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Kamo Wildlife Sanctuary: Fünf Löwen vor Einschläferung gerettet

Fünf Löwen in Neuseeland vor Einschläferung gerettet

03.03.2026, 10:2503.03.2026, 10:25

Gute Nachrichten für fünf Löwen in Neuseeland: Die Raubkatzen sollten nach der Schliessung des Kamo Wildlife Sanctuary im Norden des Landes eigentlich eingeschläfert werden. Die Betreiber, denen die finanziellen Mittel ausgegangen waren, hatten keine andere Wahl mehr gesehen – zwei Löwen waren im November bereits getötet worden. Dank einer Kampagne gelang nun die Rettung für die verbliebenen Tiere.

Eine Gruppe von Tierfreunden und Geldgebern namens «Lionhearts Project» hat das Gelände nach eigenen Angaben gekauft und in ein privates Altersrefugium umgewandelt. «Keine Shows mehr. Keine Menschenmassen mehr. Nur noch Ruhe, Würde und die beste Altersversorgung, die sich ein Löwe wünschen kann», hiess es in einer Mitteilung. «Neue Besitzer retten die verbliebenen Kamo-Löwen», titelte die örtliche Zeitung «The Northern Advocate» auf ihrer Titelseite.

«Herzzerreissende Situation»

Die fünf Tiere waren zuletzt Mittelpunkt heftiger Debatten. Nach Angaben der früheren Betreiberin Janette Vallance hatte der Tierpark wegen ausbleibender Finanzierung schliessen müssen. Für die zwischen 18 und 21 Jahre alten Löwen habe es «keine realistische Option» zur Umsiedlung gegeben, schrieb sie im November auf Facebook.

Zwei Tiere wurden damals wegen «unheilbarer Leiden» eingeschläfert. Vallance sprach von einer «herzzerreissenden Situation». Die Entscheidung löste viele wütende Reaktionen in sozialen Netzwerken aus.

Weitere Spenden für Versorgung nötig

«Unsere Mission ist einfach: Wir wollen diese Diskussionen beenden. Wir möchten, dass Shikira, Abdullah, Cleo, Themba und Timba jeden Morgen aufwachen und wissen, dass sie geliebt und beschützt werden und genau dort sind, wo sie hingehören. Dies ist nun endlich ihr Zuhause», sagte Tim Groenendaal, einer der Treuhänder.

«Die Rettung ist geschafft, aber der Ruhestand beginnt jetzt erst», schrieb die Gruppe, die von der Tierschutzorganisation HUHA zusammengebracht worden war, auf Facebook. Die Fütterung und Pflege von fünf älteren Löwen koste viel Geld. Man hoffe auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung.

Das Kamo Wildlife Sanctuary, rund 150 Kilometer nördlich von Auckland, war einst durch die TV-Serie «The Lion Man» bekanntgeworden. Gegründet wurde der Tierpark vom neuseeländischen Tiertrainer Craig Busch, der später der Tierquälerei beschuldigt wurde. Über die Jahre sorgte der Park, in dem nur Raubkatzen lebten, immer wieder für Schlagzeilen – durch Finanzprobleme, Sicherheitsmängel und 2009 durch den Tod eines Pflegers, der von einem weissen Tiger angegriffen wurde.

Parallelen zu Zoos in Deutschland

Im vergangenen Jahr waren auch mehrere deutsche Zoos wegen ihres Umgangs mit Tieren in die Kritik geraten. Der Nürnberger Zoo hatte im Juli trotz massiver Proteste aus Platzgründen zwölf Paviane getötet. Der Zoo Leipzig schläferte im August drei Tigerbabys wenige Tage nach ihrer Geburt ein, weil sich die Mutter nicht um den Nachwuchs gekümmert hatte. (sda/dpa)

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