Mexiko
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mexiko untersucht Verschwinden von 15 Menschen

20.05.15, 04:06


In der Unruheregion Guerrero sollen erneut zahlreiche Menschen verschleppt worden sein. Im vergangenen Jahr waren dort Dutzende Studenten entführt und wahrscheinlich getötet worden. In der Provinz kämpfen mehrere Banden um die Vorherrschaft.

In der mexikanischen Unruheregion Guerrero suchen die Behörden nach über einem Dutzend Vermissten. In der Ortschaft Chilapa seien elf Menschen offensichtlich verschleppt worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Weitere vier Menschen seien von Angehörigen als vermisst gemeldet worden. Die Ermittler baten die Bevölkerung um Hinweise.

epa04749065 A group of people, who support relatives of the 43 missing Mexican students last seen in Iguala on 26 September 2014, burn electoral propaganda outside the government headquarters in Chilpancingo, Guerrero, Mexico, 14 May 2015. The Mexican state of Guerrero has been seeing a wave of violence prior to the upcoming 07 June elections after the kidnapping of a state legislator on 13 May and the killing of a candidate for the Mayor's Office of Chilapa on 01 May.  EPA/JOSE LUIS DE LA CRUZ

In der Region Guerrero verschwinden immer wieder Menschen. Letztes Jahr waren es Dutzende Studenten, die dann getötet wurden. Bild: EPA/EFE

Bewohner der Gemeinde hatten am Montag sogar gesagt, es seien 30 Menschen verwunden, nachdem eine Bürgerwehr den Ort besetzt hatte. Die örtliche Menschenrechtskommission teilte mit, ihr lägen 13 dokumentierte Fälle von Vermissten vor. Es sei allerdings noch unklar, wie viele Menschen insgesamt verschwunden seien, sagte Sprecher Ramón Navarrete im Radiosender Fórmula.

Am 9. Mai hatten rund 300 Mitglieder einer Bürgerwehr Chilapa unter ihre Kontrolle gebracht. Sie besetzten die Polizeiwache, entwaffneten die örtlichen Beamten und errichteten Strassensperren. Eigenen Angaben zufolge wollten sie die Anführer der kriminellen Organisation «Los Rojos» festnehmen.

Bandenkriege ohne Ende

Einige Bewohner äusserten die Befürchtung, dass es sich bei der Bürgerwehr tatsächlich um Verbündete der Bande «Los Ardillos» handelte, die mit «Los Rojos» verfeindet ist. Im Bundesstaat Guerrero kämpfen derzeit mehrere Gangs um die Vorherrschaft.

Die Region war im vergangenen Jahr in den internationalen Fokus gerückt, als dort Dutzende Studenten von der Polizei entführt und der kriminellen Organisation «Guerreros Unidos» übergeben worden waren. Bandenmitglieder räumten ein, die jungen Leute getötet und ihre Leichen verbrannt zu haben. Eigenen Angaben zufolge hatten sie die jungen Männer für verfeindete Gangmitglieder gehalten.

Anfang des Monats war in Chilapa der Bürgermeisterkandidat der Regierungspartei PRI getötet worden. Am 7. Juni werden in Mexiko alle 500 Abgeordneten auf Bundesebene, neun Gouverneure und Hunderte Bürgermeister gewählt. (feb/sda/dpa)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Sie nannten ihn «die Laus»

Jürgen Klopp ist ein Lüftchen, Diego Simeone ein Sturm, aber Mexikos Miguel Herrara ein Hurrikan. Mindestens

«El Piojo», die Laus, nennen sie Miguel Herrera. Wir haben keine Ahnung wie man auf diesen Spitznamen kommen kann. «Tasmanischer Teufel», «Hurrikan» oder «Vulkan» wäre passender gewesen.

Miguel Herrera ist seit November 2013 Mexikos Trainer. Erst in der Barrage gegen Neuseeland übernahm er das Team. An der Endrunde in Brasilien erlebte er mit dem Sieg gegen Kroatien seinen ersten grossen Höhepunkt als Chef der «Tri». Die Achtelfinal-Qualifikation feierte das nur 1,68m kleine Energiebündel ausgelassen. 

Früher war der 46-Jährige Aussenverteidiger. Physisch stark soll er gewesen sein und viel Drang zur Offensive verspürt haben. In der Nationalmannschaft war seine …

Artikel lesen