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ARCHIV - ZUR MEDIENKONFERENZ VON BUNDESRAETIN VIOLA AMHERD UEBER DIE BESCHAFFUNG DER KAMPFJETS UND DIE LUFTABWEHR STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - epa04534372 A handout picture released by the the US Air Force on 19 December 2014 shows the first Royal Australian Air Force F-35A Lightning II jet arriving at Luke Air Force Base in Maricopa County, Arizona, USA, 18 December 2014. The jet's arrival marks the first international partner F-35 to arrive for training at the Luke Air base. (KEYSTONE/EPA/Staff Sgt. Staci Miller/US Air Force)

Eine F35-A der australischen Luftwaffe auf der Luke Air Force Base im US-Bundesstaat New Mexico. Bild: EPA US AIR FORCE

F-35-Hersteller wirbt bei Schweizer Twitter-Usern – auch im Feed von GSoA-Mitgliedern 🤷

Die Schweizer Luftwaffe testet in Payerne FR die F-35 des US-Flugzeugbauers Lockheed Martin. Die Amerikaner sind einer von fünf Bewerbern um den Grossauftrag für neue Kampfjets. Welcher zum Zug kommt, entscheidet der Bundesrat. Dennoch schwingt Lockheed Martin auch bei Schweizer Twitter-Usern die Werbetrommel. Das sei «nicht unüblich», heisst es bei der Firma Bei der Zielgenauigkeit der Werbekampagne gibt es Zweifel.



Heute zieht es Journalisten und Aviatik-Begeisterte auf den Militärflugplatz Payerne FR: Die Schweizer Luftwaffe prüft die F-35A des US-Herstellers Lockheed Martin auf Herz und Nieren. Getestet werden die Fähigkeiten der Flugzeuge und geprüft, ob die Angaben aus den eingereichten Offerten stimmen. Beim Eurofighter von Airbus, der F/A-18 Super Hornet von Boeing und dem Rafale von Dassault haben diese Tests stattgefunden, beim Gripen E von Saab stehen sie noch bevor.

Der Bundesrat will erst den Planungsbeschluss zur Beschaffung von bis zu 40 Kampfjets im Wert von sechs Milliarden dem Parlament und dem Volk vorlegen, bevor er sich mit der Entscheidung über den Flugzeugtyp beschäftigt.

Bei dieser Frage will der Bundesrat gestützt auf die Expertise aus der Bundesverwaltung und der Armee entscheiden. Das Volk hingegen soll beim Typenentscheid nicht mitreden. Dennoch bringen sich die Anbieter bereits jetzt in Stellung, um in der Öffentlichkeit für die Vorzüge ihres Kampfjets zu werben.

Parallel zu den Tests in Payerne hat Lockheed Martin deshalb auf Twitter damit begonnen, bei Schweizer Usern für seinen Kampfjet zu werben. In einem gesponserten Tweet heisst es, die F-35 erfülle die Anforderungen der Luftwaffe.

Ein Klick auf die Informationen zum gesponserten Tweet zeigt, dass dieser Twitter-Usern angezeigt wird, die über 18 Jahre alt sind und in der Schweiz befinden.

Bild

Ob eine dermassen breit gestreute Werbekampagne die richtigen Leute erreicht, darf bezweifelt werden. Auf Twitter meldete unter anderem GsoA-Mitglied Christian Althaus, er habe den gesponserten Tweet in seinem Feed angetroffen.

Auch Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli, dessen Partei den Kauf neuer Kampfjets ablehnt, ist Ziel der Werbekampagne geworden.

Das sagt Lockheed Martin

«Wir stellen fest, dass in der Schweiz ein grosses öffentliches Interesse an der F-35 herrscht» sagt ein Sprecher des US-Flugzeugherstellers auf Anfrage von watson. Das sehe man am grossen Besucheraufmarsch bei den Presse- und Publikumsterminen anlässlich der Testflüge in Payerne.

«Die Nutzung von Twitter in diesem Zusammenhang ist nicht unüblich», heisst es weiter. Sie sei Teil der Aktivitäten von Lockheed Martin, um in der Schweiz eine breitere Öffentlichkeit auf «die Fähigkeiten unserer Firma als Technologeführer» hinzuweisen. Lockheed Martin sei bewusst, dass derzeit keine Volksabstimmung über den Typenentscheid geplant ist, schreibt ein Sprecher des Unternehmens, nachdem er in einem ersten Statement keinen Kommentar zu diesem Aspekt abgeben wollte.

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