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Ein Beruf, der dem Fortschritt zum Opfer fiel: Die Telefonvermittlerin gibt es nicht mehr. Bild: Sharenator 

Verschwundene Berufe

Wer stellte vor hundert Jahren eigentlich die Bowlingkegel wieder auf? 



«Gab's den Social-Media-Manager früher wirklich, Mami?» – Wer weiss schon, welcher Beruf als nächstes vom Fortschritt plattgemacht wird. Die Seite Sharenator hat eine Liste von alten Berufen zusammengestellt, die mittlerweile ganz aus den Stelleninserat-Seiten verschwunden sind. Mit welchen Tätigkeiten einige früher ihre Brötchen verdient haben, mag ein wenig unglaubwürdig klingen – war aber eine Arbeit, die erledigt werden musste. Oder wissen Sie, wer die Menschen in London vor hundert Jahren aufgeweckt hat? Noch bevor jeder einen Wecker auf dem Nachttisch stehen hatte? Nein, es war kein Hahn, sondern ...

... unter anderem diese Frau:

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Bild: Sharenator

Mit einem Röhrchen und Erbsen bewaffnet machten sich die «menschlichen Wecker» frühmorgens auf zu ihren Kunden und schossen ihre Munition an die Fensterscheiben. Oder klopften die Schlafmützen mit zusammengebundenen Bambusrohren wach.

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Bild: Sharenator

Und zwar so lange, bis sie ganz sicher waren, dass ihre Kunden nicht zu spät zur Arbeit kamen.

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Bild: Sharenator

Ein weiterer Beruf aus dieser Zeit ist der des «Body Snatchers» («Leichendieb»). Der Name ist Programm: Anfang des 19. Jahrhunderts engagierten britische Universitäten die Männer, um sich illegal Leichen für ihre Medizinstudenten zu beschaffen. 

Wieso man diese nicht auf legalem Wege besorgen konnte? Das hätte bei Weitem nicht ausgereicht: Leichen durften nur dann obduziert werden, wenn der Urteilsspruch dies ausdrücklich vorsah. Während 1831 in England und Wales gerade mal zwölf Mörder hingerichtet wurden, benötigten die Hochschulen jährlich zwischen 500 und 1000 Leichen für ihre Forschungsarbeit. So entstand ein grauer Markt für Leichen, die aus Friedhöfen entwendet wurden.

Eine Szene aus dem Film «Frankenstein» aus dem Jahre 1931. Bild: pdp-philldarlington.blogspot.ch

«Einen Moment bitte, ich verbinde», sagte damals eine nette Frauenstimme am anderen Ende der Leitung. Heute verbindet Sie höchstens noch Siri – die Telefonvermittlerin gibt's nicht mehr.

U.S. Air Force Sgt. Suzann K. Harry, of Wildwood, N.J., operates a switchboard in the underground command post at Strategic Air Command headquarters, Offutt Air Force Base, Neb., in 1967.  (U.S. Air Force photo)

Bild: Sharenator

Wer macht eigentlich die Strassenlaterne an? Früher gab es auf diese Frage eine Antwort: der Lampenanzünder – der machte das so lange, bis die elektrischen Strassenlampen erfunden wurden.

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Bild: Sharenator

Fielen auch dem Fortschritt zum Opfer: die Eisbrecher. Wer hat sie geschluckt? Der Kühlschrank. Als dieser von alleine Eis produzieren konnte und für alle erschwinglich wurde, brauchte es die Männer mit den Sägen nicht mehr.

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Bild: Sharenator

Bis dahin waren sie es, die sich auf die gefrorenen Seen begaben und Blöcke für ihre Kunden aussägten. Keine ungefährliche Arbeit.

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Bild: Sharenator

Ein Beruf, der nur dank der Faulheit der Menschen entstehen konnte: die Bowlingkegel-Aufsteller – und ihr Chef.

Bild: Sharenator

Wer sich als Kind ein paar Batzeli dazu verdienen wollte, stellte sich ein paar Stunden ans Ende der Bahn, wartete auf die Kugel und hoffte, dass der Spieler nichts konnte.

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Bild: Sharenator

Können Sie sich noch an den Milchmann erinnern? Der liefert seine Ware jetzt nur noch an Grosshändler und nicht mehr zu Ihnen nach Hause.

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Bild: Sharenator

Diese starken Männer braucht es auch nicht mehr: Als die Holzindustrie noch in den Kinderschuhen steckte, waren sie es, welche die gerodeten Bäume zur Sammelstelle zogen. 

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Bild: Sharenator

Quizfrage: Was war die Aufgabe dieses Mannes?

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Bild: Sharenator

Und was tun die hier?

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Bild: Sharenator

Wir verraten es Ihnen: Sie versuchen, Radarwellen der feindlichen Flugzeuge zu erfassen. Heute werden die Männer mit den grossen Ohren nicht mehr benötigt, diesen Job macht jetzt die NSA.

via Sharenator

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