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Im Novartis-Hauptsitz bald nicht mehr anzutreffen: PET-Flaschen.
Im Novartis-Hauptsitz bald nicht mehr anzutreffen: PET-Flaschen.Bild: AP

Glas statt Plastikbecher: Diese Firmen verbannen PET-Flaschen & Co.

Novartis verzichtet auf den Einsatz von Plastik- und Kaffeebecher – und folgt damit der UBS.
06.08.2019, 05:2206.08.2019, 06:43
andreas möckli / ch media

Novartis erklärt den Hauptsitz zur PET-freien Zone. Derzeit stellt der Pharmakonzern in Basel auf dem Campus schrittweise auf Glas um. Das Unternehmen bestätigt damit Recherchen dieser Zeitung. PET-Flaschen oder Plastikbecher weichen einem herkömmlichen Trinkglas oder einer Karaffe. Alle Gebäude auf dem Campus seien pro Stockwerk mit speziellen Trinkwasserhähnen ausgestattet, die mit einem Filter bestückt sind. Zur Wahl stehen stilles und kohlensäurehaltiges Wasser.

Auch aus den Personalrestaurants werden PET-Flaschen schrittweise verbannt. Die Umstellung sei allerdings noch im Gang, sagt ein Sprecher. Derzeit sehe man noch Mitarbeiter mit PET-Flaschen. Neben dem Campus in Basel würden auch die anderen Standorte des Unternehmens sukzessive umgestellt.

Beim Kaffee seien die Plastik- oder Pappbecher schon länger abgeschafft worden. Auch hier gibt es pro Stockwerk zentrale Kaffeemaschinen mit entsprechendem Geschirr.

Nicht alle Firmen folgen dem Anti-Plastik-Trend

Erst kürzlich hat die UBS bekanntgegeben, Kaffeebecher aus der Bank zu verbannen. In der Schweiz seien 4 Millionen Kaffeebecher, 700 000 Plastikbecher und 380 000 Plastikflaschen verbraucht worden, wie die Tamedia-Zeitungen berichteten. Wie Novartis setzt auch die UBS beim Wasser auf das System Glas aus dem Hahnen, wie eine Sprecherin sagt. Auch bei der Grossbank erfolgt die Umstellung schrittweise.

Bei der Novartis-Konkurrentin Roche fällt die Antwort kurz und knapp aus: «Wir bieten wo immer möglich Gläser und Porzellangeschirr an», sagt eine Sprecherin. An den Wasserspendern gebe es zusätzlich auch Flaschen. Allerdings seien auch noch Pappbecher im Einsatz, etwa in den firmeneigenen Cafés.

Und wie sieht es bei anderen Grossunternehmen in der Schweiz aus? Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat weltweit alle 4200 Standorte dazu verpflichtet, Einwegartikel aus Kunststoff zu beseitigen, die nicht recycelt werden können. Die Umstellung sei im vergangenen November von der Konzernleitung beschlossen worden, sagt ein Sprecher. Für wiederverwertbare Materialien wie zum Beispiel PET und Aluminium stelle Nestlé sicher, dass die richtige Infrastruktur bestehe, um diese zu sammeln. In der Schweiz hätten fast alle Nestlé-Standorte Einwegartikel aus Kunststoff bereits beseitigt.

«In naher Zukunft keine Einweg-Plastikprodukte»

Auch bei der Credit Suisse wird die PET-Flasche nicht verbannt. Die Grossbank will jedoch den verbleibenden Anteil an Einweggeschirr wie Papier- und Plastikbechern für Lebensmittel weiter reduzieren, wie ein Sprecher sagt. Das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, an allen wichtigen Standorten «in naher Zukunft keine Einweg-Plastikprodukte mehr zu verwenden». Zudem stellt die Grossbank in ihren Personalrestaurants Leitungswasser in Mehrwegbechern zur Verfügung. Innerhalb der Verpflegungseinrichtungen schreibe die Credit Suisse die Nutzung von Mehrweggeschirr vor. Falls dies nicht möglich sei, werde auf biologisch abbaubare Einwegbehältnisse gesetzt, sagt der Sprecher.

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63 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Philboe
06.08.2019 05:43registriert Juli 2015
PET ist auch meist weniger ein Problem. Die meisten PE oder PP Produkte weisen bereits heute einen Recyclinggehalt von 60% und mehr auf. Die Plastikpollution kommt von Südostasien, Indien, China und den USA her. Was mich noch interessieren würde exportiert Die Schweiz auch Müll in grosser Menge?
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DasKänguru
06.08.2019 08:14registriert Oktober 2015
Ein Tropfen auf den heissen Stein. Trotzdem mal schön zur Abwechslung was sympathisches von Novartis und UBS zu hören.
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fidget
06.08.2019 09:28registriert Dezember 2018
Ich wollte mal bei uns in der Firma anregen, dass man auf Mineralwasser verzichten könnte und statt dessen Hahnenwasser trinkt. Hätte nicht gedacht, dass ich auf solchen Widerstand stosse. "Das kann man doch nicht trinken." "Mineralwasser ist gesünder." So und so ähnlich klang es dann. Ich trinke im Büro nur Leitungswasser, das ich in meine Glasflasche abfülle. Schone ich halt alleine die Umwelt.
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