DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Jetzt kommt das Label «Oft länger gut» – diese Dinge kannst du auch mit Schimmel essen

Jährlich werden 2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – ein Teil nur wegen des Haltbarkeitsdatums. Mit dem Label «Oft länger gut» wollen die Lebensmittelhersteller nun dem Food Waste den Kampf ansagen.



Nestlé, Hero, Hug, Emmi, Unilever oder Alnatura – sie wollen nun dem Food Waste den Kampf ansagen. In Zusammenarbeit mit der Anti-Food-Waste-Firma Too Good To Go Schweiz (TGTG) lancieren sie das Label «Oft länger gut». Es wird nun das Mindesthaltbarkeitsdatum vieler Lebensmittel ergänzen und die Konsumenten darauf aufmerksam machen, dass die Esswaren auch nach diesem Datum noch geniessbar sind. Denn viele würden den Unterschied zwischen «zu verbrauchen bis» und «mindestens haltbar bis» nicht kennen, schreibt TGTG.

Bild

Mehr Eigenverantwortung: Das Label «Oft länger gut» soll die Konsumenten sensibilisieren. bild: zvg

Das bedeutet «zu verbrauchen bis»

Das «zu verbrauchen bis»-Datum ist für leicht verderbliche Lebensmittel gesetzlich vorgeschrieben. Es hält fest, nach welchem Tag Produkte gesundheitsschädlich werden können und daher nicht mehr gegessen werden sollten.

... und das «mindestens haltbar bis»

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine Qualitätsgarantie der Hersteller für länger haltbare Lebensmittel. Es beschreibt, wie lange ein Produkt seine Eigenschaften mindestens behält. Die meisten Produkte sind dementsprechend über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus geniessbar.

«Die Leute verlassen sich zu sehr auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und nicht mehr auf ihre Sinne. Mit dem neuen Hinweis wollen wir genau das verändern», sagt Delila Kurtovic, Marketing Manager bei Too Good To Go Schweiz. Deshalb hält die Firma eine Faustregel fest: «schauen, riechen, schmecken und dann geniessen». Der Konsument solle selbst beurteilen, ob das Produkt noch essbar sei.

In der Schweiz werden jährlich 2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. 10 Prozent des Food Wastes entstehen aufgrund von Haltbarkeitsdaten. Auch im Hinblick auf das Klima wäre eine Minimierung des Food Wastes wünschenswert. «Mit der Vermeidung von Food Waste liesse sich eine grosse Menge an Treibhausgas-Emissionen einsparen», teilte die Schweizer Akademie der Naturwissenschaften im August mit. Damals tadelte der Weltklimarat IPCC in seinem Bericht insbesondere die Food-Waste-Problematik.

Im Gegensatz zu den Produkten mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum sind verderbliche Lebensmittel schneller von Schimmel befallen. Doch wann muss man etwas wirklich wegwerfen? Erfahre es im Schimmelquiz.

Anmerkung: Wir haben die fünfte Frage nachträglich entfernt. Sie war irreführend. Besten Dank für die vielen Feedbacks.

Quiz
1.Du hast dir leckere Tomaten-Spaghetti gekocht. Nun noch ein bisschen Parmesan darüber raffeln ... oh, er schimmelt.! Kannst du den einfach Schimmel wegschneiden und den Käse trotzdem essen?
Bild zur Frage
Nein
Klar, kein Problem
2.Was darf an einem Brunch auf keinen Fall fehlen? Genau, die Konfitüre. Meistens schimmeln diese aber schneller, als man sie aufbrauchen kann. Also einfach den Pilz oben wegmachen und die Konfi aufs Brot streichen?
Bild zur Frage
Sind Sie vom Aff bisse?
Ganz genau
Je nachdem
3.Kurz bevor du in deinen Pausenapfel beisst, entdeckst du eine braune Stelle mit Schimmel. Schmeiss den Apfel in den Kübel! Oder doch nicht?
Bild zur Frage
Wenn schon in den Grünabfall. Aber ja, weg damit.
Nein. Es reicht, wenn man die Stelle wegschneidet.
4.Ein fast giftgrüner Fleck ziert das Brot. Abschaben oder wegwerfen?
Bild zur Frage
Ganz klar wegwerfen
Bisschen Schimmel schadet nie, abschaben und geniessen.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Dieses Grauen hat Knackeboul im watson-Kühlschrank entdeckt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Smart Farming

Die «Pestizid-Hölle Schweiz» ist nur ein Furz im Wasserglas

Du musst jetzt stark sein. Denn unser Agrarjournalist widerlegt deine Vorurteile über die «Pestizid-Hölle Schweiz»: Die Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil und Glyphosat sind weniger gesundheitsgefährdend als ein Glas Whisky oder eine Portion Erdbeeren.

«Im ganzen Kanton Bern gibt es keine einzige Wasserfassung, bei der man von einem ernsthaften Gesundheitsrisiko sprechen müsste!» Das erklärt der Berner Regierungspräsident Christoph Ammann kategorisch.

«Bei uns kann man bedenkenlos in jeder Gemeinde das Wasser aus jedem Wasserhahn trinken», erklärt auch Alda Breitenmoser, Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz im Kanton Aargau, dessen Grundwasser am stärksten belastet ist: «Die Schlagzeilen von der Pestizid-Hölle sind reine Hysterie!»

Wer hat …

Artikel lesen
Link zum Artikel