Schweiz
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Un helicoptere Super Puma de l'Armee suisse prends de l'eau dans le lac de Joux pour abreuver les vaches d'un paysan lors d'un point presse sur le dispositif secheresse ce mardi 21 juillet 2015 pres d'un alpage dans la region du Marchairuz. L'Armee suisse aide le Canton de Vaud a maitriser les consequences de la canicule. Les militaires ont commence a mettre en place et a approvisionner huit points d'eau destines a abreuver le betail dans le Jura vaudois. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

A helicopter of the Swiss Army gets water from a lake to water cows of a framer during a press presentation on an Alp in the region of Marchairuz Switzerland on Tuesday July 21 2015. The Swiss Army helps the Canton Vaud to manage the consequences of the heat wave. The swiss army has started to build up aight water points to supply the cattle with water. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Ein Superpuma schöpft Wasser aus dem Lac de Joux. Bild: KEYSTONE

Schweizer Armee «klaut» Wasser aus französischem See: Nun geht «Swiss Watergate» um die Welt



Das Sommerloch hat seine obligate Posse – und die Hauptrolle spielt die «beste Armee der Welt». Sie hat vor zwei Wochen begonnen, die unter der Hitze leidenden Kühe im Waadtländer Jura per Helikopter mit Wasser zu versorgen. Dabei kam es prompt zu Misstönen. Ein Armeepilot entnahm Wasser aus den Flüssen Orbe und Aubonne, obwohl das verboten ist.

Gar für einen diplomatischen «Eklat» sorgte ein Armeehelikopter, der Wasser aus dem Lac des Rousses schöpfte. Dieser befindet sich auf der anderen Seite der Grenze in Frankreich. Der Einsatz war mit der französischen Luftwaffe abgesprochen, doch die lokalen Behörden wussten von nichts. Sie reagierten erbost, denn auch im französischen Jura herrscht Trockenheit, die Wasserentnahme aus öffentlichen Gewässern ist verboten.

Die «Invasion» der Schweizer Armee in Frankreich schaffte es weltweit in die Schlagzeilen. Selbst renommierte Medien wie New York Times und BBC berichteten. Denis Froidevaux, Chef des kantonalen Führungsstabs in der Waadt, sprach dabei von einem «Kommunikationsproblem» und betonte: «Die Schweiz stiehlt kein Wasser aus Frankreich, um ihre Kühe zu retten.»

Auf Twitter wurde die Story fleissig geteilt, etwa in Australien und Nigeria.

Natürlich durfte eine Bezeichnung nicht fehlen: Swiss Watergate.

Und launige Wortspiele liessen ebenfalls nicht auf sich warten.

Keinen Spass versteht die Gemeinde Les Rousses, zu der der gleichnamige See gehört. Die Behörden prüfen laut NZZ eine Entschädigungsforderung an die Adresse der Schweiz. Zwar rief Korpskommandant Dominique Andrey am Dienstag an, um sich zu entschuldigen. Allerdings dauerte es fünf Tage, bis es zu dieser Kontaktaufnahme kam. «Wir hätten gerne früher ein Telefon aus der Schweiz erhalten», sagte Christophe Mathez, Vize-Bürgermeister von Les Rousses, der NZZ.

Und selbst mit jenem Wasser gibt es Probleme, das die Armee korrekt aus dem Lac de Joux entnimmt. Manchen Kühen schmeckt es offenbar nicht, wie 20 Minutes berichtete. Ein möglicher Grund dafür sind die Algen im See, die einen Einfluss auf den Geschmack des Wassers haben könnten. Schon im Hitzesommer 2003 habe man dieses Problem gehabt, sagte ein Bauer.

Das passende Schlusswort gebührt deshalb dieser Twitter-Userin aus Indien:

Wo ist die Hitze am schönsten? In Paris, Amsterdam, London ...

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo Hediger 31.07.2015 07:04
    Highlight Highlight Aber d Berta hät ďoch durscht gha!
  • Max Heiri 31.07.2015 00:20
    Highlight Highlight Manchmal bleiben unsere liebgwordenden Nachbarn im Westen halt Harzosen.
  • Migu Schweiz 30.07.2015 18:26
    Highlight Highlight Komisch wie die schweizer Presse das englische Wort 'gate' in Skandal übersetzt..., denn es bedeutet nämlich 'Tor' (immer noch, wurde gerade unsicher, musste nachschauen)
  • Philboe 30.07.2015 14:17
    Highlight Highlight Es erstaunt mich doch immer wieder wie sehr ein medium eine Geschichte drehen, wenden und umschreiben kann bis der Inhalt des Artikels nicht mehr objektiv ist sondern nur noch die Auflage steigern soll. Hach Ihr Gutsmenschen da draussen mit all euren ach so wichtigen Problemen erheitern mir doch oft den Alltag
    • Tscheggsch? 30.07.2015 15:31
      Highlight Highlight Weil die Bauern zu wenig Wasser für Ihre Kühe haben? Oder was erheitert Sie an unseren Gutsmenschen?
    • Philboe 30.07.2015 16:02
      Highlight Highlight was mich erheitert dass so ein Bericht um die ganze Welt geht und viele internationale Medienschaffende anscheinend nicht in der Lage wahren ordentlich zu recherchieren -> Watson ausgenommen...
    • Nico Rharennon 30.07.2015 17:03
      Highlight Highlight Welt schau her! Ein Schlechtmensch labert Müll!
  • Xi Jinping 30.07.2015 14:04
    Highlight Highlight was für ein Drama wieder draus gemacht wird....solche Sachen erstaunen mich immer wieder Oo... einfach idiotisch...
    • Too Scoop 30.07.2015 16:14
      Highlight Highlight Ja, welch Kindergarten.
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 30.07.2015 13:58
    Highlight Highlight Es wäre ja nicht so, dass die beste der Armee nicht gefragt hätte. Man hat sogar richtigerweise in einem zentralistischen Land, in Paris nachgefragt. Der Herr Präfekt sollte eher sauer sein, dass man es offenbar dort nicht für nötig hielt, Ihn zu informieren... aber sowas hätte nicht so eine schöne Sommergeschichte gegeben... und ja, wichtig ist schon das man fragt. Würde man umgekehrt auch erwarten.
  • blueberry muffin 30.07.2015 13:40
    Highlight Highlight "Not the cheese!" :o

    Aber die Inderin sollte wenigsten verstehen, das uns Kuehe heilig sind. ;)

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