Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Neue Schwachstellen entdeckt: AKW Beznau wochenlang offline

Bei einer Kontrolle des Reaktor-Druckbehälters wurden Schwachstellen entdeckt, der erste Block bleibt bis Ende Oktober ausser Betrieb. Mitte August wird auch der zweite Reaktor abgeschaltet – dies verursacht Kosten von 50 Millionen Franken.

Fabian Hägler / Aargauer Zeitung



Ein Artikel der

Ursprünglich sollte die Revision des ersten Reaktorblocks im ältesten Atomkraftwerk der Welt, das AKW Beznau, von März bis Juli dauern. Doch im Mai zeigte sich: Der neue Deckel passte nicht auf den Druckbehälter, die Betreiberfirma Axpo rechnete damals mit einer Verzögerung von rund zwei Wochen.

ZU DEN STRAFANZEIGEN DES ENSI WEGEN LOECHERN IM BETON NACH GREENPEACE-AKTION  IN BEZNAU UND WEGEN BOHRLOECHERN IM AKW LEIBSTADT STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 6. NOVEMBER 2014, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Ein Transparent mit der Aufschrift

Bild: KEYSTONE

Doch nun bleibt der Reaktor bis Ende Oktober ausgeschaltet. Grund dafür sind Unregelmässigkeiten im Material des Druckbehälters, die laut Mitteilung der Axpo bei einer Ultraschall-Kontrolle festgestellt wurden. Ob es sich bei den Unregelmässigkeiten um Lufteinschlüsse, Verunreinigungen oder Materialveränderungen handelt, ist noch offen.

Die Verantwortlichen des Kraftwerks gehen aber davon aus, dass die Schwachstellen bereits bei der Herstellung des rund 10 Meter hohen und 18 Zentimeter dicken Druckbehälters vor mehr als 45 Jahren entstanden sind.

50 Millionen Franken Schaden

Inzwischen hat die Axpo die Atomaufsichtsbehörde informiert, beim eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi wurde ein vorläufiger Messbericht eingereicht.

ARCHIV --- ZUR FORDERUNG DER GRUENEN PARTEI, DAS AKW BEZNAU ABZUSCHALTEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Greenpeace-Aktivisten haengen Transparente mit der Aufschrift

Greenpeace hat das AKW Beznau schon länger im Auge. Bild: KEYSTONE

«Aufgrund der bisher vorliegenden Erkenntnisse bestehen aus unserer Sicht keine Vorbehalte für einen weiteren sicheren Betrieb von Block 1», schreibt die Axpo in ihrer Mitteilung. Dennoch bleibt der Reaktor vom Netz, bis das Ensi grünes Licht für die Wieder-Inbetriebnahme gibt.

Auch der zweite Reaktorblock soll in den nächsten Wochen auf mögliche Unregelmässigkeiten geprüft werden. Deshalb wird er früher vom Netz genommen, als ursprünglich geplant.

Bereits ab Mitte August dürften beide Reaktoren in Beznau abgeschaltet sein. Das Atomkraftwerk wird also wochenlang keinen Strom produzieren – mit entsprechenden finanziellen Folgen.

«Mit der Verlängerung der Revision werden Kosten von bis zu 50 Millionen entstehen», sagt Axpo-Mediensprecher Antonio Sommavilla auf Anfrage. Dies einerseits durch die aufwändigen Abklärungen und andererseits durch den Ausfall der Einnahmen aus dem Stromverkauf.

 (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

16-Jähriger stirbt bei Unfall bei Schwarzsee FR

In der Nähe von Schwarzsee FR ist am Mittwochmittag ein Automobilist von der Strasse abgekommen und mit voller Wucht in Bäume geprallt, welche sich einige Meter unterhalb der Strasse befinden. Der 16-jährige Beifahrer starb.

Wie die Freiburger Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte, wurde der Jugendliche zuerst schwer verletzt per Helikopter in ein Spital geflogen. Dort erlag er aber seinen Verletzungen. Der 20-jährige Autolenker wurde nicht verletzt, stand aber unter Schock und wurde von …

Artikel lesen
Link zum Artikel