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Nationalrats-Kommission folgt SP-Fehr: Kantone sollen mehr Plätze in Frauenhäusern schaffen



Die Kantone sollen dafür sorgen, dass genügend Plätze in Frauenhäusern und anderen Institutionen zur Verfügung stehen, die Menschen Schutz vor Gewalt bieten. Die Rechtskommission des Nationalrates möchte diesen Auftrag im Gesetz verankern.

THEMENBILD ZUR KRIMINALSTATISTIK 2013 --- (Themenbild Gewalt in der Ehe, gestellte Aufnahme 2010)
Schaetzungsweise jede zehnte Frau wird im Laufe ihres Erwachsenenlebens in einer Paarbeziehung Opfer koerperlicher oder sexueller Gewalt. 2007 bestand bei rund 15'500 Beratungen der kantonalen Opferberatungsstellen in der Schweiz eine haeusliche Beziehung zwischen Opfer und Taeter. An den Folgen von Gewalt in Paarbeziehungen starben zwischen 2001 und 2004 pro Jahr im Mittel 22 weibliche und 4 maennliche Opfer. (KEYSTONE/Luis Berg)

Jacqueline Fehr beruft sich auf Zahlen von 2012: Frauenhäuser mussten über 1000 Schutzsuchende abweisen. symbolBild: KEYSTONE

Mit 9 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen hat sich die Kommission für eine parlamentarische Initiative der ehemaligen SP-Nationalrätin und heutigen Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr ausgesprochen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

2012: 2000 Frauen fanden Unterschlupf

Die Nationalratskommission hatte sich anhand von Berichten über die heutige Situation informiert. Ist die ständerätliche Schwesterkommission einverstanden, kann sie die Gesetzesarbeiten an die Hand nehmen.

Fehr schreibt in ihrem Vorstoss, vielerorts fehlten geeignete Einrichtungen. Im Jahr 2012 hätten mehr als 2000 Frauen in Frauenhäusern Schutz vor gewalttätigen Familienmitgliedern gesucht. Über 1000 Frauen seien mangels Platz abgewiesen worden. Die Zahl der Männer, die in ähnlichen Situationen Schutz bräuchten, sei unbekannt. Kinder wiederum würden oft mangels geeigneter Einrichtungen vorübergehend in Spitälern untergebracht. (tat/sda)

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