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Geklaute Akten

Fall Schumacher: Inhaftierter Kadermann der Rega erhängt sich

Tragische Wende im Fall Schumacher: Ein Mann, der im Zusammenhang mit den gestohlenen Krankenakten von Michael Schumacher inhaftiert war, hat sich in seiner Zelle erhängt. Der Leichnam wurde am Mittwochmorgen in der Zelle des Zürcher Polizeigefängnisses aufgefunden, wie die Zürcher Staatsanwaltschaft mitteilte. 

Der Verstorbene war erst gestern festgenommen worden. Der Verdacht: Verletzung des Berufsgeheimnisses. Jemand soll Auszüge aus den Krankenakten von Schumacher diversen Medien zugestellt und zum Kauf angeboten haben. Die Ermittlungen führten zu einem Kadermitarbeitenden der Rega. 

Laut der Mitteilung der Staatsanwaltschaft bestehen nach heutigem Kenntnisstand keine Hinweise auf eine andere Täterschaft. Das Verfahren werde deshalb voraussichtlich eingestellt. Allerdings gelte für den Verstorbenen die Unschuldsvermutung. 

Erschütterter Rega-Chef 

Rega-Chef Ernst Kohler drückte in einem kurzen Communiqué seine tiefe Betroffenheit über den Suizid aus. «Dieses tragische Ereignis macht uns traurig und sprachlos», schreibt er. Die Rega stehe in Kontakt mit den Angehörigen des Verstorbenen und «unterstützt diese nach ihren Kräften». (jas/dwi/sda)

Akte Schumacher

Der Fall von der gestohlenen Schumacher-Akte machte im Juli erstmals die Runde. Über einen Computer der Rega, die den verunfallten Formel-1-Star vom französischen Grenoble ins Spital Lausanne transportierte, soll die Krankenakte von Michael Schumacher geklaut und internationalen Medien zum Kauf angeboten worden sein – für rund 60'000 Franken.



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