Schweiz
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An alternative civilian service personnel plays with children of the special education center in Koeniz in the canton of Berne, Switzerland, on the occasion of a fotoshooting of the new, optional uniforms for alternative civilian service personnel, pictured on February 11, 2009. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Ein Zivildienstleistender spielt mit Kindern des heilpaedagogischen Zentrums in Koeniz im Kanton Bern anlaesslich der Fotoaufnahmen der neuen Uniform, welche Zivildienstleistende freiwillig tragen koennen, aufgenommen am 11. Februar 2009. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Der Bundesrat will die Hürden für Zivildienstleistende erhöhen. Nun entscheidet der Nationalrat. Bild: KEYSTONE

Showdown um Zivildienst: Gelingt den Neo-Parlamentariern der erste grosse Coup?

Der Bundesrat will die Hürden für den Zivildienst massiv erhöhen. Das verjüngte Parlament könnte dem umstrittenen Vorhaben diese Woche den Riegel schieben. Und nach dem Linksrutsch ein erstes Ausrufezeichen setzen.



Weil der «zu attraktive» Zivildienst angeblich die Bestände der Armee gefährdet, will der Bundesrat die Hürden für den sozialen Ersatzdienst massiv erhöhen. Nun mausert sich der Zivildienst-Zank zum ersten grossen Kräftemessen im neu zusammengesetzen Parlament. Und könnte beweisen, dass der Wind tatsächlich stärker von links weht.

Der bürgerliche Ständerat hat in der alten Zusammensetzung – ausser bei den Auslandseinsätzen – die Verschärfung durchgewunken.

Nun beugt sich am Mittwoch der Nationalrat über die Zivi-Vorlage. Junge, neu gewählte Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus der Mitte könnte die Verschärfung in letzter Minute stoppen, wie eine watson-Umfrage zeigt.

Das plant der Bundesrat gegen den Zivildienst:

Dezidiert gegen die höheren Zivi-Hürden ist etwa der 31-jährige Urner CVP-Nationalrat Simon Stadler: «Die Verschärfung sorgt mitnichten dafür, dass die Armee attraktiver wird.» Man dürfe den Zivildienst jetzt keinesfalls übereilt gegen das Militär ausspielen.

Umso mehr, als Verteidigungsministerin Viola Amherd nach und nach Massnahmen umsetze, um die Armee bei den Jungen wieder populärer zu machen. «Darum bin ich guter Hoffnung, dass das verjüngte Parlament mit der Zivildienst-Vorlage ein erstes Ausrufezeichen setzt.»

Simon Stadler, Nationalrat Uri

Der Urner Neo-CVP-Nationalrat Simon Stadler kämpft gegen höhere Zivi-Hürden.

«Die Verschärfung sorgt mitnichten dafür, dass die Armee attraktiver wird.»

Simon Stadler, CVP-Nationalrat

Corina Gredig Co-Praesidentin glp Kanton Zuerich strahlt nach den Sitzgewinnen im Konferenzzentrum Walcheturm in Zuerich bei den eidgenoessischen Wahlen am Sonntag, 20. Oktober 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die neue GLP-Nationalrätin Corina Gredig weibelt für einen überparteilichen Schulterschluss gegen die Zivildienst-Verschärfung. Bild: KEYSTONE

Die Zürcher GLP-Nationalrätin Corina Gredig (32) wirbt bei den Jungpolitikern für einen überparteilichen Schulterschluss gegen die Zivi-Vorlage. «Es wäre absurd und vorauseilender Gehorsam, wenn wir der Armee-Reorganisation vorgreifen und den den Zivildienst abstrafen.» Und zieht einen einfachen Vergleich: «Wenn man merkt, dass die Universitäten ein Problem haben, darf man doch nicht die Fachhochschulen schwächen.»

Lilian Studer, EVP, im Wahlzentrum des Kanton Aargau am Sonntag, 20. Oktober 2019, in Aarau. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

EVP-Nationalrätin Lilian Studer. Bild: KEYSTONE

Die Aargauer Neo-EVP-Nationalrätin Lilian Studer (42) kämpft ebenfalls vehement gegen die Vorlage. Für sie ist es auch eine Generationenfrage: «Gerade jüngere Menschen denken anders über den Zivildienst. Sie kennen Zivildienstleistende und wissen, dass die Arbeit ein grosser Dienst an der Gesellschaft ist.» Ihr Engagement kommt übrigens nicht von ungefähr. So gilt ihr Vater, alt Nationalrat Heiner Studer, als «Vater des Zivildiensts».

Andri Silberschmidt, Co-Praesident

Andri Silberschmidt. Bild: KEYSTONE

«Ich bin dagegen, etwas zu verschlechtern, wenn wir gleichzeitig etwas anderes attraktiver machen können.»

Andri Silberschmidt, FDP

Auch in der FDP gibt es potenzielle Abweichler. Der 25-jährige Andri Silberschmidt steht der Zivi-Revision auf Smartvote kritisch gegenüber: «Ich bin dagegen, etwas zu verschlechtern, wenn wir gleichzeitig etwas anderes attraktiver machen können», sagte er kürzlich in der Sonntagszeitung. Auf Anfrage von watson will er nun erst die Fraktionssitzung vom Dienstag abwarten, bevor er sich definitiv entscheidet.

Ein Blick auf Smartvote zeigt, dass bei der FDP die Anti-Zivi-Fraktion weiter bröckelt. So hat sich auch die neu gewählte Bündner Nationalrätin Anna Giacometti «eher» gegen die Verschärfung der Zivildienst-Hürden ausgesprochen.

La candidate au Conseil des Etats des l'elections federales 2019 Lisa Mazzone, conseillere nationale Les Verts GE, pose pour le photographe lors du lancement de leur campagne electorale, ce mardi 16 avril 2019 a Geneve. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Lisa Mazzone. Bild: KEYSTONE

Für Lisa Mazzone (31), Grüne Ständerätin und Co-Präsidentin des Zivildienstverbandes CIVIVA, hat das Sesselrücken im Parlament positive Folgen für das Ansehen der Zivis. «Ich glaube, dass je jünger das Parlament wird, desto mehr Unterstützung erhält der Zivildienst». Das Verständnis über den Zivildienst, etwa was das grosse zeitliche Engagement in der Realität bedeute, sei bei der jüngeren Generation einfach grösser.

Der Urner Nationalrat Stadler stellt klar, dass er für eine starke Armee ist. Wichtig sei, dass die Armee der Zukunft besser mit dem Studium und Berufsleben vereinbar sei und auch wieder einen «echten Mehrwert» in der Arbeitswelt biete.

Klar ist: Am Schluss wird es auf jede Stimme ankommen. Denn es sei trotz allem fraglich, ob die neuen Nationalräte aus den bürgerlichen Parteien bereits in der ersten Session gegen die Empfehlung der Fraktion stimmen würden, so Mazonne.

Droht ein Personalmangel im Militär?

Die Armee gibt an, jährlich 18'000 neue Armeeangehörige (AdA) zu benötigen, um die nötigen Bestände zu erreichen. Laut Sonntagszeitung waren es im vergangen Jahr 16'300. Sind das wirklich zuwenig? Denn seit 2018 gibt es die Möglichkeit, den Start der RS bis zum 25. Altersjahr flexibel zu gestalten. So erschienen 5000 gar nicht zur Rekrutierung. Das avisierte Ziel dürfte also mit Verzögerung erreicht werden. Beim VBS heisst es dazu, man habe derzeit «kein klares Bild».

Gleichzeitig leisten immer weniger Leute Zivildienst. 2018 wurden 6205 Personen zugelassen, was einem Minus von 6,5 Prozent entspricht. 2019 gingen die Zahlen bis September nochmals um 9 Prozent zurück.

Zivildienst Bundesrat

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62Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Linksanwalt 17.12.2019 15:37
    Highlight Highlight Zivildienstleistende helfen da wo es dringend nötig ist. Im Gegensatz dazu ist das Militär in der neutralen Schweiz nicht halb so sinnvoll. Früher war unsere Armee sicher sinnvol, doch heutzutage haben wir hierzulande andere Probleme und der Zivieldienst ist ein wichtiger Teil bei der Bekämpfung dieser!
    • 7immi 17.12.2019 17:49
      Highlight Highlight @Linksanwalt
      das macht die Armee etwa nicht?
      Überschwemmung im Kandertal, Bergsturz Gondo, Bergsturz Bondo, Waldbrände, Gotthardeinweihung, WEF, Skirennen, uvm... Dies sind alles keine Aufgabenbereiche des Zivildienstes. Unser Katastrophenschutz funktioniert sehr gut und ist extrem vielseitig, es wäre nur dumm, diesen zu torpedieren. Ja, Armee ist nicht = Krieg...
    • Howard271 18.12.2019 07:32
      Highlight Highlight Ich frage mich einfach, inwiefern es Aufgabe der Armee ist, bei Skirennen zu helfen...
    • 7immi 18.12.2019 08:36
      Highlight Highlight @howard
      Was spricht dagegen? So kann man eine Übung, die ohnehin stattgefunden hätte, mit einem Nutzen für die Bevölkerung vereinen. Haben also alle was davon.
  • giandalf the grey 17.12.2019 11:44
    Highlight Highlight Ich hätte da eine Idee wie man die Anzahl potentieller Rekruten von heute auf morgen um etwa 100% steigern könnte...
  • Chrigi-B 17.12.2019 11:02
    Highlight Highlight Es braucht eine komplette Revision der "Wehrpflicht":

    1. Frauen werden auch eingezogen
    2. 365 Diensttage sind am Stück zuleisten

    3. Pflicht für ALLE:

    12 Wochen Waffen-, Überlebens-, 1. Hilfe, Sport-, Ernährungs- und Häuserkampftraining.

    3. Armeebefehlton inkl. allem anderen BS weg, da kein Krieg absehbar.

    4. Nach den 12 Wochen kann man wählen was man während dem Rest seines Dienstjahres machen will. Sprich: Wer in ein Altersheim will, kann. Wer in ein Spital will, kann.

    Wer weiter Krieg üben möchte, darf.

    Dazu eine grössere Berufstruppe aufstellen für den Notfall (Terror/Unwetter)
    • Dirot 17.12.2019 12:35
      Highlight Highlight Ich sehe es anders. Einen Gesellschaftsdienst für alle unter öffentlicher Verantwortung.

      Das heisst Zivildienst, Militär oder zahlen.
      Frei entscheidbar und gleichberechtigt.
    • Chrigi-B 17.12.2019 14:16
      Highlight Highlight Über den Pflichtteil wurde mehrmals abgestimmt - zahlen bevorzugt die Reichen...
    • Roman h 17.12.2019 17:48
      Highlight Highlight Wo ist der Sinn darin jemanden im Häuserkampf auszubildenden, der danach im Spital ist?
      Auch genügen dafür die 12 Wochen nicht um alles richtig auszubildenden, man hat also am Schluss viele die ein bisschen Häuserkampf beherrschen und im Altersheim arbeiten.
      Ergibt für mich einfach keinen Sinn.
      Und zu Punkt 3
      Kein befehlston weil kein Krieg.
      Wieso dann überhaupt Militär, wenn kein Krieg?
  • Toerpe Zwerg 17.12.2019 09:55
    Highlight Highlight "Weil der «zu attraktive» Zivildienst angeblich die Bestände der Armee gefährdet"

    Ist das eine Kolumne oder ein Bericht?
  • happytreasure 17.12.2019 09:28
    Highlight Highlight Wo hat es an Personal gemangelt in der Armee in den Jahren meines Militärdienstes? Nirgends. Wartezeiten von 8 Stunden und Unterbeschäftigung waren auf der Tagesordnung. Dienst für die Gesellschaft braucht es, sei es in der Feuerwehr, Zivi, Berghilfe und Armee. Daher bin ich für ein Milizsystem, das all diese Bereiche zur Auswahl stellt.
  • GabbaGandalf 17.12.2019 09:25
    Highlight Highlight Meld mi ab
  • Quacksalber 17.12.2019 09:23
    Highlight Highlight Würde man die Armee der Privatwirtschaft anpassen würde man die Abteilung wohl schliessen. Das zum Thema attraktiv.
  • Magnum44 17.12.2019 09:20
    Highlight Highlight Vorallem unverständlich ist mir, wieso alle diese Leute dann plötzlich in die Armee rutschen sollten. Die Alternative zum Zivildienst ist dann einfach doppel-UT.
  • EnnoConda 17.12.2019 09:07
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht müsste man die Armee attraktiver machen und zwar indem man den Sold massiv erhöht. Fände es Schade, wenn man die Armee attraktiver macht mit noch mehr Jokertagen und Zückerchen während des Dienstes. Den Zivi unattraktiver zu machen ist keine gute Idee. Aber, was man überdenken sollte: Wie sinnvoll ist es Sozial- und Gesundheitsberufe mit Dumpinglohnzivis zu konkurrenzieren?
  • jaähä 17.12.2019 08:52
    Highlight Highlight Wenn ich 4 Pizzen zum Znacht essen will, darf ich mich dann darüber beschweren, dass ich zu wenig Mehl habe, weil meine Freundin ein Brötchen backen will?
    Die Armee ist für die grösse der Schweiz überdimensioniert, kein wunder können die Bestände nicht gehalten werden.
  • reaper54 17.12.2019 08:41
    Highlight Highlight Es ist halt schlicht einfacher jemanden in ein bestehendes System zu integrieren wie dies der Zivildienst macht.
    Die Armee macht einen sehr grossen Teil mit Milizfunktionen. Da jede Armee der Welt ein riesiges Logistik und Gebäudeunterhalts Unternehmen ist fallen halt auch viele nicht so attraktive Jobs an.

    Sprich entweder der Armee massiv mehr Geld geben, damit nur noch die “Coolen” Funktionen verfügbar sind oder halt mal das eigene Leben im Sinne der Allgemeinheit zurückstellen (das wäre für einmal sogar richtig Kommunistisch...)

    Aber ja die paar Monate Australien sind halt wichtiger...
  • rudolph meier 17.12.2019 08:39
    Highlight Highlight GLP stimm ja eh wieder dagegen...
  • irgendwie so: 17.12.2019 08:29
    Highlight Highlight Mein Sohn war kürzlich am Info-Tag der Armee. Eigentlich war er ziemlich offen für den Militärdienst und hat bei allen Vorbehalten die Rekrutenschule ernsthaft in Betracht gezogen.
    Problem war nur, dass ein Hohlkopf von militärischem Vorgesetzten da war, der sich mit sexistischen und primitiven Sprüchen bei den zukünftigen Rekruten einschleimen wollte - und klar war für meinen Giel: Jeder Zivildienst ist besser als dieser Club...
    Liebe Armee, wenn ihr schon nur aufhören würdet mit dem bescheuerten "Männerklubverhalten", wärt ihr für viele moderne junge Menschen ein ganzes Stück attraktiver.
  • pun 17.12.2019 08:21
    Highlight Highlight Ich finde, das hat nichts mit "linksrutsch" zu tun, eher, dass hoffnungsvollerweise etwas vernünftigere Bürgerliche gewählt wurden
    • INVKR 17.12.2019 08:53
      Highlight Highlight Dieses Thema ist wohl tatsächlich eher eine Generationenfrage, wo der Konsens unter Jungen ziemlich parteiübergreifend ist (ausser wahrscheinlich JSVP).
  • ChillDaHood 17.12.2019 08:18
    Highlight Highlight Wir reden hier immer davon, den Zivildienst unattraktiver zu machen. Ich hab aber verstanden, dass man nur den Wechsel vom Militärdienst in den Zivildienst unattraktiver machen will, wenn die Grund und Berbandsausbildung schon gemacht wurde. Und da habe ich irgendwie Verständnis. Egal, was man genau macht, WKs kommen meist sehr ungelegen...
    • fidget 17.12.2019 13:35
      Highlight Highlight Das WK-Modell müsste vielleicht auch überdacht werden. Für viele ist es nur schwer machbar 3-4 Wochen am Stück bei der Arbeit zu fehlen. Allerdings muss ich sagen, dass die WKs, bei mir zumindest, nie überraschend kamen. Der Kommandant hat stets angekündigt, wann der nächste Dienst sein wird. Das steht am Ende eines WKs oft schon fest.
  • ubu 17.12.2019 08:15
    Highlight Highlight Die Armee hat noch immer nicht verstanden, dass ihr Problem nicht die motivierten Zivis sind, sondern alle, die sich dank irgendeinem erschlichenen ärztlichen oder psychologischen Attest komplett aus dem Dienst an der Gesellschaft verabschieden.
    • bebby 17.12.2019 22:26
      Highlight Highlight Doch hat sie: gewissen Offizieren ist es politisch lieber, wenn alle, die keinen Militärdienst leisten, als psychisch oder körperlich krank abgestempelt sind, als wenn es tatsächlich gesunde Leute gibt, die Zivildienst leisten, weil sie es als sinnvoller erachten. Das stellt das System mehr in Frage.
  • Tobias W. 17.12.2019 08:13
    Highlight Highlight Etwas anderes weniger attraktiv zu machen, kann ja nicht die Lösung sein. Also sollte man die Armee attraktiver machen.

    Jederzeit geschätzt wurde zum Beispiel, dass man da die LKW-Prüfung machen kann. Warum also nicht weitere zeitgemässe (!) Lehrgänge einbauen, welche man professionell anbieten und prüfen könnte, um sie später im Berufsleben brauchen zu können?

    Fakt ist: das schweizer Volk will eine Armee, und mit einer Armee kann man viel sinnvolles machen, wenn man will. Die Armee hätte auch alles was es braucht, um für Mütter der attraktivste Arbeitgeber zu sein. Wenn man will.
  • JamSam 17.12.2019 08:13
    Highlight Highlight Die besten politischen Artikel sind immer die, in denen nur eine seite zu Wort kommt. Mich hätten die Argumente der Befürworter interessiert. So ist es nicht sehr Spannend zu lesen so...
  • Thinkdeeper 17.12.2019 08:12
    Highlight Highlight Wäre gut...
  • Fip 17.12.2019 08:00
    Highlight Highlight Wie wäre es denn mit allgemeiner Dienstpflicht?
    Der Pool an Dienstpflichtigen würde sich augenblicklich mindestens verdoppeln.
    Ein paar Damen würden sich wohl auch für die Grüne Option entscheiden.
    Auch Intergrationsfähige Ausländer könnten ihren Beitrag leisten.
  • bebby 17.12.2019 07:46
    Highlight Highlight Was gewisse Parlamentarier nicht zu begreifen scheinen, ist, dass die Alternative zum Zivildienst der blaue Weg ist und nicht der Militärdienst.
    Und es liegt am Militär, den Militärdienst so zu gestalten, dass weniger Leerlauf und unmögliche Vorgesetzte die Jungen zum Zivildienst bringen, wo die Sinnhaftigkeit in den meisten Fällen nicht zur Diskussion steht. Sprich, weniger Trachtenverein, mehr Profis.
  • Army Neilstrong 17.12.2019 07:43
    Highlight Highlight Das ist doch einfach nur dämlich. Der Zivildienst ist beliebt, weil man da etwas sinnvolles machen kann und nicht nur einfach seine Zeit absitzt. Es ist an der Zeit, dass sich das Militär endlich mal anpasst.
    • Wandervogel 17.12.2019 09:05
      Highlight Highlight Wie will man den Militärdienst attraktiver machen? Militärdienst wird nie lustig und attraktiv sein.
    • 7immi 17.12.2019 10:42
      Highlight Highlight @Neilstrong
      Nein, man macht den Zivi wegen der Dienstpflicht und weils einfacher und gemütlicher ist als der Militärdienst. Kann ich absolut verstehen. Das Problem ist aber, dass der Militärdienst immer weniger gemütlich/attraktiv ist. So wird man am Abend nie nach Hause können, man wird unter anderem Nachtübungen haben uvm. Das kann man nicht ändern, da diese Einsätze Auftrag der Armee sind...
    • Astrogator 17.12.2019 13:20
      Highlight Highlight "weils einfacher und gemütlicher ist als der Militärdienst."

      Einfacher und gemütlicher als ohne Verantwortung rumzuhängen wie im Militärdienst geht nicht. Klar, man muss sich bewegen, man hat Deppen als Vorgesetzte die meinen sie hätten in meinem Leben irgendwelche Relevanz oder Autorität bloss weil ich drei Wochen im Jahr grün trage.

      Wieso heissen die WK im Volksmund "Grüne Ferien"? Wegen dem Leistungsdruck wohl eher nicht...


      Aber als Zivi musst du für die Gesellschaft etwas leisten. Da ist es dann auch verständlich, dass man sich am Abend oder Wochenende erholen muss.
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  • Jacques #23 17.12.2019 07:38
    Highlight Highlight Verständlich. Vernünftig. Logisch und unverbraucht. Oder degeneriert.
  • michiOW 17.12.2019 07:36
    Highlight Highlight Soldat zu sein ist nun mal in den meisten Funktionen unattraktiv und wird es auch immer bleiben.
    • Carlo Meyer 17.12.2019 10:58
      Highlight Highlight Genug Dienst geleistet um zu wissen, dass man das ganze auch in der halben Zeit lernen könnte.
      Den Grossteil mit Warten verbracht. Und das ist nicht das Wichtigste, wenn einem Kugeln um die Ohren fliegen oder Kameraden von Handgranaten zerfetzt werden.
      Die Schweizer Armee rechnet so gar nie mit einem Kriegseinsatz.
      Man kann ja schon für Landesverteidigung sein. Aber so nicht.
    • michiOW 17.12.2019 12:48
      Highlight Highlight @Carlo
      In meiner RS und meinen WKs wurde nicht sehr viel gewartet, aber auch dann ist es als Soldat nicht attraktiv, denn man ist zuunterst und kann nichtsuwirklich selbst entscheiden.
    • rodolofo 17.12.2019 13:12
      Highlight Highlight Nicht für Sadisten...
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  • rodolofo 17.12.2019 07:27
    Highlight Highlight Zivildienst, aus Freude an der Arbeit!
  • Eldroid 17.12.2019 07:22
    Highlight Highlight Hauptsache die Frauen sind gegen die Massnahmen...

    Sie haben ja so viel Erfahrung mit dem Militärdienst 🙄
    • TJ Müller 17.12.2019 12:23
      Highlight Highlight Oh, dürfen auch nur Rentner über eine Rentenreform entscheiden und Eltern über eine Elternzeit? Denkst du auch bevor du etwas kommentierst?
    • Eldroid 17.12.2019 17:22
      Highlight Highlight Renten betreffen alle. Militärdienst die taugliche Minderheit.
  • brudi 17.12.2019 07:18
    Highlight Highlight Viel wichtiger fände ich : gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
    Für mich unbegreiflich wie in der rs oder im Zivildienst abgerechnet wird.
  • Mantrax 17.12.2019 07:13
    Highlight Highlight Die Grundidee, den Zivildienst unattraktiver statt die Armee attraktiver zu machen, repräsentiert wunderbar den Teil der Schweiz, den ich absolut nicht verstehe. Wenn es ein jüngeres und linkeres Parlament in solchen Fragen nicht schafft aus Fraktionszwang und 1970er Denken auszubrechen, dann kann ich jene verstehen, die nicht (mehr) zur Urne gehen. Ändert dann ja sowieso nicht :-(
    • michiOW 17.12.2019 12:48
      Highlight Highlight Wie soll man das Soldatendasein attraktiver machen?
    • rodolofo 17.12.2019 13:11
      Highlight Highlight @ michiOW
      Indem der Kommandant "Ruhn! ... Uuuund abtreten! Für immer!" schreit.
    • michiOW 17.12.2019 14:10
      Highlight Highlight @rodolfo
      Ok
  • michirueegger 17.12.2019 06:48
    Highlight Highlight Wie wäre es mit einem atracktiveren militär? Ich kann ja auch nich anderen die schuld geben wenn ich keine Freundin finde.
    • michiOW 17.12.2019 12:49
      Highlight Highlight Und wie, wenn man fragen darf?
  • Mynamesjeff 17.12.2019 06:48
    Highlight Highlight Macht doch was ihr wollt... Ich bin auf alle fälle froh dass ich den Zivildienst leisten durfte und dem Militär den rücken zuwenden konnte. Hat spass gemacht!
  • Zauggovia 17.12.2019 06:44
    Highlight Highlight Solange Zivildienstleistende im Flughafen Zürich (betrieben von einer profitorientierten AG) dafür eingesetzt werden als billige Arbeitskräfte Passagiere mit den Carts rumzufahren, soll mir keiner sagen, dass der Zivildienst sinnvoller als die Armee ist.
  • Philboe 17.12.2019 06:40
    Highlight Highlight Als Einheits Kommandant ist es jedes Jahr das gleiche Thema. Fehlendes Personal an allen Fronten. Ich verstehe jeden jungen Menschen der sich so entscheidet. Der Zivildienst ist attraktiver als die Armee. Ich kann nach Hause am Abend und bin einiges flexibler mit der Planung. Ist ja auch klar dass Einzeljobs einfacher zu planen sind als eine Ausbildung für 200 Personen. Dazu kommt einfach noch dass viele Junge sich weiterbilden und Kommandanten dann oftmals Lösungen ablehnen weil es eben Personell nicht geht. Wir müssen die Armee attraktiver machen und der Privatwirtschaft anpassen(Effizienz)
    • JRaeber 17.12.2019 08:41
      Highlight Highlight Es gibt keine Fronten.
    • Astrogator 17.12.2019 09:05
      Highlight Highlight Vor Jahren habe ich für die FIFA gearbeitet, während einer Klub-WM wäre ich im Ausland gewesen und das fiel genau in die Zeit eines WK's.

      Ich wusste im Februar bereits, dass ich den WK im Oktober nicht machen kann und habe ein Gesuch gestellt den Dienst entweder Vor- oder nachzuholen.

      Mir wurde mitgeteilt, dass man in der Armee leider nicht in der Lage sei mit einem Vorlauf von 8 Monaten meine Abwesenheit zu planen und ich solle die FIFA bitten die WM zu verschieben, kein Scherz.

      Ich hatte dann plötzlich chronische Rückenschmerzen und war noch im selben Jahr komplett raus aus dem Verein.
    • SR 210 17.12.2019 13:59
      Highlight Highlight @Astrogator: Tragischerweise glaube ich diese Geschichte sofort. Es gibt einiges was an bürokratischen Abläufen, welche in der Armee dringend effizienter und Mitarbeiter-(AdA-)freundlicher gestallten könnte und auch müsste. Aus persönlichem Interesse nähme es mich noch wunder, wer diese unqualifizierte Aussage in Ihrem Fall getätigt hat. Immerhin ist die Frist von DVG mit 14 Wochen angegeben und das sind ja dann deutlich weniger als 8 Monate.
  • Scrj1945 17.12.2019 06:25
    Highlight Highlight Oder anderst ausgedrückt: die unattraktive armee gefährdet die bestände der armee. #teamzivildienst
  • Schneider Alex 17.12.2019 06:17
    Highlight Highlight Zivildienst soll unattraktiver werden?

    Ja will man denn noch mehr unwillige und unmotivierte Soldaten in der Armee? Welcher Vorgesetzte im Militär will sich gerne wochenlang mit Leuten abgeben, die ständig passiven Widerstand leisten?

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