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Kriege sind laut Armeechef unvorhersehbarer geworden

Kriege sind laut Armeechef unvorhersehbarer geworden

19.04.2026, 21:5019.04.2026, 21:50
Korpskommandant Benedikt Roos, Chef der Armee (Cda), spricht waehrend einer Medienkonferenz zum Bundesbeschluss ueber die Finanzierung von Ruestungsausgaben der Armee durch eine Erhoehung der Mehrwert ...
Armeechef Benedikt Roos sieht die Schweiz im Konfliktfall im Hinterland.Bild: keystone

«Kriege sind unberechenbarer geworden», hat Armeechef Benedikt Roos am Sonntagabend erklärt. Nicht mehr nur die vorhandenen militärischen Mittel seien entscheidend, sondern vor allem die schwer einschätzbaren Absichten der Konfliktparteien.

«Die Potenziale kennen wir (...) Was hingegen sehr schwer zu beurteilen ist, sind die Absichten – und die können sich sehr schnell ändern», sagte Roos am Sonntagabend im Interview mit dem Sender RTS. Als Beispiel nannte er überraschende Angriffe etwa auf Hotels in Dubai: «Das ist die grosse Variable, die schwer zu analysieren ist.»

Auch die Schweiz könnte im Fall eines Konflikts zwischen Russland und den NATO-Staaten betroffen sein. Zwar drohe kein Angriff durch Nachbarländer, doch bei einer Eskalation – etwa im Baltikum – bestehe ein Risiko.

Kritische Infrastruktur im Fokus

Die Schweiz biete «lohnende Ziele, um Europa zu destabilisieren» und läge im Konfliktfall im Hinterland. Dort würden erfahrungsgemäss kritische Infrastrukturen wie Strom-, Wasser- und Gesundheitssysteme oder der Bahnverkehr angegriffen.

Priorität habe daher der Ausbau der Abwehr gegen Raketen und Drohnen sowie der Schutz vor Cyberangriffen. In diesem Bereich werde die Schweiz «jeden Tag» attackiert, so Roos. (sda)

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