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Die beste Armee sucht den besten Flieger der Welt – heute im Test: Eurofighter



Er hebt bei den Kandidatentests in Payerne VD als erster ab: der Eurofighter Typhoon - hier ein Exemplar der deutschen Luftwaffe beim Testflug auf dem Flugplatz Emmen LU. (Archivbild)

Der Eurofighter ist heute im Test. Bild: KEYSTONE

Heute beginnt auf dem Militärflugplatz Payerne VD die Flug- und Bodenerprobung der fünf Kampfjet-Kandidaten. Den Auftakt macht der Eurofighter von Airbus.

Bis Ende nächster Woche werden mit dem Kampfjet insgesamt acht Missionen geflogen. Am Montag ist ein Nachteinsatz geplant. Da der Eurofighter auch als Zweisitzer gebaut wird, sind bei diesem Kandidaten auch Schweizer Piloten und Ingenieure an Bord.

Bei den Missionen geht es darum, jene Informationen über die Flugzeuge zu sammeln, die nicht im Simulator getestet werden können. Nach Angaben von Vertretern des Projektteams geht es zum Beispiel um die Leistungsfähigkeit des Radars in den Bergen. Weiter werden die technische Reife der Jets überprüft und die Angaben der Hersteller validiert.

Diese fünf Kampfjets sind in der engeren Auswahl

Die Kosten der Erprobung tragen die Hersteller. Gemäss Medienberichten wenden diese zweistellige Millionensummen dafür auf. Die Armee hat 10 Millionen Franken für die Evaluation budgetiert. Das Geld wird unter anderem für Flugkerosin ausgegeben.

Highlight für Spotter

In den Wochen nach Ostern werden die weiteren vier Kandidaten getestet. Es handelt sich um den F/A-18 Super Hornet von Boeing (USA), Rafale von Dassault (Frankreich), das Tarnkappenkampfflugzeug F-35A von Lockheed-Martin (USA) und den Gripen E von Saab (Schweden).

Für jeden Kandidaten ist eine Besichtigung durch die Medien und ein Besuchstag für die Öffentlichkeit vorgesehen. Flugshows gibt es aber nicht. Die Flug- und Bodenerprobung dauert bis Ende Juni.

Welcher Kampfjet soll's denn sein?

Die Ergebnisse der Simulatortests, Audits und der Flug- und Bodenerprobung fliessen zusammen mit den Angaben aus den ersten Offerten in die Fachberichte zu jedem Kampfjet ein. Es folgt eine zweite Offertrunde, dann wird der Evaluationsbericht erstellt. Auf dieser Basis will der Bundesrat Ende 2020 oder Anfang 2021 den Typenentscheid fällen. Die neuen Kampfjets sollen zwischen 2025 und 2030 ausgeliefert werden. (aeg/sda)

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100 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Lemontree
12.04.2019 10:26registriert January 2016
Das sollen die Leute entscheiden, welche das können und vor allem welche (hoffentlich ) das Wissen haben.
Wir schreiben ja anderen Bereichen auch nicht vor, was für Bürostühle sie zu kaufen haben oder welche Lastwagen für die Armee oder welche Handgranate, etc.
Bei 99,9% der Leute die da mitreden wollen bzw. das Gefühl haben sie müssten ihren Senf dazu geben, fehlt schlicht das nötige Fachwissen und es sind hauptsächlich persönlich geprägte Ansichten/Meinungen zu dem oder jenem Flugzeug.
Persönlich: Grippen (ebenfalls ohne Fachwissen und Kenntnis aller nötigen Fakten)
Lemontree
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Olmabrotwurst vs. Schüblig
12.04.2019 10:15registriert December 2014
Die Österreicher sind mit dem Eurofighter nicht so zufrieden.
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