Schweiz
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Die beste Armee sucht den besten Flieger der Welt – heute im Test: Eurofighter



Er hebt bei den Kandidatentests in Payerne VD als erster ab: der Eurofighter Typhoon - hier ein Exemplar der deutschen Luftwaffe beim Testflug auf dem Flugplatz Emmen LU. (Archivbild)

Der Eurofighter ist heute im Test. Bild: KEYSTONE

Heute beginnt auf dem Militärflugplatz Payerne VD die Flug- und Bodenerprobung der fünf Kampfjet-Kandidaten. Den Auftakt macht der Eurofighter von Airbus.

Bis Ende nächster Woche werden mit dem Kampfjet insgesamt acht Missionen geflogen. Am Montag ist ein Nachteinsatz geplant. Da der Eurofighter auch als Zweisitzer gebaut wird, sind bei diesem Kandidaten auch Schweizer Piloten und Ingenieure an Bord.

Bei den Missionen geht es darum, jene Informationen über die Flugzeuge zu sammeln, die nicht im Simulator getestet werden können. Nach Angaben von Vertretern des Projektteams geht es zum Beispiel um die Leistungsfähigkeit des Radars in den Bergen. Weiter werden die technische Reife der Jets überprüft und die Angaben der Hersteller validiert.

Diese fünf Kampfjets sind in der engeren Auswahl

Die Kosten der Erprobung tragen die Hersteller. Gemäss Medienberichten wenden diese zweistellige Millionensummen dafür auf. Die Armee hat 10 Millionen Franken für die Evaluation budgetiert. Das Geld wird unter anderem für Flugkerosin ausgegeben.

Highlight für Spotter

In den Wochen nach Ostern werden die weiteren vier Kandidaten getestet. Es handelt sich um den F/A-18 Super Hornet von Boeing (USA), Rafale von Dassault (Frankreich), das Tarnkappenkampfflugzeug F-35A von Lockheed-Martin (USA) und den Gripen E von Saab (Schweden).

Für jeden Kandidaten ist eine Besichtigung durch die Medien und ein Besuchstag für die Öffentlichkeit vorgesehen. Flugshows gibt es aber nicht. Die Flug- und Bodenerprobung dauert bis Ende Juni.

Umfrage

Welcher Kampfjet soll's denn sein?

  • Abstimmen

13,440

  • Der Gripen15%
  • Der Eurofighter10%
  • Der Rafale9%
  • Der F/A-18 Super Hornet9%
  • Der F-35A29%
  • Keiner von denen3%
  • Keiner von denen und auch sonst keiner23%

Die Ergebnisse der Simulatortests, Audits und der Flug- und Bodenerprobung fliessen zusammen mit den Angaben aus den ersten Offerten in die Fachberichte zu jedem Kampfjet ein. Es folgt eine zweite Offertrunde, dann wird der Evaluationsbericht erstellt. Auf dieser Basis will der Bundesrat Ende 2020 oder Anfang 2021 den Typenentscheid fällen. Die neuen Kampfjets sollen zwischen 2025 und 2030 ausgeliefert werden. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 13.04.2019 06:51
    Highlight Highlight Und wenn der Feind bis zur CH vorgedrungen ist, ist anzunehmen, dass die NATO-Flugwaffe ihren Auftrag nicht erfüllen konnte. Das soll dann die CH-Luftwaffe ausbügeln? Die Jets sind doch höchstens als Unterstützung der NATO-Flotte brauchbar und das verbietet uns die Neutralität.
  • Skeptischer Optimist 12.04.2019 19:56
    Highlight Highlight Realisieren die F-35 Fanboys eigentlich, dass das Flugzeug ein miserabler Abfangjäger ist?
  • stevemosi 12.04.2019 19:01
    Highlight Highlight Fliegt ja eh nur zu Bürozeiten
  • Vanewod 12.04.2019 16:57
    Highlight Highlight Macht ein F35 (Stealth) überhaupt Sinn wenn du dein Land nur verteidigst? Welchen Radar wollen sie den Unsichtbar bleiben? Dem eigenen Land selbst?

    F35 geile Technik absolut, aber dann nehmt lieber den Echte Eagle der Lüfte, den F15E.
  • Thom Mulder 12.04.2019 15:43
    Highlight Highlight Ziemlich naiv hier den F-35 zu markieren nur weil er cool aussieht. Der Jet ist nicht ausgereift, unglaublich teuer in Anschaffung und Unterhalt und komplett unter der Kontrolle der USA, so wie der F/A-18.

    Kein Jet zu kaufen ist besser als ausgerechnet diesen.
  • Ueli der Knecht 12.04.2019 15:39
    Highlight Highlight Die Schweiz hat noch nie, noch gar nie, ihren Luftraum verteidigt. Deshalb bliebt sie territorial auch unversehrt. Warum sollte man sich von dieser bewährten Doktrin verabschieden?

    Insofern braucht es gar keine solche überissenen Flieger. Luftpolizeiliche Aufgaben liessen sich ohne weiteres auch mit weniger und günstigeren (dafür robusteren) Flieger bewerkstelligen.
    • ghawdex 12.04.2019 16:34
      Highlight Highlight überrissen = F35
      reicht für CH = Grippen
    • mauchmark 12.04.2019 16:56
    • Ueli der Knecht 12.04.2019 18:01
      Highlight Highlight Aus deinem Link, mauchmark:
      "Am 20. Juni (und bis Ende Oktober 1943) verbot General Guisan Luftkämpfe über schweizerischem Hoheitsgebiet. Am 1. Juli 1940 entschuldigte sich der Schweizer Bundesrat bei der deutschen Reichsregierung für allfällige Grenzverletzungen durch schweizerische Piloten. Am 16. Juli liess die deutsche Reichsregierung daraufhin verlauten, die Fliegerzwischenfälle seien beigelegt."

      Guisan befahl, den schweizer Luftraum nicht zu verteidigen. Er überliess (mit Auflagen) auch das schweizer Verkehrsnetz den kriegsführenden Parteien.

      Daher blieb die Schweiz unversehrt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ghawdex 12.04.2019 15:00
    Highlight Highlight Darf man hier ein wenig Werbung machen für die Stammtisch CEOs ;-)

    Play Icon
  • Möfe 12.04.2019 14:24
    Highlight Highlight Also die Wahl der Flieger ist mir grundsätzlich egal, es sollen Personen entscheiden, die Ahnung von der Materie haben, jedoch hauptsache keinen Eurofighter.
    Hat (wie viele Vorredner schon gesagt haben) zu viele Probleme.
    Im Jahre 2017 waren im grossen Kanton gerade mal 39 von 128 Eurofighter einsatzbereit aufgrund technischer Probleme (Quelle: Spiegel online)
    • DemonCore 12.04.2019 14:45
      Highlight Highlight Das heisst aber nicht dass das Flugzeug schlecht ist. Auch eine F-35 Flotte wird gegroundet wenn man die Wartungsintervalle nicht einhält oder keine Ersatzteile am Lager hat. Ich denke dass hier die Logistik und die Instandhaltung eher das Problem sind als das Flugzeug selbst. Der EFT ist übrigens das 2. populärste Kampfflugzeug in europäischen Luftwaffen, hinter dem F-16 und vor allen anderen. Wird wohl nicht soo schlecht sein.
    • Thom Mulder 12.04.2019 15:44
      Highlight Highlight Das Problem ist, am Ende entscheiden nicht die die Ahnung haben, sondern die, die profitieren.
    • Demo78 12.04.2019 16:46
      Highlight Highlight Auch ich bin sehr kritisch zum Eurofighter, Absatzzahlen sagen nichts über Qualität aus. Wenn sogar die Briten F35 Kaufen ist da was schief.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platon 12.04.2019 14:07
    Highlight Highlight Oh Gott dieser Fliegerkauf wird eine Tragödie! Die einen sagen, man dürfe sich nicht einmischen, weil Expertensache. Und die anderen sind tatsächlich so doof und wollen den völlig überrissenen F35 aus den USA. Was wir für eine Sicherheitspolitik überhaupt haben wollen, fragt wiederum niemand. Sich so ignorant an ein Geschäft mit solcher Tragweite anzunähern ist einer Demokratie nicht würdig.
    https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/sp-schmiedet-eigenen-plan-zur-kampfjet-beschaffung-inspiriert-von-kriegsheld-john-mccain-133899444
    • Neruda 12.04.2019 15:41
      Highlight Highlight Man hätte die Zweit seit der Ablehnung des Gripen wirklich besser endlich hingesetzt und eine Luftstrategie ausgedacht. Eine Debate ob nicht auch eine Strategie ähnlich dem SP-Vorschlag Sinn machen würde, wäre zwingend notwendig. So kaufen wir einfach mal ein paar Flieger, weil gewissen Herren in der Armee halt gerne protzen. Ob es dem Land dient ist scheiss egal.
  • N. Y. P. 12.04.2019 13:44
    Highlight Highlight Frage :

    Kaufen wir Flieger für den Ernstfall
    oder müssen die Flieger nur Luftpolizeiaufgaben wahrnehmen können?

    Oder beides ?

    Müssen sie auch Angriffe fliegen können?



    • DemonCore 12.04.2019 14:22
      Highlight Highlight https://www.vbs.admin.ch/de/themen/sicherheitspolitik/sicherheitspolitische-berichte/sicherheitspolitischer-bericht-2016.html

      Bitte.

      Weiterführende Lektüre: Armeebericht, BV, MG
    • N. Y. P. 12.04.2019 14:33
      Highlight Highlight Und danke.

      Den Fliegerteil werde ich noch suchen und finden..
  • Chrigi-B 12.04.2019 13:15
    Highlight Highlight F35, alles andere ist bei Auslieferung bereits fliegender Schrott.
    • InfinityLoop 12.04.2019 15:06
      Highlight Highlight Befass dich nochmals mit der Entwicklung von der F35 und komm dan wieder😀
    • Neruda 12.04.2019 15:43
      Highlight Highlight Umd der F35 zu wenig wendig für die Schweizer Topographie 💁
    • Ueli der Knecht 12.04.2019 15:52
      Highlight Highlight Chrigi-B: Fliegender Schrott würde sich im Ernstfall sicher besser bewähren als so sensible Hightech wie der F-35.
      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • quad 12.04.2019 13:13
    Highlight Highlight ... also wenn wir das Waffengesetz ablehnen sollten muss Bern das Kampfjet-Budget mindestens verdoppeln ... wer weiß Juncker & Co. greiffen uns eventuell sogar an ....
  • Wander Kern 12.04.2019 12:53
    Highlight Highlight Si vis gripen para bellum, wie der Schwede sagt.

    Kann man die Dinger nicht mieten? Am besten gleich mit Pilot und Technikteam und allem Pipapo. Ich bin überzeut, da gibt es motivierte, gut ausgebildete Chinesen, Rumänen oder Bangladescher, die viel dafür täten, unser schönes Land 24/7 für CHF2.30/h zu beschützen.
    • MAOAM 12.04.2019 16:43
      Highlight Highlight Das hatten wir schon mit Ueli's nine2five Luftraumüberwachung.
    • DemonCore 12.04.2019 17:27
      Highlight Highlight Das war aber nicht 'Ueli's' Idee. Der verantwortungslose Abbau der Verteidigungsfähigkeit der Schweiz wurde unter Ogi begonnen und unter Samuel Schmid zu ihrem katastrophalen Tiefpunkt gebracht (Logistik praktisch lahmgelegt, Stab Operative Schulung inaktiv). Aber keine Gelegenheit auslassen um auf UM rumzuhacken, weil er nicht so nett ist wie dä Sämi und de Dölf. Das Geld wurde der Armee übrigens von einer breiten Koalition bis weit in die CVP und FDP hinein abgedreht.
  • Rolf_N 12.04.2019 12:52
    Highlight Highlight Ich würde den günstigsten nehmen. Dies wird wohl der Gripen sein. Für den Luftpolizeidienst macht aus meiner Sicht ein F-35 Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug mit dürftiger Flugleistung welcher noch teuer im Unterhalt ist keinen Sinn. Ich denke das der Eurofighter und Rafale die Kriterien der Luftwaffe am besten erfüllen wird, jedoch man sich für die preiswerteste Variante, entscheidet.
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 12.04.2019 14:04
      Highlight Highlight Sehe ich genauso. Scheinen aber viele der "Flügerli" Zeit aus der Kindheit nachzutrauern und es darf nur der Teuerste sein.
    • DemonCore 12.04.2019 14:24
      Highlight Highlight Womit wir dann wieder beim gleichen Vorschlag wären, wie er 2014 von Ueli Maurer vertreten wurde xD
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 12.04.2019 14:43
      Highlight Highlight Nicht ganz. Diesmal ist es kein Papierflieger mehr.
  • Muselbert Qrate 12.04.2019 12:18
    Highlight Highlight F35A 😍😍😍

    Einfach kein Baby-Flieger aus Frankreich oder Schweden...
    • Robin Müller 12.04.2019 13:22
      Highlight Highlight Wer ein Pferd kaufen will und nicht das Pferd selbst, sondern nur Sattel und Zaumzeug betrachtet, ist ein Narr.
  • mAJORtOM95 12.04.2019 12:01
    Highlight Highlight gemäss der umfrsge liegt der F35 vorne. finde ich gut
  • Oberon 12.04.2019 11:53
    Highlight Highlight Einfach keine Flieger aus den USA (Punkt!).

    Sonst sind eh alle Flieger in der Auswahl für die Aufgaben in der Schweiz überdimensioniert. Also kann der Preis ( Beschaffung und Unterhalt) nur der grösste Indikator sein.
  • geissenpetrov 12.04.2019 11:33
    Highlight Highlight https://www.nzz.ch/international/deutsche-bundeswehr-hat-ernste-probleme-mit-eurofighter-ld.1383428

    In etwa so stelle ich mir das vor:
    Benutzer Bild
  • Sharkdiver 12.04.2019 11:21
    Highlight Highlight Diejenigen die gegen Eurofighter motzen und auf Österreich verweisen, kennt ihr überhaupt die Geschichte? Österreich hat aus spargründen technische anpassungen abgelehnt und veraltete Technik bestellt. Hier auf Watson nachzulesen
    • DemonCore 12.04.2019 14:31
      Highlight Highlight Man muss keine Hintergründe kennen um bei Armeebeschaffungen mitreden zu können. Im Gegenteil, am meisten kann man beitragen wenn man allgemein gegen 'Krieg' und 'Waffen' ist. Überhaupt, bei der Bildung wird immer gespart, bei der Armee nie. Die hat heute mindestens 10x soviel Geld wie am Ende des kalten Krieges. Es reicht völlig wenn die einzigen Berührungspunkte mit Sicherheitspolitik die Watson-Kommentarspalte und der Bürokollege, der in den Wk musste sind. Das qualifiziert jeden um mit seinen Kenntissen in Aviatik und Luftverteidigung zu glänzen.
    • Oberon 12.04.2019 16:58
      Highlight Highlight Die Intelligenten wissen das.
  • Ritschaendu 12.04.2019 11:20
    Highlight Highlight Man hätte unbedingt auch die neue MIG-35 betrachten sollen.
    Als neutrales Land darf man das gut.
    Deutschland hatte von 1990 bis 2004 auch die MIG-29 im Einsatz welche das Vorgänger Modell ist der MIG-35
    • Rasti 12.04.2019 12:17
      Highlight Highlight Oder die Su-35 wäre bestimmt auch nicht schlecht und wenns unbedingt stealth sein muss dann wäre die Su-57 wahrscheinlich am besten weil momentan modernste Technik und angeblich viel wendiger als die amerikanische Konkurrenz.
    • walsi 12.04.2019 12:19
      Highlight Highlight Du musst ein russischer bot sein. Wie ist das Wetter in Moskau? 😉

      Spass bei Seite. Ich bin deiner Meinung, die Russen haben auch gut un erprobte Flugzeuge. Hätten in die Evaluation gehört.
    • Hierundjetzt 12.04.2019 12:31
      Highlight Highlight Klar. Und danach passen wir sämtlich Militärische Infrastruktur (vom einfachen Funkgerät bis zur gesamten IT-Infrastruktur) auch noch an, weil diese eben *nicht* mit den Russen kompatibel ist.

      Dabei denke in an Heer, Panzer, Fliegerabwehr einfach alles.

      🙄😂😂😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • no-Name 12.04.2019 10:59
    Highlight Highlight Die beste Armee! Ja!

    Gell, schon 220 jahre nicht mehr angegriffen worden.... 😂😂😂

    Merci, armee!! 😂😂
    • Zauggovia 12.04.2019 11:59
      Highlight Highlight Als AdA sag ich: Gern geschehen.
      Und was ist dein Beitrag an die Gesellschaft?
    • Froggr 12.04.2019 12:08
      Highlight Highlight Sei du froh. Wenns dann soweit ist bist du der erste, der in die Röhre schaut und sich fragt, wie das passieren konnte.
    • Eskimo 12.04.2019 12:26
      Highlight Highlight Lieber eine Armee ohne Krieg als ein Krieg ohne Armee!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Laborchef Dr. Klenk 12.04.2019 10:44
    Highlight Highlight Mir fehlt schlicht das Argument für den Kauf irgendeines Jets. Für was braucht die Schweiz solche Waffensysteme? Der grösste Teil des Luftpolizeidienstes wird vom Boden aus erledigt, der Rest könnte ein schwach bewaffneter Unterschalljet, der besser über das ganze Land verteilt wird, erledigen. Und bei Terrorismus: Was soll eine F35 gegen einen Bombengürtel im HB ausrichten? Eine terroristische Bedrohung ist immer diffus und kann kaum im Voraus ausgemacht werden. Bewaffnete Helikopter wären gegen kleinräumige Bodenziele effektiver.
    Hier gehts eher um phallistische als um ballistische Waffen.
    • RatioRegat 12.04.2019 11:13
      Highlight Highlight Ich anerkenne Ihre Bedenken als durchaus legitim. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Abwehr von Terroranschlägen nicht Aufgabe des Militärs ist, sondern Aufgabe der Polizei (und Nachrichtendienste).

      Insofern könnte man sich durchaus überlegen, ob es nicht im sicherheitspolitischen Interesse der Schweiz wäre einen Teil der zur Verfügung stehenden Mitteln (vorübergehend) den Polizeicorps zuzuweisen - anstatt die Rolke der Armee umzudeuten.
    • Rasti 12.04.2019 12:20
      Highlight Highlight Es braucht neue Jets, da unsere momentanen altern, abgenutzt werden und irgendwann durch sind. Zudem kommt die Verfügbarkeit der Ersatzteile. Mit einem Unterschalljet könnte man die Flieger nicht abfangen, da man nicht genug schnell wäre sie einzuholen.
    • Mutzli 12.04.2019 12:36
      Highlight Highlight Möchte das gleiche betonen wie @RatioRegat das Militär hat nix bei polizeilichen Aufgaben zu suchen.

      Miliz ist ja schön und gut, aber Polizeiarbeit soll ausgebildeten Fachkräften vorbehalten sein. Wenns mehr Mittel gegen Terrorismus brauchen sollte, sollte das der Polizei zugute kommen. Bei Terrorismus ist ohnehin die Aufdeckung im Vorfeld das entscheidende.

      Wohin Militäreinsätze im innern im extremsten Fall führen können sah man anno dunnemal beim Landesstreik. Nei merci.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kramer 12.04.2019 10:26
    Highlight Highlight Bevor man über Flugzeugtypen spricht, sollte die Bedarfslage abgeklärt werden. Irgendwie fehlt das Bedrohungsszenario, das den Kauf eines 4.5 oder 5 Generationen Jets rechtfertigt. Luftpolizeiaufgaben können von Unterschall-Jets übernommen werden die 1/5 eines Kampfjets kosten; für die Luftraumsicherung gibt es gute Boden-Luft Systeme (wie das russische S-300 / S-400, oder ähnliches von Israel oder den USA).

    Aber eben, die Führung des Militärs behauptet, eine Armee ohne Luftwaffe sei keine Armee (was ihr einziges Argument zu sein scheint...)
    • RatioRegat 12.04.2019 10:53
      Highlight Highlight Ich gebe Ihnen weitgehend recht. Ferner sollte berücksichtigt werden, dass der Zeitpunkt für die Neuanschaffung ungünstig ist. Die Flugzeuge der 4.5 Generation dürften schneller veraltet sein als diejenigen der 5. Generation. Letztere ist aber nur mit der F35A vertreten.

      Angesichts dessen, dass mehrere Länder derzeit an neuen Jets der 5. Generation arbeiten, könnte mam sich überlegen, ob nicht ein Aufschub der Beschaffung sinnvoll wäre.
    • [CH-Bürger] 12.04.2019 11:49
      Highlight Highlight @Kramer:
      ich bin auch nicht vom Fach. Habe aber gelesen, dass wegen folgenden 2 Punkten ein Unterschalljet eben genau nicht tauglich wäre:
      - aufgrund der sehr kleinen Dimensionen der Schweiz ist die Vorwarnzeit sehr gering => von Auslösung bis Interzeption muss es schnell gehen
      - wie soll man mit einem Unterschalljet einen Airliner/Businessjet einholen, der mit Mach 0.9 unterwegs ist...?!

      ich bitte auch darum, dass man sich auf die Meinungen und Einschätzunen der Experten verlassen sollte. Ich gehe schwer davon aus, dass diese keinen Mist zusammenbasteln!
    • DemonCore 12.04.2019 11:54
      Highlight Highlight Kramer, die Grundlagen bestehen. Die sicherheitspolitischen Berichte werden vom Bund periodisch veröffentlicht und vom Parlament verabschiedet. Ebenso der Armeebericht. Auf diesen Berichten und der Bundesverfassung beruhen die Aufträge der Armee (u.a. Verteidigung). Daraus ergibt sich wiederum der Bedarf an Mannstärke und Anzahl Waffensysteme (Panzer, Flugzeuge, LKW, Laptops, Bagger, etc )
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lemontree 12.04.2019 10:26
    Highlight Highlight Das sollen die Leute entscheiden, welche das können und vor allem welche (hoffentlich ) das Wissen haben.
    Wir schreiben ja anderen Bereichen auch nicht vor, was für Bürostühle sie zu kaufen haben oder welche Lastwagen für die Armee oder welche Handgranate, etc.

    Bei 99,9% der Leute die da mitreden wollen bzw. das Gefühl haben sie müssten ihren Senf dazu geben, fehlt schlicht das nötige Fachwissen und es sind hauptsächlich persönlich geprägte Ansichten/Meinungen zu dem oder jenem Flugzeug.

    Persönlich: Grippen (ebenfalls ohne Fachwissen und Kenntnis aller nötigen Fakten)
    Lemontree
    • Maubro_ 12.04.2019 10:39
      Highlight Highlight this.
    • Neruda 12.04.2019 11:24
      Highlight Highlight Nur bin ich mir nicht ganz sicher wie unabhängig diese Leute entscheiden. Gerade bei Rüstungsgeschäften wird ja lobbyiert und geschmiert was das Zeug hält. Sogar ein Staat wie Schweden schmiert da ordentlich wie man beim Gripen-Kauf von Tschechien, Indien und glaun ich auch Brasilien sah.
    • Der Tom 12.04.2019 12:00
      Highlight Highlight Ich bin für die Spitfire! Hat sich bewährt in der Luftschlacht um England.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 12.04.2019 10:15
    Highlight Highlight Die Österreicher sind mit dem Eurofighter nicht so zufrieden.
    • Bird of Prey 12.04.2019 11:36
      Highlight Highlight jetzt musste ich aber gerade mal googeln ... die haben wirklich Kampfflugzeuge ... 15 Stück Eurofighter ... fünfzehn.
      Zum Glück sind die neutral, sonst hätten sie uns schon lange mit ihren Kampfhelikoptern platt gemacht.
    • Wander Kern 12.04.2019 12:58
      Highlight Highlight Ja die Österreicher... die verfolgen ja auch eine andere Taktik. Da wird eine fendliche Übernahme auch gerne mal als Anschluss gefeiert.
    • DemonCore 12.04.2019 14:38
      Highlight Highlight Wanderkern, geherzt weil lustig. Aber es gab einen Österreichischen Widerstand (ähnlich wie in Frankreich) über die ganze Okkupationszeit. Viele davon sind im KZ gelandet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Max Dick 12.04.2019 10:07
    Highlight Highlight Ich hoffe auf den Gripen oder den Eurofighter. Scheinen mir die zuverlässigeren Lieferanten zu sein.
    • Chriguchris 12.04.2019 10:23
      Highlight Highlight Kosten/Nutzen-Verhältnis wären wohl Gripen und Rafale vorne. Super Hornet ist nicht schlecht aber alt auch wenn ständig aktualisiert wird. Eurofighter ist qualitativ minderwertig und wird in Zukunft kaum mehr gebaut werden. Österreich wäre den Eurofighter am liebsten los und in Deutschland sind die meisten am Boden wegen Problemen. Von der F35A gäbe es sicher eine sinnvolle Konfiguration für die Schweiz aber die ist einfach viel zu teuer.
      Sollen die Piloten entscheiden, gut begründen und dann kann entschieden werden.
    • RatioRegat 12.04.2019 10:38
      Highlight Highlight Der Eurofighter ist ein absolutes Problemflugzeug. M.E. ist es unverständlich, dass er überhaupt getestet wird. Schliesslich dürften auch die Tests alleine Kosten verursachen, die nicht zu knapp zu bemessen sind.
    • RatioRegat 12.04.2019 10:47
      Highlight Highlight @Chriguchris: Ich bezweifle, dass der Kauf der F35A für die Schweiz Sinn machen würde, selbst wenn man bereit wäre, den hohen Kaufpreis zu bezahlen.

      Die Stärke der F35A liegt in ihrer Elektronik, die es ihr ermöglicht, Gegner wahrzunehmen, lange bevor sie selbst erkannt wird. Dafür ist sie relativ träge und kann im Hinblick auf die Wendigkeit nicht mit Höchstleistungen glänzen.

      Weil der Luftraum der Schweiz relativ klein ist und wir keine aanderen Länder überfallen, könnte die F35A ihre Stärken in der Schweizer Luftwaffe kaum je voll ausschöpfen.
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