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Soll man ADHS in einer Bewerbung offenlegen oder lieber schweigen?

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Rat der Weisen

«Soll ich ADHS in einer Bewerbung offenlegen oder lieber schweigen?»

27.04.2026, 10:0127.04.2026, 10:01

Frage von Trajane:

Seit einigen Jahren nehme ich Medikamente gegen mein (erst ü30 erkanntes) ADHS und eine Antriebsstörung (Depression), welche mir helfen, ein einigermassen normales Leben zu führen.

Nun bin ich auch auf Stellensuche und frage mich oft, wie offen ich dabei mit meiner psychischen Erkrankung sein soll/kann. Im persönlichen Umfeld bin ich sehr offen damit, auch wenn ich neue Menschen kennenlerne. In einer Bewerbung wäre ich das gerne auch, befürchte aber ein Ausscheiden, bevor man mich überhaupt kennengelernt hat.

Eigentlich würde ich es aber gerne offenlegen, da mich die ganze Selbstbeweihräucherung in dem Prozess sowieso anwidert.

Habt ihr Erfahrungen in dem Bereich? Gerne auch aus Sicht von Arbeitgebern oder von Menschen, die im HR arbeiten.

Herzlichen Dank, liebe Weisen!

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225 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Raketenwissenschaftler
27.04.2026 10:12registriert Januar 2023
Als Arbeitgeber rate ich dir, es frühestens im Gespräch offenzulegen. Aber eigentlich ist ADHS privat und als selbst neurodiverse Person würde ich es auch nicht als Krankheit bezeichnen.
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Madison Pierce
27.04.2026 10:18registriert September 2015
Ich bin nicht im HR tätig, aber vereinzelt für Anstellungen zuständig.

Aus meiner Sicht gehören medizinische Diagnosen nicht in eine Bewerbung. Im Bewerbungsgespräch ist Offenheit dann wichtig. Aber auch da nicht die Krankheit erwähnen, sondern deren Auswirkungen. Man sollte die eigenen Schwächen ehrlich benennen. "Ich bin manchmal zu perfektionistisch" entlockt einem Arbeitgeber nicht einmal mehr ein müdes Lächeln.

Du kannst Dich vielleicht manchmal nicht gut konzentrieren, bist dafür aber kreativ.

Falls Dein ADHS dank der Medikamente keine Auswirkungen mehr zeigt, erwähne es nicht.
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Kreasty
27.04.2026 10:11registriert Mai 2016
Ich würde es nicht erwähnen. Bei einer Anstellung und gutem Vorgesetzten, kann man es gemeinsam anschauen.

Aber wieso selbst Steine in den Weg legen? Das HR sagt dir ja auch nicht, ob dein Vorgesetzter eventuell Narzisstisch veranlagt ist, ob die "Familie" eigentlich nur aus Streit oder der Obstkorb aus einer Banane besteht.
Dir wird auch nicht alles offengelegt und ich kann mir vorstellen, dass man sich auf dem Arbeitsmarkt nicht noch Handycappen sollte, auch wenn ich deine Ehrlichkeit super finde.

Die Auswirkung des ADHS kann man vorher auch kaum Abschätzten, ohne das man den Job kennt.
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