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Divisionaer Claude Meier, Chef Armeestab eroertert die Anforderungen an das neue Kampfflugzeug und an das neue System zur bodengestuetzten Luftverteidigung BODLUV, am Freitag, 23. Maerz 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Divisionär Claude Meier Bild: KEYSTONE

Dieser Romand gilt als Favorit für den Chefposten der Armee

Bald bestimmt der Bundesrat den neuen Armeechef. Claude Meier ist in der Poleposition – eine Überraschung ist gemäss gut unterrichteten Kreisen unwahrscheinlich.

Lorenz Honegger / ch media



Verteidigungsministerin Viola Amherd macht kein Geheimnis daraus: Bei zwei Kandidaten mit identischen Qualifikationen würde sie eine Frau zur Chefin der Armee machen. So wie sie bereits im Juni Monica Duca Widmer zur Verwaltungsratspräsidentin der neuen Ruag-Beteiligungsgesellschaft ernannte.

Anders als bei der Ruag steht Amherd für den höchsten Posten in der Armee allerdings nur eine Frau zur Auswahl: Brigadier Germaine Seewer. Die 55-Jährige kommandiert die Führungsunterstützungsbrigade und ist die einzige weibliche Vertreterin unter den höheren Stabsoffizieren. Sie bringt vieles mit, was es braucht, um in der Armee weiter Karriere zu machen.

Gut informierte Kreise halten es trotzdem für eher unwahrscheinlich, dass der Bundesrat Seewer zur Nachfolgerin des scheidenden Armeechefs Philippe Rebord ernennt.

Der Job sei zurzeit noch eine Nummer zu gross für sie. Ausserdem sei bei einem Frauenanteil von 0.7 Prozent die Zeit schlicht noch nicht reif für eine Frau an der Spitze des Militärs. Von 158'435 Armeeangehörigen sind nur 1152 weiblich.

Am Dienstag, 26. Juni 2018 fand in den altehrwürdigen Mauern des Schlosses Greifensee eine Premiere statt: mit Brigadier Germaine J.F. Seewer übernahm erstmals eine Frau das Kommando über eine Brigade der Schweizer Armee. Regierungsrat und Militärdirektor Mario Fehr gratulierte Brigadier Seewer zur Kommandoübernahme und sprach zu den rund hundert anwesenden Kader der Führungsunterstützungsbrigade 41, die ihren Standort in Bülach hat. Bild: HO

Brigadier Germaine Seewer bild:pd

Der Chef Armeestab gilt als Hauptfavorit

Dafür hat sich in den vergangenen Wochen ein anderer hochrangiger Offizier zum aussichtsreichsten Kandidaten für die Rebord-Nachfolge entwickelt: Divisionär Claude Meier, 55 Jahre alt, seit 2016 Chef des Armeestabs.

Er war bereits im Gespräch, als Philippe Rebord im April seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen per Ende Jahr ankündigte. Meier gilt als Rebords engster Begleiter und als politisch versierter Stratege.

Ob Erneuerung der Luftwaffe oder Umsetzung der Armeereform: Es gibt kein Dossier, das nicht über den Tisch des ehemaligen F/A-18-Piloten geht.

Was gegen ihn spricht, ist sein Westschweizer Wohnsitz – nachdem der ehemalige Verteidigungsminister Guy Parmelin einen Grossteil der wichtigen Posten mit Romands besetzte, wäre die Zeit wieder reif für einen Deutschschweizer.

Meier gilt aber als perfekt bilingue, womit er dieses Defizit wettmacht. Nicht wegreden lässt sich, dass der Chef des Armeechefstabs nie einen grösseren Verband geleitet und einen Grossteil seiner Karriere bei der Luftwaffe verbracht hat.

Einer, der dieses Defizit nicht aufweist und neben Meier ebenfalls als neuer Armeechef gehandelt wird, ist Divisionär Hans-Peter Walser. Schon als es 2015 um die Nachfolge von André Blattmann ging, gehörte er zu den Topfavoriten. Walser ist wie Meier 55 Jahre alt und führt derzeit die Territorialdivision 2.

Er hat seine Armeekarriere am Boden gemacht, was ihn zumindest auf dem Papier prädestiniert, um die Modernisierung der Bodentruppen umzusetzen. Der Bundesrat will dafür in den nächsten Jahren rund 5.5 bis 6 Milliarden Franken investieren – Walser könnte das Projekt gegenüber dem Parlament und der Öffentlichkeit glaubwürdig vertreten.

Divisionaer Hans-Peter Walser fotografiert vor dem Jahresrapport der Territorialregion 2, Ter Reg 2, am Freitag, 15. Januar 2016, in der Kaserne Liestal BL. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Divisionär Hans-Peter Walser Bild: KEYSTONE

Zusammengefasst: Jeder neue Armeechef, der nicht Meier oder Walser heisst, wäre eine Überraschung. Eine solche ist weiterhin möglich, aber unwahrscheinlich.

Fällt der Entscheid am kommenden Mittwoch?

Gut informierte Kreise rechneten bereits diese Woche mit der Ernennung des neuen CDA. Nun soll es am Mittwoch so weit sein. Das Verteidigungsdepartement will dies erwartungsgemäss nicht bestätigen: Die Traktandenliste der Bundesratssitzung werde jeweils erst um acht Uhr morgens definitiv festgelegt: «Ihre Frage ist somit reine Spekulation.»

Die Grundlagen für Amherds bisher wichtigsten Personalentscheid sind aber vorhanden: Nach dem Rücktritt Rebords setzte die Magistratin eine Findungskommission ein. Im Lauf des Septembers wird sie dem Bundesrat ihren Antrag unterbreiten, wie sie diese Woche dem «Blick» sagte. (aargauerzeitung.ch)

En Guete!

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Abu Nid As Saasi 30.08.2019 15:32
    Highlight Highlight Der neue Chef sollte einer aus der Papstgarde sein
  • DemonCore 30.08.2019 11:40
    Highlight Highlight Ich fände es gut wenn der Armeechef Truppenführer gewesen wäre. In der Armee wird zu viel administriert und zu viele Power Point Präsentationen gehalten, die zu oft nur frommer Wunsch bleiben. Am besten sollten Leute die Armee führen, die auch mal einen Auslandeinsatz geleistet haben oder sich als Militärbeobachter ein Bild vom heutigen Einsatzumfeld machen konnten (Ukraine, Syrien, Yemen, Libyen, Israel).
    • Wandervogel 30.08.2019 15:10
      Highlight Highlight Ab Stufe Brigadier hat jeder mind. einen Auslandseinsatz geleistet und sogar an einer ausländischen Militärakademie studiert. Diese Leute sind folglich fachlich auf einem top-Level. Ausserdem hat jeder Ada im Generalsrang als Truppenführer oder zumindest als Zugführer begonnen und kennt die Armee von der Pike auf. Vielleicht würde es der Schweiz jedoch gut tun, wenn eine neue und modernere Generation an Generälen heranwächst, die den kalten Krieg nicht mehr kennen.
    • DemonCore 31.08.2019 10:52
      Highlight Highlight Auslandeinsatz, nicht Auslandlehrgang. Und Zugführer ist nicht gut genug. Unter Truppenführer verstehe ich Kommandant eines grossen Verbandes (Brigade, Ter Div)
  • jonas3344 30.08.2019 08:53
    Highlight Highlight Vielleicht würde der Armee ein neuer Chef, der von Aussen anstatt von Innen kommt mal sehr gut tun.
    • ChillDaHood 30.08.2019 09:20
      Highlight Highlight Meinen sie mit von aussen eine(n) Armeeangehörige(n) einer anderen Armee oder jemanden, der grundsätzlich von der Materie keine Ahnung hat.

      Beides unmöglich, denke ich.
    • PlayaGua 30.08.2019 09:31
      Highlight Highlight Das ist in der Armee nicht möglich.
    • jonas3344 30.08.2019 09:42
      Highlight Highlight Jemand der nicht sein ganzes Leben in der Armee verbracht hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Silie 30.08.2019 08:42
    Highlight Highlight Ich fände es nicht schlecht, wenn der Armeechef Welsche ist.. Zum ersten mal wohl würde man beim Antrittsverlesen selbst bei 5 Minuten Verspätung der erste sein 🙊
  • Militia 30.08.2019 07:39
    Highlight Highlight Es wäre schlicht und einfach eine bodenlose Frechheit eine Frau zur Chefin zu machen. Bei 0,7% wäre das dann ca. der 200. Armeechef. Bis anhin hatte die Armee 24 Chefs. Wenn man in der Armee etwas zu sagen haben will muss manauch etwas dafür leisten, wie überall im Leben. Ausser man ist Berufspolitiker.
  • Glenn Quagmire 30.08.2019 07:39
    Highlight Highlight Super, mit den Russen wars immer lustig in der RS 🤪
  • Markus97 30.08.2019 07:16
    Highlight Highlight Ich bin selber Deutschschweizer, finde es aber ein echtes Unding, dass der westschweizer Wohnsitz eine Rolle spielt. Solange der Herr Qualifiziert ist, sollte es völlig egal sein, wo er herkommt.

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