Schweiz
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Das Rätsel von Tägerig: Wo sind 40 Millionen Liter Trinkwasser geblieben?

Im letzten Jahr ist ein Drittel des Trinkwassers von Tägerig verschwunden – wohin, ist bisher völlig unklar.



ARCHIVBILD ZUR NEUEN VERBRAUCHSABHAENGIGEN WASSER- UND ENERGIEABRECHNUG DES BFE, AM DIENSTAG, 27. JUNI 2017 - Aussendienst Mitarbeiter Kurt Daengeli von Energie Wasser Bern EWB liest in einem Keller eines Kunden den Wasserzaehler ab, aufgenommen am 6. August 2008 in Bern. Als oeffentlich-rechtliches Unternehmen im Besitz der Stadt Bern organisiert die EWB die Energie- und Wasserversorgung sowie die Kehricht-verwertung von 70'000 privaten Haushalten und 100 Grosskunden. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Ein Mann liest den Wasserzähler ab: Jährlich gehen rund 120 Milliarden Liter Wasser in der Schweiz verloren. Bild: KEYSTONE

In der Schweiz gehen jährlich 120 Milliarden Liter Wasser verloren. Das Wasser geht zwischen Reservoir und Wasserhahn verloren. Verantwortlich dafür seien häufig Lecks in den alten Leitungen. In Tägerig ist es nun zu einem extremen Fall von Wasserverlust gekommen.

127 Millionen Liter Wasser haben das Reservoir im letzten Jahr verlassen, davon sind 40 Millionen nie in den Haushalten angekommen, wie das Regionaljournal Aargau Solothurn von SRF berichtet. Das ist ein Drittel des Trinkwassers der 1500-Seelen-Gemeinde.

Der zuständige Gemeinderat Christian Vogel sagt gegenüber dem Regionaljournal: «Unser Wassernetz ist in einem sehr guten Zustand. Das irritiert dann natürlich. Wo geht das Wasser denn weg?»

Wasserleitungen sind nie ganz dicht. Daher ist immer mit einem gewissen Wasserverlust zu rechnen. Im vorletzten Jahr hat die Gemeinde zum Beispiel 27 Millionen Liter verloren. Ein Verlust von 40 Millionen Liter sei jedoch gewaltig.

An einen Wasserklau glaubt Christian Vogel nicht. Das wäre aufgefallen. Auch ein grosses Leck in der Leitung schliesst er aus. Wenn eine derartig grosse Menge Wasser aus einem Leck ausgetreten wäre, «gäbe es ein Moorgebiet», glaut der Gemeinderat. Bei einem Leck würde ausserdem sowohl in der Nacht als auch am Tage Wasser verloren gehen. In Tägerig geht das Wasser aber vor allem tagsüber verloren.

Der Gemeinderat will dem Wasserverlust nun auf den Grund gehen und versuchen, das Rätsel zu lösen.

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fairness 15.06.2019 13:12
    Highlight Highlight Wo wohl? Im Hitzesommer 2018 wird es vermutlich auf den Feldern der Bauern gelandet sein. Ich sehe immer mal wieder angezapfte Hydranten. (Und Bäche, Flüsse übrigens auch. Nur so zu Wasserklau allgemein. Auch von Gemüsebauern.)
  • DavidP38 14.06.2019 20:20
    Highlight Highlight Schaut man auf Google Maps, siehts nach Dürre aus bis auf das Fussballfeld 👌🏼😁
  • Rene Goeckel 14.06.2019 14:51
    Highlight Highlight Nestlé?
  • DavidP38 14.06.2019 13:56
    Highlight Highlight Klingt für mich nach ungezältem Verbrauch. Da hat doch wer die Pipeline angezapft..🤗
  • Makatitom 14.06.2019 13:03
    Highlight Highlight Trinkwasserklau? Fragt mal bei Nestlé
  • Frausowieso 14.06.2019 12:14
    Highlight Highlight Wahrscheinlich ein Messfehler. Irgendwie ist wahrscheinlich eine ganze Häuserkette oder ein Grossverbaucher nicht richtig angeschlossen. Vielleicht sollte man mal den Wasserverbrauch der Haushalte anschauen um nachzusehen, ob irgendwo ein äuffällig geringer Verbrauch aufpoppt.
  • EvilBetty 14.06.2019 10:46
    Highlight Highlight Nestlé hat's geklaut und verdealt jetzt auf der Strasse!
  • Naraffer 14.06.2019 10:24
    Highlight Highlight Mal bei Nestlé nachfragen 😄
  • Bündn0r 14.06.2019 10:11
    Highlight Highlight Wie soll in einem Bachschuttkegel bzw im Rückzugsschotter ein Moor entstehen durch ein wenig Wasser?
    Zur Erinnerung: Die Gemeinde grenzt an die Reuss. Mit einem MQ von 140 m3/s entspricht dies rund dem Monatsdurchfluss.
    30% Verluste sind für eine Wasserversorgung zwar viel, aber nicht unmöglich. Wie unten ersichtlich ist der Mittelwert rund 15%. (geklaut aus den Vorlesungsunterlagen von Prof. Morgenroth, ETH)
    Benutzer Bild
  • pete_957 14.06.2019 10:07
    Highlight Highlight Vor nicht allzu langer Zeit war dieser Beitrag in den Medien:

    https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/lenzburg/erste-aargauer-gemeinden-verbieten-auto-waschen-132875650

    Kurz davor war zu lesen, dass Tägerig den neuen Fussballplatz mit 110'000 Liter Wasser (pro Tag!!!) bewässert...

    Da der "Wasserverlust" in den Vorjahren immer ähnlich hoch war und die Kurve im aktuellen Jahr massiv nach oben zeigt, muss man kein Hellseher sein, um 1+1 zusammenzurechnen ...

    Dass der Gemeinderat nach Ausreden sucht ist einerseits suspekt und zeugt entweder von Naivität oder Inkompetenz...
    • pete_957 14.06.2019 10:18
      Highlight Highlight 40'000'000 Liter / 110'000 Liter pro Tag gibt ziemlich genau 365 Tage..Zufall???
    • p4trick 14.06.2019 15:33
      Highlight Highlight Wie geil ist das denn 😂 könnte mir so gut vorstellen dass die eine Schule vergessen haben über einen Zähler anzuschließen.
    • Thomas Oetjen 14.06.2019 15:43
      Highlight Highlight Cool. Fall gelöst.

      Jetzt wird verhaftet.
  • fidget 14.06.2019 09:53
    Highlight Highlight Das Wasser geht nicht verloren. Es versickert höchstens und bleibt im Wasserkreislauf. Daher finde ich es falsch, wenn man von verlorenem Wasser spricht. Vielleicht gibt es in Tägerig gar kein grösseres Leck. Möglicherweise ist der Wasserzähler defekt und es werden falsche Zahlen ermittelt. Ist ja schon eine ziemlich grosse Menge Wasser, die da aus dem Wasserversorgungssystem verschwand.
    • El_Sam 14.06.2019 12:46
      Highlight Highlight Denke bei "verloren" ist nicht das Wasser an sich gemeint. Sondern die verlorenen Einnahnem.
    • p4trick 14.06.2019 15:35
      Highlight Highlight Jein. Wenn der Wasserabfluss vom Wasserwerk einen Zähler hat und die Summe aller Verbraucher nicht auf diesen Wert kommen dann geht irgendwo Wasser verloren. Aber wahrscheinlich einfach weil ein paar Anschlüsse keinen Zähler haben oder da hat irgend jemand Shift delete und Enter in der Datenbank gemacht 😂
  • DK81 14.06.2019 09:49
    Highlight Highlight ...War durstig, sorry...
  • NocheineMeinung 14.06.2019 09:24
    Highlight Highlight Ganz nüchtern betrachtet: 40 Millionen Liter Trinkwasser sind 40 Tausend m3 Trinkwasser. Preis dafür beträgt etwa 1 Franken für die Zurverfügungstellung und noch etwa 3 Franken für die Abwasserreinigung. Für den Schaden kann man die nicht erbrachte Abwasserbehandlung nicht rechnen, also beträgt der Schaden etwa 40'000 Franken. Dass es nicht so viel ist, heisst nun aber nicht, dass man dem nicht nachgehen muss und die Verschwendung stoppen soll!

    Hinweis: Letztes Jahr war ein heisser,trockener Sommer und man kann Wasseruhren auch manipulieren. Sparpotential 4 Franken pro m3.
    • brico 14.06.2019 15:05
      Highlight Highlight In Tägerig kostet das Frischwasser Fr. 1.50.
  • miggtre 14.06.2019 09:21
    Highlight Highlight Ach.. alles halb so wild. Ist ja nur Wasser, davon haben wir genug.

    Noch.
    • miggtre 14.06.2019 12:20
      Highlight Highlight Ihr seid nicht so empfänglich für Ironie scheint mir 😅
    • Thomas Oetjen 14.06.2019 15:45
      Highlight Highlight Alles halb so wild. Noch haben wir genug Ironie-Verständnis. Noch.
  • johnnyenglish 14.06.2019 08:20
    Highlight Highlight 21% sind normal, aber 31% sind "gewaltig"? Seltsamer Artikel.
    • The Writer Formerly Known as Peter 14.06.2019 11:52
      Highlight Highlight Das hab ich mir auch gedacht. Schon 20% Verlust scheinen mir sehr viel zu sein.
  • DerTaran 14.06.2019 08:18
    Highlight Highlight Ich glaube ja an einen Messfehler.
  • Aurum 14.06.2019 08:09
    Highlight Highlight 120Milliarden Liter Wasser = 120Mm^3 Wasser
    Der Rhein führt aktuell 776m^3 Wasser/Sekunde.
    120Mm^3/s / 776m^3 = 154639s
    154639s entsprechen knapp 43h.

    In einem Jahr geht so viel Trinkwasser verloren, wie im Rhein in ca. 43 Stunden abfliesst (und das nur in der Schweiz). Jeder der mal am Rheinfall war, weiss was das für eine riesen Menge ist, holy sh**. (Und aktuell führt der Rhein übermässig viel Wasser.)

    Okay auf den Fall Tägering mit 40ML/s darf man dem Rheinfall knapp 52 Sekunden zugucken, was noch immer ziemlich viel ist, was zwischen Reservoir und verbraucher verloren geht.
    • Eric Lang 14.06.2019 08:35
      Highlight Highlight Toll gerechnet, nur das Wasser ist ja nicht weg oder gar verloren.
      Es wurde nur nicht der Wasserversorgung bezahlt.
    • LibConTheo 14.06.2019 08:53
      Highlight Highlight @Aurum:

      Alt + 0178 = ²
      Alt + 0179 = ³

      ;)
    • MacB 14.06.2019 09:20
      Highlight Highlight Toller Vergleich, danke :)
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  • *sharky* 14.06.2019 08:05
    Highlight Highlight Da wird irgendwo Geld gewaschen... im grossen Stil...
    Vogel könnte sich ja mal zuerst bei den örtlichen Banken erkundigen. :)

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