Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Armee: Müssen die Soldaten sechs- statt nur fünfmal zum WK antraben?



Statt fünf soll es nun doch sechs Wiederholungskurse geben. Das beantragt die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats (SiK). Die Anzahl der Diensttage würde damit etwa gleich bleiben wie heute.

Der Bundesrat wollte die Wiederholungskurse ursprünglich von drei auf zwei Wochen verkürzen. Das hat der Ständerat in der Frühlingssession abgelehnt: Die WK's sollen drei Wochen dauern, dafür müssen nur fünf Kurse absolviert werden. Damit wären total rund 245 Diensttage geleistet worden.

Von einer Verkürzung will die Nationalratskommission aber nichts wissen. Sie beantragt, dass sechs Wiederholungskurse zu je drei Wochen geleistet werden müssen, wie Kommissionspräsident Thomas Hurter (SVP/SH) am Dienstag vor den Bundeshausmedien sagte. Die auf 18 Wochen verkürzte Rekrutenschule war in der SiK hingegen unbestritten. Damit würden wie heute rund 260 Diensttage geleistet,

Für Diskussionen sorgte auch der Sollbestand der Armee, allerdings blieb die SiK am Ende bei dem vom Bundesrat beantragten Sollbestand von 100'000 Armeeangehörigen. Anträge für eine Verkleinerung auf 80'000 respektive einer Vergrösserung auf 140'000 Armeeangehörige wurden abgelehnt. Eine Vergrösserung wäre zwar wünschenswert, aber nicht finanzierbar, sagte Hurter.

Wie der Ständerat möchte die Kommission den Armeebestand und die Armeeorganisation in einer Parlamentsverordnung regeln. Das gehöre nicht in ein Gesetz, sagte Hurter. Damit wäre die Grösse der Armee aber gleichzeitig dem Referendum entzogen, das Volk könnte sich nicht dazu äussern.

Hingegen möchte die SiK den Ausgabenplafond für die Armee ins Gesetz schreiben. Wie der Ständerat will sie in den nächsten vier Jahren nicht nur 19,5 Milliarden, sondern 20 Milliarden für die Armee ausgeben, also fünf Milliarden im Jahr. Mit der geplanten Reform soll die Armee kleiner werden, aber voll ausgerüstet und rasch mobilisierbar sein. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Alte Fotos zeigen die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs

Im August 1945 feierte die «Schweizer Illustrierte Zeitung» das Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine Reise zurück in die Zeit, als das Land am Abgrund stand.

Heute spotten wir über «die beste Armee der Welt». Dabei war sie einst für viele Menschen die letzte Hoffnung. Das zeigt ein spezielles Zeitdokument, in dessen Besitz ich kürzlich dank meiner Mutter, einer leidenschaftlichen Sammlerin, kam.

Auf den ersten Blick ist es nur eine zerknitterte und vergilbte Zeitung. Das Titelblatt zeigt zwei junge Männer in Uniform, die eine Schweizer Fahne einrollen.

Es ist eine 40-seitige Spezialausgabe der «Schweizer Illustrierte Zeitung», erschienen am 22. …

Artikel lesen
Link zum Artikel