Die Schweiz setzt sich aus 2131 Gemeinden zusammen. Bei Abstimmungen lassen sich auf dieser Ebene Unterschiede besonders gut herausarbeiten. Deshalb haben wir euch die schnellsten, langsamsten und extremsten Gemeinden der Abstimmungen im Juni 2024 herausgesucht:
Erneut schlägt eine Aargauer Gemeinde zu: Die Gemeinde Beinwil publizierte ihre Resultate sogar noch vor 12 Uhr. Das ist in der Schweiz eigentlich verboten. Doch immer wieder widersetzen sich einige Aargauer Kleinstgemeinden dieser Regelung und publizieren die Resultate, sobald sie da sind.
Die langsamste Gemeinde befindet sich – wie in den meisten Fällen – im Kanton Zürich. Bei der Abstimmung im Juni warteten die Statistikerinnen und Statistiker der Schweiz aber nicht auf einen Stadtkreis: Die Gemeinde Zollikon vermeldete ihr Resultat als Letztes.
Doch welche Gemeinden haben denn am stärksten für oder gegen die nationalen Initiativen und das Stromgesetz gestimmt? Es sind diese hier:
Courtedoux im Jura nahm die Initiative mit über 88 Prozent der Stimmen an. In der Gemeinde Berken im Oberaargau kommt sie hingegen nur gerade auf knapp 14 Prozent Ja-Stimmen. Hier stimmten nur gerade drei Personen Ja.
Am meisten Zustimmung erfuhr die Initiative der Mitte in der Gemeinde Cerentino im Tessin. Hier stimmten 20 dafür und nur 4 dagegen (83 Prozent Zustimmung). Am unbeliebtesten war diese Initiative hingegen in Mauraz in der Waadt. Hier stimmten nur gerade 9 Prozent der Stimmenden dafür.
Cerentino ist ebenfalls die Gemeinde mit der höchsten Zustimmung zur Initiative der «Freiheitlichen Bewegung Schweiz». Hier stimmten 73 Prozent für eine Annahme. In Fiez im Nordjura hingegen kam die Initiative nur gerade auf 3 Prozent der Stimmen.
Insgesamt stimmten nur 33 Gemeinden für eine Annahme der Initiative. Die grössten sind das Muotathal (SZ), Unteriberg (SZ) und Buchholterberg (BE).
Das neue Stromgesetz wurde in der Schweiz deutlich angenommen. Am aller deutlichsten geschah dies in der Gemeinde Kammersrohr im Kanton Solothurn. Hier stimmten gar fast 90 Prozent der Stimmenden dafür. Am unbeliebtesten war dieses Gesetz hingegen in der Gemeinde Mettembert im Kanton Jura. Hier stimmten fast 80 Prozent dagegen.
Die politisch engagierteste Gemeinde des Sonntags liegt im Kanton Schaffhausen. Es ist die Gemeinde Rüdlingen. Hier sind 77 Prozent (445 Personen) der Stimmberechtigten an die Urne gepilgert und haben ihre Stimme abgegeben. Am wenigsten interessiert haben die Abstimmungen im Juni in der Gemeinde Hospental in Uri. Hier haben es gerade einmal ein Viertel aller Stimmberechtigten an die Urne geschafft.
Nicht ganz so ernst nahmen es fünf Einwohner in der Gemeinde Bosco/Gurin aus dem Tessin. Hier legten nämlich fünf von 21 Personen einen ungültigen Stimmzettel ein und bescheren ihrer Gemeinde damit mit 21 Prozent den höchsten Anteil an ungültigen Stimmen.
Von dem her wäre diesbezüglich noch der höchste Wert ausserhalb von Schaffhausen interessant.