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Hier ein Überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse. watson

«Krankenkasse light» + Millionengehalt für SBB-Chef – das schreiben die Sonntagszeitungen



Kontoverse um SBB-Millionengehalt

Das Gehalt von SBB-Konzernchef Andreas Meyer hat laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» eine Kontroverse zwischen dem Bundesrat und dem bundeseigenen Unternehmen ausgelöst. In einem Brief habe sich die SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar noch vor dem Entscheid an den Bundesrat gewandt.

VR-Praesidentin Monika Ribar, links, und CEO Andreas Meyer, am Ende der Bilanzmedienkonferenz der SBB, am Dienstag, 19. Maerz in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Monika Ribar mit Andreas Meyer Bild: KEYSTONE

Darin legte sie dar, dass die Gefahr drohe, Meyer könnte die Firma verlassen, sollte er nicht den beantragten Lohndeckel erhalten. Ein Alternativvorschlag sei im Bundesrat zudem nicht durchgekommen, bei dem Meyers Maximallohn um vier Prozent gekürzt werden sollte, so dass seine Bezahlung unter die Schwelle von einer Million Franken zu erliegen gekommen wäre.

Die SBB schrieben der Zeitung, die Anträge hätten auf bestehenden Arbeitsverträgen und Reglementen beruht. Auch die «SonntagsZeitung» und der «SonntagsBlick» thematisieren die Höhe von Managergehältern. Laut der «SonntagsZeitung» drohe die SP nunmehr sogar mit einer neuen Volksinitiative, um die Gehälter von Topmanagern zu deckeln.

«Krankenversicherung light»

In der Diskussion um die steigenden Krankenkassenprämien gibt es einen weiterer Vorschlag zur Eindämmung der Prämienbelastung. Die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann fordere eine Versicherungsvariante mit weniger Leistungen. «Viele Versicherte wissen genau, dass sie den umfangreichen Leistungskatalog der Krankenkassen nie voll benötigen werden», sagte Estermann zu den Zeitungen «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag».

Yvette Estermann, Nationalraetin SVP-LU, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Legislaturbilanz der SVP, am Montag, 5. Oktober 2015 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Yvette Estermann Bild: KEYSTONE

Die «Krankenversicherung light» mit einem schlankeren Leistungskatalog solle tiefere Krankenkassenprämien bieten und nur für die Behandlung schwerer Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder etwa Lungenembolien aufkommen.

Schwere Vorwürfe gegen EDA-Mitarbeiter

Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten EDA hat laut der «NZZ am Sonntag» einen Mitarbeiter vorsorglich freigestellt. Der Mann stehe im Verdacht, auf seinem Bürocomputer Kinderpornografie konsumiert zu haben. Die Berner Staatsanwaltschaft habe ein entsprechendes Strafverfahren gegen den Mann eingeleitet.

Das EDA bestätigte die Freistellung, könne sich aber aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes weder zur Person noch zum Verfahren äussern. Fest stehe aber, dass der Beschuldigte in Italien für das EDA gearbeitet habe. Den Kinderpornografie-Verdacht hatte die amerikanische Bundespolizei FBI bereits im April 2018 dem Bundesamt für Polizei gemeldet.

800 Mann für den Grenzschutz

Bundespräsident Ueli Maurer will laut der «NZZ am Sonntag» den Grenzschutz ausbauen. Derzeit könne der Bund maximal 2200 Grenzwächter für den Schutz der Landesgrenzen mobilisieren.

Bundespraesident Ueli Maurer spricht waehrend einer Debatte im Nationalrat, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 13. Maerz 2019 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ueli Maurer Bild: KEYSTONE

Aus einem Papier, das Maurer für den Bundesrat vorbereitet habe, ginge hervor, dass er eine Verstärkung auf rund 3000 Mann anstrebe. Der SVP-Bundesrat wolle zudem das Grenzwachtkorps und den Zoll zu einem neuen «Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit» fusionieren.

SBB spart Personalkosten

Die SBB beschäftigen laut dem «SonntagsBlick» immer mehr Temporäre, die nicht dem GAV unterstehen. Die Zeitung beruft sich dabei auf öffentliche Zahlen. Vor fünf Jahren seien es noch 1120 temporäre Arbeitskräfte gewesen – im vergangenen Jahr sei die Zahl aber bereits auf 3253 Personen gestiegen.

Von Gewerkschaftsseite hiess es dazu, dass die SBB immer mehr Temporäre engagierten, um Personalkosten zu sparen. Denn falle etwa ein Temporärer krankheitshalber aus, tue dies den SBB nicht weh, da sie ihn dann auch nicht bezahlten.

Die SBB rechtfertigen den Einsatz von Temporären mit dem «Brechen von Personalspitzen». Man greife auf Temporäre zurück, um Grossaufträge abzudecken, um Personalressourcen flexibel einzusetzen und um die benötigte Verfügbarkeit sicherzustellen, sagte ein SBB-Sprecher zu der Zeitung.

Eine Kult-Uhr feiert den 75. Geburtstag:

Fehlanreize beim Bund

Der Bund setzt laut Meldungen der «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» Fehlanreize mit der Subventionierung von fossilen Treibstoffen. Damit hemme er zum Beispiel den Umstieg auf elektrisch betriebene Busse. Öffentliche Verkehrsbetriebe erhielten nämlich von der Mineralölabgabe von 76 Rappen pro Liter 59 Rappen zurückerstattet.

Ursprünglich habe der Bund mit der Rückerstattung den öffentlichen Verkehr zum Schutze der Umwelt fördern wollen. Nunmehr stehe die Massnahme dem Umstieg auf umweltfreundlichere Elektrobusse entgegen, hiess es in den Beiträgen.

Beizensterben schreitet voran

Das Beizensterben geht in der Schweiz laut einer Meldung der Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» weiter. Im Jahr 2018 habe die Zahl der Restaurants um 856 Einheiten abgenommen. Dies seien 616 Restaurants mehr als vor einem Jahr. Die Zeitung beruft sich dabei auf Daten von GastroSuisse.

Auch die Hotelbranche habe im Jahr 2018 Federn lassen müssen. Es gab demnach 38 Hotelleriebetriebe weniger als im Jahr 2017. Laut der Organisation erzielten zudem 65 Prozent der Hotels und Restaurants keinen angemessenen Gewinn und keine korrekte Rendite auf das investierte Kapital. (sda)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Quecksalber 24.03.2019 16:34
    Highlight Highlight Typische SVP Forderung und komplett nicht zu Ende gedacht. Am Ende zahlt die Allgemeinheit der will irgendjemand, dass Leute mit Pestbeulen durch die Strassen laufen?
  • peeti 24.03.2019 16:05
    Highlight Highlight Soll der Meyer doch weiterziehen und in der Privatwirtschaft richtig abkassieren. Denke gibt genug fähige Leute, die für 1Mio einen Bahnbetrieb führen können.
  • Fairness 24.03.2019 09:36
    Highlight Highlight SBB: Unten sparen, oben verschenken. Wann endlich merkt die Teppichetage, dass sie ohne ihre (guten) Mitarbeiter nur wenig vollbringen können und wert sind?
  • Fairness 24.03.2019 09:32
    Highlight Highlight Logik wo? Wenn der Leistungskatalog nicht ausgeschöpft wird, verursacht er ja auch keine Kosten! Niemand kann wissen, was er irgendwann vielleicht brauchen muss. Daher ist light eine unbrauchbare Idee.
  • Lucas29 24.03.2019 09:13
    Highlight Highlight Krankenkasse light wird wohl kaum die Prämien senken, sind es doch gerade die schweren Erkrankungen, die am meisten Kosten (z.B. Krebsmedikamente).
  • In vino veritas 24.03.2019 08:38
    Highlight Highlight Ach, die liebe SVP...

    Natürlich müssen wir wo es möglich ist sparen, aber es bringt nichts, wenn wir hier amerikanische Verhältnisse haben. Manchmal muss man die Leute zu ihren Glück zwingen. Jeder der nur eine KK-Light hat wird das gesparte Geld auf die hohe Kante legen um dann eine allfällige Behandlung selbst zu bezahlen. Genausogut funktioniert das freiwillige Sparen fürs Alter... nicht. Jeder profitiert davon, wenn er einen maximalbetrag hat, den er stemmen muss und nicht plötzlich mehrere 10'000 Franken aufbringen muss.
  • Chääschueche 24.03.2019 08:13
    Highlight Highlight Krankenkassendiskussion: Werden wir in 100 Jahren weiter sein? Ich bezweifle es...


    Es ist und wird langsam lächerlich und mühsam...alles unfähige im Bundeshaus. Tragisch.
  • Butschina 24.03.2019 07:32
    Highlight Highlight Und was wenn jemand eine schwere Arthrose in der Hand hat, die aber nicht lebensnotwendig ist zu operieren. Ohne OP kann die Person nur leider ihre Arbeit nicht mehr ausüben. So würde er zwar weniger bezahlen, wäre aber dann auf Sozialhilfe angewiesen. Denn die IV würde fordern die OP zu machen, da gute Chancen auf Verbesserung bestünden. Esthermanns Vorschlag würde nur zu neuen Problemen führen.
    • Robert S 24.03.2019 08:29
      Highlight Highlight Ich denke es ist wichtig überhaupt Vorschläge zu machen. Man könnte beispielsweise die Homöopathie in der KKlight weglassen.
    • Gigle 24.03.2019 09:16
      Highlight Highlight Die Frage ist doch, ob diese Person dann die Grundversicherung wechseln kann zur nicht light Version. Macht meiner Meinung nach keinen Sinn, da sie ja immer in dir billigere Variante einbezahlt hat aber dann plötzlich vom vollen Paket profitieren soll. Gleichzeitig darf doch aber auch keine KK jemanden bei der Grundversicherung ablehnen. Alles nicht durchdacht, aber etwas anderes habe ich von Frau Estermann auch nicht erwartet.
    • IchSageNichts 24.03.2019 09:21
      Highlight Highlight sehr exemplarischer Kommentar was falsch läuft in der Diskussion: nein es gibt keine goldige Lösung und wenn alle immer verhindert werden, dann kracht es irgendwann gewaltig.
      Es wird ein Detail das gar noch nicht feststeht kritisiert um das ganze unpopulär zu machen.
      Medipreise, Anz. Spitäler.....Ja überall wird man negative Effekte haben wenn man daran was ändert. Kein Grund nicht darüber vertieft nachzudenken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • roger_dodger 24.03.2019 06:54
    Highlight Highlight Unsere Politiker sind ja so kreativ. Anheben der Franchise, weniger Leistungen. Genau die welche sowieso schon Probleme haben die KK zu zahlen trifft es dann noch mehr. Am Grundproblem der Kosten wird überhaupt nichts gemacht.

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