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Anonymes Schreiben – Spreitenbach verzichtet nach Drohungen auf Festredner Roger Köppel

31.07.2022, 19:50

Im aargauischen Spreitenbach findet die öffentliche Bundesfeier am 1. August nach Gewaltdrohungen ohne den Festredner und Zürcher SVP-Nationalrat Roger Köppel statt. Dies entschied der Gemeinderat. Er hielt die Sicherheit der Gäste sowie jene von Köppel für gefährdet.

Am Freitag sei bei der Gemeindeverwaltung ein anonymes Schreiben mit konkreten Gewaltdrohungen eingegangen, teilte die Gemeinde Spreitenbach am Sonntag mit. Sie reichte Strafanzeige gegen Unbekannt ein und analysierte die Lage zusammen mit der Polizei.

Auch mit umfassenden Sicherheitsmassnahmen hätte auf dem offenen Platz vor dem Gemeindehaus kein gewünschter Schutz erreicht werden können, hiess es in der Mitteilung. Ein Wechsel des Veranstaltungsorts kam für den Gemeinderat nicht in Frage.

SVP-Nationalrat Roger Köppel.
SVP-Nationalrat Roger Köppel.Bild: keystone

Der Gemeinderat bedauerte den Entscheid «ausserordentlich». Er verurteilte zudem das Drohschreiben «in aller Form». Anonyme Schreiben seien feige und stünden «im totalen Widerspruch» zu den Werten, die am Nationalfeiertag gefeiert würden.

Der polarisierende Nationalrat und «Weltwoche»-Verleger Köppel war von der Gemeinde im vergangenen Jahr für die Festrede am diesjährigen 1. August eingeladen worden. Jüngst lehnten Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde aber den geplanten Auftritt des als «Putin-Verstehers» kritisierten 57-Jährigen ab.

Der Gemeinderat äusserte sich erstaunt darüber, dass Menschen selbst vor Gewaltdrohungen nicht zurückschrecken würden. «Der Gemeinderat war überzeugt, dass die Spreitenbacher am Schluss so tolerant wären, auch andere Meinungen zuzulassen und sich vielleicht ein eigenes Bild vor Ort machen würden.»

In Spreitenbach ist es laut Angaben der Gemeinde Tradition, dass Festredner unterschiedlichster Couleur am Nationalfeiertag eine Rede halten. Letztes Jahr trat SRF-«Arena»-Moderator Sandro Brotz auf. (sda)

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226 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pandabaer2
31.07.2022 19:54registriert Oktober 2021
Ob Berset oder Köppel oder Funiciello
Gewaltdrohungen haben keine davon verdient. In einer Demokratie muss es Platz haben für andere Meinungen.
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Lowend
31.07.2022 20:00registriert Februar 2014
Ich verurteile diesen anonymen Feigling noch viel mehr, als ich den bekannten Brandstifter verurteile, denn eines muss man Köppel zugutehalten. Er zeigt wenigstens seine wahre Fratze, wenn er sein Verständnis für Massenmörder zeigt oder Häme, Hass und Hetze gegen alles und jedes verbreitet und die Schweizer gegeneinander aufhetzt.
18754
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mrmikech
31.07.2022 20:03registriert Juni 2016
"Anonyme Schreiben seien feige und stünden «im totalen Widerspruch» zu den Werten, die am Nationalfeiertag gefeiert würden."

Köppel steht auch im totalen widerspruch zu den werten die am nationalfeiertag gefeiert werden. Er würde die Schweiz einfach Trump oder Putin übergeben.
200102
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