild: keystone

Tom Stoppard ist tot. Der britische Dramatiker und Oscar-Preisträger ist im Alter von 88 Jahren in seinem Zuhause in der englischen Grafschaft Dorset im Kreise seiner Familie gestorben, wie die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf seine Agentur United Agents berichtete, die ein Statement auf ihrer Webseite veröffentlichte.

Stoppard werde für «seine Werke, für ihre Brillanz und Menschlichkeit», aber auch für «seine Grosszügigkeit und seine tiefe Liebe zur englischen Sprache» in Erinnerung bleiben, heisst es in dem Statement. Mit Stoppard zu arbeiten und ihn gekannt zu haben, sei eine Ehre.

Vom Flüchtlingskind zum Oscar-Preisträger

Geboren wurde Stoppard 1937 als Sohn eines jüdischen Arztes im heute tschechischen Zlín. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs floh die Familie nach Asien und zog nach dem Tod des Vaters und der Wiederheirat der Mutter nach Grossbritannien. Nach der Schule arbeitete Stoppard zunächst als Lokaljournalist.

1967 stellte er sein bekanntestes Bühnenwerk «Rosenkranz und Güldenstern sind tot» vor. Das Drama über die beiden Freunde Hamlets aus William Shakespeares berühmter Tragödie erhielt im Jahr darauf den Tony-Award als bestes Theaterstück. Eine Auszeichnung, die er auch für seine Werke «Travesties», «The Real Thing» und für «The Coast of Utopia» erhalten sollte. Insgesamt wurde Stoppard sieben Mal für einen Tony-Award nominiert.

Ein Highlight seiner Karriere war jedoch der Oscar-Gewinn: 1999 erhielt er zusammen mit Marc Norman den Oscar für das Drehbuch «Shakespeare In Love» mit Gwyneth Paltrow. Für Film und Fernsehen adaptierte er oft bekannte Romane wie «Enigma» (2001) und «Anna Karenina» (2012). 2014 schrieb er das Skript für den Kinostreifen «Tulpenfieber», das auf dem gleichnamigen Roman von Deborah Moggach basiert.

Stoppard verbesserte Hollywood-Drehbücher

Er wurde ausserdem gerne von Hollywood angeheuert, um Drehbücher zu verbessern, darunter «Sleepy Hollow» und «Indiana Jones und der letzte Kreuzzug». 1997 wurde er für seine Verdienste im Bereich der Literatur der Nachrichtenagentur PA zufolge sogar von der verstorbenen Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Der berühmte Dramatiker hinterlässt vier Söhne, darunter den Schauspieler Ed Stoppard, und seine dritte Frau Sabrina Guinness. (sda/dpa)

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