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Der Regisseur von Melania-Trump-Doku steckt tief im Epstein-Sumpf

Oct. 24, 2011 - New York, New York, USA - . . . . . October 24 2011, New York City (L-R) Producer Brian Grazer, Donald Trump, Director Brett Ratner, Melania Trump and Sean Diddy Combs arriving at the  ...
Eine erbauliche Gesellschaft: Filmproduzent Brian Gazer, Donald Trump, Brett Ratner, Melania Trump und Sean Combs (von links), 2011 an einer Filmpremiere.Bild: imago stock&people

Melania lässt sich von einem Regisseur feiern, der tief im Epstein-Sumpf steckt

Im Januar erscheint der Dokfilm «Melania» über Amerikas First Lady. Damit unterstützt sie bewusst die Rehabilitation von Brett Ratner.
23.12.2025, 16:3023.12.2025, 17:21

Gleich ist Weihnachten, da können wir uns schönen Dingen widmen, können uns gegenseitig beschenken und bekochen und uns darüber freuen, dass wir es gut miteinander haben. Doch für den Moment tauchen wir noch einmal tief in die Grüsel-Kiste. Kopfvoran. Dorthin, wo die Weltpolitik jeden Tag einen neuen Dreh hin zum Noch-Übleren nimmt. Ins Weisse Haus und seine Verstrickungen. Mit Menschen wie Jeffrey Epstein. Mit Menschen wie Brett Ratner.

Doch Halt, Ratner ist kein Politiker. Der heute 56-jährige Ratner ist Filmregisseur und Produzent. Beziehungsweise war es einmal und feiert jetzt, Familie Trump sei Dank, seine Auferstehung. Dummerweise gibt es jetzt dieses Foto aus den Epstein-Files. Es dürfte den Trumps ganz und gar nicht in ihre Imagepolitur passen. Doch dazu später.

In seinem früheren Erfolgsleben war Ratner kein Mann der sensiblen Filme oder feinen Töne. Seine Filme hiessen «Rush Hour», «X-Men» oder «The Revenant», er liebte derbe sexistische und homophobe Sprache. Seine besten Freunde waren der Produzent, Kokshändler und Mafia-Kontaktmann Robert Evans und der Drehbuchautor und Regisseur James Toback, gegen den im Zuge von MeToo 395 Frauen Vorwürfe wegen sexuellem Fehlverhalten erhoben.

Bret Rattner
Cover von «RatMag», einem von Brett Ratner herausgegebenen Magazin.Bild: via instagram / brett ratner

2017 packten sechs Hollywood-Schauspielerinnen, darunter Natasha Henstridge («Species») und Olivia Munn («X-Men», «The Newsroom») in der Los Angeles Times über Brett Ratner aus. Ihre Vorwürfe reichten von verbalen sexistischen Attacken an Partys bis zu Masturbationsszenen am Rande von Dreharbeiten und Vergewaltigung.

Ratner liess über seinen Anwalt alles abstreiten, die Hollywood-Studios liessen ihn fallen, er zog sich nach Israel zurück, wo er einen privilegierten Immigranten-Status und einen israelischen Pass erhielt. Mit dem israelischen Premier unterhielt er beste Beziehungen. Ebenso mit Jeffrey Epsteins Ex-Anwalt Alan Dershowitz.

Bret rattner
Der isralische Premierminister Benjamin Netanyahu, seine Gattin Sara Netanyahu, Epsteins einstiger Anwalt Alan Dershowitz und Brett Ratner.Bild: via instagram / brett ratner

2021 gab es den kurzen Versuch eines Comebacks in Hollywood, Ratner wollte das Biopic über Milli Vanilli drehen – er scheiterte am Protest von Frauenrechtsgruppen.

Doch jetzt ist er da, Brett Ratners neuer Film. Er wird ab dem 30. Januar 2026 im Kino und danach auf Amazon Prime laufen, er heisst «Melania», seine Produzentin, sein Gegenstand, seine Hauptdarstellerin ist Melania Trump, Amerikas First Lady. Kein Studio kann Ratner jetzt mehr feuern, im Gegenteil, das Studio hinter «Melania» ist Metro-Goldwyn-Mayer, eine altwehrwürdige Hollywood-Institution, die 2022 von Jeff Bezos gekauft und Amazon einverleibt wurde. Auch Bezos gehört mittlerweile zu den Tech-Giganten, die sich am liebsten in Trumps Gleitmittel verwandeln würden.

melania
«Melania»-PlakatBild: amazon

«Melania» hat nur 20 Tage aus dem Leben der Melania Trump zum Inhalt, nämlich die 20 Tage vor Trumps zweiter Inauguration. Der Film verspricht einen – in diesem Fall darf man wohl sagen schonenden, geschönten – Blick hinter die Kulissen durch die Augen der First Lady.

«Treten Sie ein in die Welt von Melania Trump, während sie die Pläne für die Amtseinführung koordiniert, den komplexen Übergang im Weissen Haus meistert und mit ihrer Familie ins öffentliche Leben zurückkehrt. Mit exklusivem Filmmaterial, das wichtige Treffen, private Gespräche und nie zuvor gesehene Locations zeigt, präsentiert Melania die Rückkehr von Mrs. Trump in eine der mächtigsten Rollen der Welt», verspricht die Ankündigung. Alles wirkt chic, shiny, glossy.

Doch jetzt ist dieses Foto aus den Epstein-Files gekrochen. Es ist undatiert, der Kontext ist (noch) unbekannt, es zeigt Brett Ratner, nachts in einem schummrig beleuchteten Raum, die Laune ist blendend, Ratner umarmt einen Mann, der oben ohne neben ihm steht.

Brett Ratner (sitzend) und Jean-Luc Brunel.
Jean-Luc Brunel und Brett Ratner.Bild: U.S. Department of Justice

Der Gastgeber ist vermutlich Jeffrey Epstein, der andere Mann ist Jean-Luc Brunel, ein französischer Modelagent, gegen den bereits in den 80er-Jahren zum ersten Mal wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt wurde. 2022 sass Brunel in Untersuchungshaft – und nahm sich das Leben. Die französische Justiz ermittelte wegen Vergewaltigung von Minderjährigen und wegen sexueller Nötigung gegen ihn. Zudem wurde er verdächtigt, Epstein Mädchen zugehalten zu haben.

Das Foto flutet gerade die amerikanischen Medien und man fragt sich unweigerlich: Wird sich Melania, wird sich Donald, wird sich irgendwer aus dem Weissen Haus dazu verhalten?

Wahrscheinlich nicht.

Trump hatte noch nie Berührungsängste mit Schurken, ihre Rehabilitation scheint ihm geradezu eine Herzensangelegenheit zu sein, ein kerniger Kerl wie Ratner, der Frauen früher ungefragt und öffentlich sagte, wie er sie zu nehmen gedachte, gefällt ihm. Ratner ist Teil einer Kultur von toxischer Männlichkeit, zu deren Hauptvertretern Epstein und Weinstein und der ehemalige Prinz Andrew und Brunel und so weiter gehörten.

Dass ausgerechnet eine Frau die Rehabilitation dieser Kultur wissentlich unterstützt und dass es sich mit Melania Trump um die «Landesmutter» der USA handelt, ist abgrundtief zynisch.

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Neue Fotos von Epstein-Insel veröffentlicht
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Neue Fotos von Epstein-Insel veröffentlicht
quelle: house oversight democrats
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Trump-Ankunft in Grossbritannien – er wird mit Epstein-Fotos auf Schloss Windsor begrüsst
Video: ch media
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69 Kommentare
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brink
23.12.2025 16:55registriert Dezember 2025
Wie schön, dass all die Pädos zudammenhalten. *kotz*
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manson
23.12.2025 17:01registriert Dezember 2023
wenn p.diddy auf dem photo ist sagt das schon alles, dass da richtig dreck am stecken ist.
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Pebbles F.
23.12.2025 17:05registriert Mai 2021
Alles, was mit Trump, dem Sog, den er auf alle Mächtigen und Reichen ausübt, zu tun hat ist widerwärtig.

Das wussten alle US-Bürger, die ihn gewählt haben. Nun gilt es, aufzustehen und endlich laut zu rufen: "so eine Sauerei wollen wir nicht mehr!" - dann habe ich etwas Mitgefühl für die Amis.

Ansonsten bleibt es bei uns, uns so deutlich wie möglich von ihm zu distanzieren, keine Geschäfte mit ihm abzuschliessen und schon gar nicht bei ihm zu investieren. Leider haben das unsere Wirtschaftsleute zusammen mit dem Bundesrat auch verbockt.
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