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Analyse

Migros ohne Plastik-Einweggeschirr: Entscheidend ist unser Verhalten, nicht das Material

Roman Schenkel schreibt in seiner Analyse zum Plastik-Entscheid der Migros: «Die Vorteile von Plastik gehen in der aktuellen Diskussion komplett unter.»

Roman Schenkel / ch media



Auf die Plastiksäcklein, die Plastikröhrli, die Plastikfolien um die Bücher folgt nun das Einweggeschirr aus Plastik. Die Migros sortiert bis Ende Jahr sämtliches Plastikeinweggeschirr aus und ersetzt es mit ökologischeren Alternativen. Die Umstellung erfolge «rollierend», damit kein bestehendes Material weggeworfen werden muss. Das Wegwerfen überlässt die Migros lieber ihrer Kundschaft, nachdem sie ihnen die Restposten verkauft hat.

ARCHIV - ZUR MELDUNG DER STAENDERAETLICHEN UMWELTKOMMISSION ZUR PLASTIKVERSCHMUTZUNG, AM MITTWOCH, 3. APRIL 2019 - Food in plastic trays and plastic cuttlery pictured in Zurich, Switzerland, on May 29, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Gibt es in der Migros künftig nicht mehr: Einweggeschirr aus Plastik. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

Nichtsdestotrotz. Gegen den Entscheid der Migros ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Die Detailhändlerin kann dadurch den Verbrauch von Plastikmaterial gemäss eigenen Angaben bis Ende 2020 um 560 Tonnen vermeiden. Und überhaupt, Plastik zu verbannen, das entspricht dem Zeitgeist. In den sozialen Netzwerken wird der Entscheid begrüsst. Man ist sich rundum einig: Plastik ist schlecht. Plastik ist böse. Das Material gehört aus den Regalen der Detailhändler verbannt! Schliesslich braucht Plastik Hunderte Jahre, um zu verrotten, tötet Tiere und zerstört ganze Ökosysteme.

Für die Detailhändler ist es einfacher, zu erklären, welche Produkte sie von Plastik befreien oder welche Produkte sie aus dem Sortiment kippen, als zu rechtfertigen, weshalb es Sinn macht, eine Gurke mit einer Folie einzupacken. Deshalb verkündet die Migros den Ausstieg aus dem Plastikeinweggeschirr öffentlichkeitswirksam. Ganz nach dem Motto: Tue Gutes und sprich darüber.

Plastik ist in der Lebensmittelindustrie nicht wegzudenken

Wer jedoch öffentlich etwas Gutes über Plastik sagt, der riskiert schon fast einen Shitstorm. Plastik hat ein Imageproblem. Die Vorteile des Materials gehen in der aktuellen Diskussion komplett unter. Dabei ist Plastik in der Lebensmittelindustrie kaum mehr wegzudenken. Plastik ist ideal, um Lebensmittel frischzuhalten und hygienisch zu verpacken. Grillwürste zum Beispiel werden eingeschweisst, damit kein Fett nach aussen tritt, das Fleisch nicht austrocknet und Keime nicht ins Innere gelangen. Die in Plastik eingeschweisste Biogurke hält deutlich länger als unverpacktes Gemüse. Die Chips bleiben in der Plastiktüte, die das Aroma drinnen und die Luftfeuchtigkeit draussen hält, lange knackig.

Plastik verhindert also, dass Lebensmittel früher weggeschmissen werden müssen. Hinzu kommt, dass Alternativmaterialien oft nicht mithalten können. Von Mehrwegbechern aus Bambus etwa, schreibt die Stiftung Warentest, solle man die Finger lassen (sic!). Der Test ergab, dass aus mehr als der Hälfte der getesteten Becher eine sehr hohe Menge Melamin ins Getränk übergehe.

Mehr den Inhalt betrachten als die Verpackung

Das Versteifen auf die Plastikfrage ist in der Schweiz, in der die Entsorgung sehr gut funktioniert, falsch. Plastik landet bei uns in der Verbrennungsanlage, PET-Flaschen landen im Recycling. Statt sich auf Plastik einzuschiessen oder sich für das Verbannen von Plastikmaterial zu loben, sollten wir uns viel mehr über den mit Plastik verpackten Inhalt Gedanken machen. Oft ist die Ökobilanz des Inhalts deutlich schlechter als diejenige der Verpackung. Die Frage, ob man künftig keine Biogurke aus Marokko kaufen soll, ist noch relativ einfach zu beantworten. Deutlich unbequemer wird es, wenn es um den Konsum von Fleisch oder Milch geht.

Und schliesslich ist da noch unser Verhalten. Das Problem ist nicht das Material, sondern das Wegwerfen an sich. Würde es die Migros ernst meinen, würde sie Einwegprodukte «rollierend» auslaufen lassen und durch Mehrwegprodukte ersetzen. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 11.02.2020 12:30
    Highlight Highlight "Das Versteifen auf die Plastikfrage ist in der Schweiz, in der die Entsorgung sehr gut funktioniert, falsch. Plastik landet bei uns in der Verbrennungsanlage, PET-Flaschen landen im Recycling. "

    Warum sind denn unsere Böden und Äcker ebenfalls stark durch Mikroplastik belastet?
    Ausserdem finde ich, Plastik zu verbrennen, nicht die erstrebenswerte Lösung.
  • Mülltonne 11.02.2020 11:56
    Highlight Highlight Jeder ist selber für sein verhalten verantwortlich, aber die Migros beeinflusst unser verhalten.
    Ich finde es gut 🤙
  • ravendark 11.02.2020 10:47
    Highlight Highlight Ich sehe kein Problem, bei jeder Party das eigene coole, unglaublich ansprechende, persönliche Plastikgeschirr mitzunehmen, danach zu reinigen und wieder nach Hause zu nehmen. Das gleich übrigens auch im Geschäft für's zMittag.
    Nicht, was kann die Migros für mich tun - was kann ich für die Umwelt tun. Verschtosch.
  • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 11.02.2020 09:25
    Highlight Highlight Klar entscheidet der Mensch, der Konsument, sein Verhalten. Deshalb gibt es auch ja auch keine Umweltprobleme.
  • troop5444 11.02.2020 09:16
    Highlight Highlight Während in den Städten über die Rettung der Umwelt diskutiert wird, steigt der Absatz von Convenience Produkten, grossen Autos und Kleidern.

    Mein Vater und Grossvater haben sich nie um Umweltdiskussionen geschert; aber als Bauern zu jeden Zeitpunkt umweltfreundlicher gelebt als die dekadente Stadtbevölkerung: Nur alte kleine Autos, keine Flugferien, das Wasser abstellen zum einseifen etc. Einwegverpackte Getränke und Mahlzeiten schon gar nicht.

    Der heutige Luxus geht nicht nachhaltig für so viele Menschen.
  • KrasseChecker 11.02.2020 09:12
    Highlight Highlight Der Autor scheint sich wirklich noch nie mit der Thematik befasst zu haben. Ich erkläre es gerne in Kurzform. Es geht nicht um die Ökobilanz oder die Lebewesen die sterben - dafür wird man einfacher Vegetarier oder Veganer. Es geht darum, dass diese Ressource ENDLICH ist. Das bedeutet, lieber Autor, dass das Zeug nicht nachwächst bzw. Erst nach über 100'000 Jahren und die aktuellen Vorkommen reichen für 90 weitere Jahre. Wenn wir also Würste einpacken, dann kann das die Folgegeneration noch knapp machen, aber danach ist sowieso schluss. Diese Strategie ist also alles andere als nachhaltig!
    • troop5444 11.02.2020 19:48
      Highlight Highlight Als ob es das grösste Problem wäre, dass wir irgendwann wohl wieder mit dem Körbchen einkaufen müssen. 😂

      Der Wohlstandsverlust nach dem Ende der billigen fossilen Energien, und, wie die Menschheit damit umgeht, würde mir weit mehr sorgen machen.
  • barbablabla 11.02.2020 09:09
    Highlight Highlight Und gleichzeitig bietet die Migros Erdbeeren aus Spanien im Februar an. Eingepackt in Plastikschale und einer zusötzlichen Plastikfolie rundherum. Ökobilanz?
    • troop5444 11.02.2020 19:50
      Highlight Highlight Nicht schlimmer als Schweizer womöglich. Transport wird stark überschätzt.
  • Kiro Striked 11.02.2020 08:48
    Highlight Highlight Solange die Migros und Co. nur "milimeter" Schrittli machen, so quasi "1 Produkt pro Jahr damit die Grünen den Mund halten" und alle rufen "JAAA toll Migros, eins Schritt in die richtige Richtung" wird sich auch nichts verbessern.

    Es ist 1 Schritt von Hunderttausenden, den die Migros (und Co.) in die Richtige Richtung machen muss...

    Man kann z.b. Fertig in SCHEIBEN Geschnittene Rüebli kaufen... Vakuumverpackt...

    https://produkte.migros.ch/annas-best-karotten-gekocht

    Das ist einfach nur Heuchelei. Vom Konsumenten, und von der "umweltfreundlichen" Migros. Fertig aus.
  • Evan 11.02.2020 08:33
    Highlight Highlight Das Problem ist halt, dass man dasterial im Gegensatz zum Verhalten zuverlässig beeinflussen kann.
    • Evan 11.02.2020 08:37
      Highlight Highlight * das Material
  • Heinzbond 11.02.2020 08:13
    Highlight Highlight Ich kann dem Autor recht geben was das Verhalten angeht, Beispiel biogurke Marokko. Was ich aber schlimm empfinde ist eben auch das a) selbst in der sauberen Schweiz viel zu viel Plastik nicht im Müll landet sondern in der Natur. Und b) die Vielfalt der Plastik Sorten, Farben und so weiter... Ausser pet unter Umständen ist nichts davon recycelbar. Und nein thermisches Recycling ist was es ist, verbrennen... Der Wahnsinn das jede Firma ihr eigenes Rezept für Plastik zu haben scheint muss aufhören...
  • DocShi 11.02.2020 07:55
    Highlight Highlight Man sollte auch nicht vergessen dass es verschiedene Plastiken gibt. Man sollte vielleicht auch mal darüber kommunizieren welche Plastiksorte wiederverwertbar ist. Da gibt es nicht nur Pet.
    Ein Artikel darüber wäre imho nützlich.
    • Gianini92 11.02.2020 08:59
      Highlight Highlight Die Schweiz recyclet aus gutem Grund nur PET. Studien haben gezeigt, dass es ökologisch deutlich ineffizienter ist jeglichen Plastikmüll zu recyclen. Die verschiedenen Arten maschinell zu sortieren ist eine riesige Herausforderung, da oft verschiedene Plastikarten vermischt sind in einem Produkt. Eine Maschine kann z.B. einen Aufkleber nicht entfernen oder einen Deckel abschrauben sofern nicht alles einheitlich ist.
  • Ziasper 11.02.2020 07:47
    Highlight Highlight Danke. Und jetz mal ein Artikel über die Ökobilanzen verschiedener Verpackungsmaterialien. Dann würden viele Plastikverteufler vom Hocker fallen.
  • THEOne 11.02.2020 07:15
    Highlight Highlight es grenzt schon fast an heuchelei, dass migros jetzt einen auf umweltbewusst macht.
    migros ist aber bei weitem nicht allein. alleine was bei uns in der firma an verpackungsmüll anfällt, da krieg ich teilweise schreikrämpfe, wenn ich sehe wie das verpackt wurde.
    kleines bsp. das ding ist 130×80mm breit für 3 schrauben. brauchen wir oft....
    inzw. haben wir 200 schrauben im baumarkt gekauft in kartonschächteli die genau gleich sind
    Benutzer Bild
    • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 11.02.2020 09:35
      Highlight Highlight Die Migros wurde kürzlich von der Ratingagentur ISS-Oekom unter 150 Konkurrenten zum nachhaltigsten Detailhändler der Welt gekürt. Klar macht die Migros nicht alles perfekt, aber offenbar besser als die Konkurrenz. Auch Coop wurde ausgezeichnet. Coop und Migros sind die beiden nachhaltigsten Grossverteiler der Welt. Das zeigt, dass Schweizer Detailhändler ihre Verantwortung im internationalen Vergleich durchaus wahrnehmen.
  • Matrixx 11.02.2020 06:46
    Highlight Highlight Plastik ist nicht das Problem, unser Umgang mit Plastik ist das Problem.
    Vieles wäre in unserer modernen Welt ohne Plastik gar nicht denkbar.

    Vielleicht sollte man sich eifach überlegen, ob man Einweg braucht. Einweg ist (fast) immer die schlechteste Option, unabhängig vom Material.
    • ravendark 11.02.2020 10:54
      Highlight Highlight Ich finde, es ist wie mit der Hitparade. Die meisten Leute konsumieren das, was in der Hitparade ist.
      Also kaufen die Leute auch das, was angeboten wird.
      Es wird aber viel über Verpackungen geredet - Nachbarn, Familie, Freunde usw. das ist sehr sehr gut.
      Wenn sich nun eine Grossfirma ein tolles Konzept einfallen lässt, dann gibt es ganz sicher mehr Umsatz und mehr Schutz für die Umwelt.
      Im Kleinen gibt's das ja schon - Läden, ohne Verpackungen. Super !
  • Bouben17 11.02.2020 06:41
    Highlight Highlight Es gibt bereits die Möglichkeit Plastik umweltschonend zu entsorgen, und damit meine ich nicht in den Abfall schmeissen. Denn in der Schweiz ist der Aufwand unseren Kehricht nach Plastik zu untersuchen und zu trennen viel zu gross und so landet alles zusammen in der Kehrichtverbrennung. Plastik muss separat aufbewahrt werden und an spezielle Einrichtungen abgegeben werden, so geht Recycling. Machen das seit einem guten Monat und verbrauchen viel weniger an Abfallsäcken! Informiert euch doch über diese Alternativen in eurer Nähe. Es ist ein kleiner Aufwand für eine bessere Zukunft :)
    • Pümpernüssler 11.02.2020 07:52
      Highlight Highlight und von da wird es dann nach china verschifft
    • Heinzbond 11.02.2020 08:16
      Highlight Highlight Was und besser wie wird recycelt? Plastik wird verbrannt... Das ist kein Recycling...
    • Dan Rifter 11.02.2020 08:25
      Highlight Highlight Zu diesem Thema gabs schon zig Studien und Artikel.
      Der positive Effekt von Plastikrecycling zuhause ist minim. Schon wenn du die Behälter kurz mit heissem Wasser abwäschst oder deinen Plastikmüll mit dem Auto zu einer separaten Sammelstelle bringst, machst du "hinderschi".

      Der benötigte Platz im Abfall aber ein Argument.. vor unserem Umzug handhabten wir es wie ihr, da wir gleich neben einem Recyclinghof wohnten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mira Bond 11.02.2020 06:22
    Highlight Highlight Die Menge an Plastikverpackungen hat in vielen Läden und auch in der Migros in den letzten Jahren massiv zugenommen. Ein Stück Torte war früher in Karton eingepackt, jetzt in einem dicken Plastikbehälter...wieso?
    • murrayB 11.02.2020 07:36
      Highlight Highlight Es hat damit zu tun, dass es auch mehr Menschen gibt und mehr Menschen die sich was leisten können...
    • Maragia 11.02.2020 08:38
      Highlight Highlight Mira Bond: Liest du oben. Länger haltbar... Wahrscheinlich war diese im Karton eben nur kurz haltbar. In Plastik länger was zu weniger Abfall führt.
    • DasGlow 11.02.2020 08:38
      Highlight Highlight Nur weil sich mehr Menschen ein Stück Torte leisten können wird aus einem Karton eine Plastikverpackung!? Wo ist da der Zusammenhang?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Redback 11.02.2020 06:14
    Highlight Highlight Sollte man nicht lieber die Menschen bestrafen welche den Plastik einfach auf die Strasse oder sogar ins Meer werfen? Wenn das ganze sauber entsorgt werden würde und nicht einfach nur vergraben wird, aus den Augen aus dem Sinn, würde das alles auch anders aussehen.
    • Clife 11.02.2020 08:16
      Highlight Highlight Nayah also das Plastik, welches ins Meer geworfen wird, kommt auch oft aus dem Westen nach Osten. „Auslagerung“. Deswegen müsste dann auch jeder bestraft werden.
  • Raffaele Merminod 11.02.2020 06:12
    Highlight Highlight Ich finde Plastik auch ein tolles Material, aber dennoch haben wir es damit übertrieben.
    Brauchen wir wirklich Coffee to Go? Ich trinke den Kaffee lieber aus einer echte Tasse.
    Brauchen wir Duschgel und Flüssigseife? Stückseife verursacht kaum Abfall, ist ergiebiger und günstiger.
    Es gibt noch viele solcher Beispiele. Plastik hat leider das Wegwerfen gefördert.
    Das bei uns das meiste Plastik nicht in der Natur landet, sondern in die Kerrichtverbrennung, ist zwar gut, aber Recycling wäre viel besser.
    • Heinzbond 11.02.2020 08:14
      Highlight Highlight Geh mal im Wald spazieren, es landet auch hier viel zu viel in der Natur von dem Zeug...
    • Raffaele Merminod 11.02.2020 11:09
      Highlight Highlight @Heinzbond: Im Vergleich zu anderen Ländern ist es bei uns weniger schlimm. Darum geht es aber bei meinem Kommentar überhaupt nicht.
  • TheRealDonald 11.02.2020 06:11
    Highlight Highlight Ja, ohne Kunststoffe wäre unser Leben um einiges komplizierter. Das Problem ist aber nicht nur der Plastik in der Natur, sondern dass viele Kunststoffe aus Erdöl hergestellt werden. Beim Verbrennen in der KVA entstehen riesige Mengen von CO2. Also hilft so oder so nur ein massvoller und vernünftiger Einsatz von Einweg-Plastik - so wenig wie möglich. Solange keine nachhaltigen Materialien („biologische Kunststoffe“) verwendet werden, ist das der einzige Weg.
  • Austin Powers 11.02.2020 06:05
    Highlight Highlight Endlich einer des es schwarz auf weiss aufzeigt. Solange ich den Plastikabfall fachgerecht entsorge und nicht in der Landschaft verteile, brauche ich auch kein schlechtes Öko-Gewissen zu haben. Denn bei uns wird das Zeugs so gut recycelt.
    • TheRealDonald 11.02.2020 06:42
      Highlight Highlight Der grösste Teil der Kunststoffe wird nicht wiederverwertet, sondern landet im Abfall. Und Plastik verbrennen heisst Erdöl verbrennen. Soviel zum guten Öko-Gewissen.
    • saukaibli 11.02.2020 07:25
      Highlight Highlight Bei uns wird schon mal gar kein Kunststoff recycelt. Bis vor Kurzem wurde gesammelter Kunststoff nach China verschifft und da teilweise recycelt. Nur haben die Chinese aufgehört unseren Plastikmüll zu importieren, was also nun? Da recycelter Kunststoff ein wenig teurer ist als neuer und die Konsumenten ja nichts zahlen wollen, lohnt sich das Recycling kaum. Die einzigen recycelten Kunststoffprodukte ausser PET-Flaschen, die ich habe, sind ein paar hochwertige Outdoor-Jacken, sonst gibt's ja kaum was.
    • biszumbitterenende 11.02.2020 07:38
      Highlight Highlight Der Kunststoff wird zwar beinahe gar nicht recycelt, selbst aus Separatsammlungen wird ein Teil nur "energetisch" recycelt (z.T. sogar nach Asien verschifft). Trotzdem brauchst du, wenn du zwischendurch mal fliegst oder autofährst und Fleisch konsumierst oder eine Öl- oder Gasheizung hast, wegen des Plastiks kein schlechtes Gewissen zu haben.. will damit nicht sagen, dass der hirnlose Verbrauch gerechtfertigt ist, aber dass es ein kleiner Teil in unserer Ökobilanz ist.

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