Schweiz
Abstimmungen 2024

Abstimmung in der Schweiz im März: Die speziellsten Gemeinden

Das waren die schnellsten, langsamsten und speziellsten Gemeinden am Abstimmungssonntag

Der erste Abstimmungssonntag des Jahres ist in den Büchern. Der AHV-Ausbau wurde gutgeheissen, das höhere Rentenalter nicht. Nun werfen wir einen Blick in die Gemeinden.
03.03.2024, 18:5503.03.2024, 19:12
Jelle Schutter
Jelle Schutter
Folge mir
Mehr «Schweiz»

Die Schweiz setzt sich aus 2131 Gemeinden zusammen. Bei Abstimmungen lassen sich auf dieser Ebene Unterschiede besonders gut herausarbeiten. Deshalb haben wir euch die schnellsten, langsamsten und extremsten Gemeinden der Abstimmungen im März 2024 herausgesucht:

Die schnellsten Gemeinden

Den Abstimmungssonntag lanciert haben wieder einmal die Aargauer Gemeinden. Die Resultate aus Ennetbaden, Fislisbach, Mönthal, Oberkulm, Oberrüti und Zeihen wurden bereits vor 12 Uhr veröffentlicht. Der Grund dafür ist, dass hier die Urnen jeweils bereits um 10 Uhr schliessen. Grundsätzlich wäre aber eine Veröffentlichung von Abstimmungsresultaten vor Mittag untersagt.

Die langsamste Gemeinde

Den Schlusspunkt setzte am Sonntag der Stadtzürcher Kreis 9, also Altstetten. Das Resultat wurde hier erst um 16.42 Uhr auf der Kantonswebseite publiziert.

Die extremsten Gemeinden

Doch welche Gemeinden haben denn am stärksten für oder gegen die beiden nationalen Initiativen gestimmt? Es sind diese hier:

13. AHV-Initiative

Die höchste Zustimmung zur 13. AHV-Rente fand man diesen Sonntag in einer Gemeinde des Kantons Jura. Konkret in Les Enfers. Hier stimmten nur gerade drei Personen gegen die Initiative und 61 dafür. Das ergibt einen Ja-Anteil von über 95 Prozent.

Am wenigsten Zustimmung fand die Initiative «Für ein besseres Leben im Alter» in der Gemeinde Isenthal im Kanton Uri. Hier stimmten nur gerade 39 von 200 Stimmenden (19,5 Prozent) dafür.

Renteninitiative

Zuschauer verfolgen auf einem Huegel das Spiel im Schweizer Fussball Cup 1/16 Final Spiel zwischen FC Goldstern und den Grasshopper Club Zuerich, am Samstag, 17. September 2022, auf der Sportanlage Br ...
In Bremgarten bei Bern könnte sich ein Fehler eingeschlichen haben.Bild: keystone

Die Renteninitiative scheiterte krachend an der Urne. Fast 75 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer lehnten sie ab. Tatsächlich gab es laut den Daten nur gerade eine Gemeinde, die die Initiative angenommen hat: Bremgarten bei Bern. Hier sollen über 70 Prozent (über 1500 Stimmende) Ja gesagt haben. Ein Blick in vergangene Abstimmungen der Gemeinde legen aber einen Fehler nahe. Die Ja- und Nein-Stimmen könnten vertauscht worden sein.

Die Verantwortlichen waren am Sonntagabend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die tiefste Zustimmung erfuhr die Initiative in der Gemeinde Rebévelier im Berner Jura. Hier stimmten 19 Personen dagegen und keine einzige dafür.

Die engagierteste Gemeinde

Die politisch engagierteste Gemeinde des Sonntags liegt im Wallis. Es ist die Gemeinde Ergisch. Hier sind 85 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne gepilgert und haben ihre Stimme abgegeben. Am wenigsten interessiert haben die Abstimmungen im März in der Gemeinde Schelten im Berner Jura. Hier haben es gerade einmal 37 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne geschafft.

Die schludrigste Gemeinde

In der Gemeinde Santa Maria in Calanca im Kanton Graubünden nahm man es diesen Sonntag nicht ganz so genau mit dem Ausfüllen des Stimmcouverts. 12 Prozent der Stimmzettel aus dieser Gemeinde mussten als ungültig erklärt werden. In absoluten Zahlen waren es 8 von 67.

Die kleinste Gemeinde

Die Stadt Zuerich mit dem Zuerichsee, hinten, und dem Primetower, rechts, von der Waid auf dem Hoenggerberg am fruehen Morgen in der Daemmerung, am Montag, 5. Februar 2024 in Zuerich. (KEYSTONE/Michae ...
In der Stadt Zürich gingen die meisten Stimmzettel ein, doch welches ist die kleinste Gemeinde?Bild: keystone

Am wenigsten Stimmzettel eingegangen sind in der Gemeinde Kammersrohr. In der Kleinstgemeinde (32 Einwohner) aus dem Kanton Solothurn wurden am Sonntag nur gerade 17 Stimmzettel abgegeben. Auf der anderen Seite dieser Liste befindet sich die Stadt Zürich mit über 139'352 Stimmzetteln.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz
1 / 17
Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz
Bundesbeschluss über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
Abgestimmt am: 06.12.1992
Ergebnis: abgelehnt
Stimmenunterschied: 23'836
quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Odermatt versetzt alle ins Staunen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
28 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Berner in Zürich
03.03.2024 19:25registriert August 2016
Unter dem Strich spielen all diese Erkenntnisse keine Rolle. Eine Mal mehr wurde derCH Demokratie genüge getan.
Am schlimmsten finde ich das Gejammer nach Abstimmungen und Wahlen.
Das Volk hat gemessen, gewogen und abgestimmt.
Ende.
Wer reklamiert hat ein Problem mit unserer Demokratie.....?! also bewege dich und mach eine Initiative nach deinem Gusto. Du wirst gemessen, gewogen.....
8414
Melden
Zum Kommentar
avatar
Nordkantonler
03.03.2024 21:37registriert September 2020
"Grundsätzlich wäre aber eine Veröffentlichung von Abstimmungsresultaten vor Mittag untersagt."

Schon gut wenn es Regeln gibt, deren Missachtung aber keinerlei Konsequenzen hat
494
Melden
Zum Kommentar
avatar
Fairness
03.03.2024 20:11registriert Dezember 2018
Das war ein Schuss vor den Bug der Bürgerlichen und der Wirtschaft. Nein gestimmt haben primär die reichen Gemeinden. Goldküste, oberer Zugersee/Schwyz,, Zug usw. Sie täten gut daran, dies ernst zu nehmen und allen fairere Löhne zu bezahlen. Sonst kommen weitere Quittungen.
4214
Melden
Zum Kommentar
28
Die Schweiz soll der Ukraine bei Luftabwehr-Systemen den Vortritt lassen
Was ist wichtiger: der Ukraine im Kampf gegen Putin indirekt beizustehen oder die eigene Armee rasch aufzurüsten? Bei der Luftabwehr kommt's zum Zielkonflikt – und die Schweiz steckt mittendrin.

Unablässig greift die russische Armee ukrainische Städte mit Drohnen und Raketen an. Der Verteidigungsschirm ist löchrig, die Angriffe fordern in der Zivilbevölkerung viele Opfer. Mit steigender Dringlichkeit fordert Präsident Wolodimir Selenski vom Westen die Lieferung von Luftabwehrsystemen, namentlich vom Typ Patriot, der als sehr effizient gilt.

Zur Story