DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUM WAHLKAMPF DER EIDGENOESSISCHEN WAHLEN VOM 18. OKTOBER 2015 STELLEN WIR IHNEN ZUM SCHWERPUNKTTHEMA

Asylunterkunft in Lumino, TI.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Bund braucht 2500 Asylplätze bis Ende Jahr – Kantone nehmen VBS in die Verantwortung

Die Kantone müssen mehr Unterkunftsplätze für Flüchtlinge bereitstellen. Die Sozialdirektoren schiessen gegen Ueli Maurer: Das VBS solle Kasernen und andere militärische Einrichtungen zur Verfügung stellen.



Wegen der hohen Zahl von Asylsuchenden in der Schweiz hat das Staatssekretariat für Migration (SEM) den Kantonen diese Woche mitgeteilt, dass es bis Ende Jahr 2500 zusätzliche Unterkunftsplätze braucht.

Diese seien nötig, «um einen allfälligen kurzfristigen Anstieg der Gesuchsteller über die Feiertage bewältigen zu können», sagt SEM-Sprecherin Gaby Szöllösy der «NZZ am Sonntag».

Umstritten ist allerdings, wer die 2500 zusätzlichen Plätze bereitstellen soll. In einem vertraulichen Bericht des SEM heisst es: «Seitens der Kantone müssen schweizweit zusätzliche Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden.»

Der tunesische Asylbewerber Saidi Mohsen in einem Schlafraum fuer maximal zehn Asylbewerber in der ehemaligen Kaserne in Losone fotografiert waehrend eines Medienrundgangs am Freitag, 30. Januar 2015. Das Bundeszentrum fuer Asylsuchende San Giorgio in Losone bietet 130 Bewerbern eine Unterkunft. (Keystone/Ti-Press/Samuel Golay)

Ein tunesischer Asylbewerber in einer ehemaligen Kaserne in Losone.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Zahlreiche Kantone sehen das ganz anders, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. An der Jahresversammlung der Sozialdirektoren-Konferenz vom letzten Freitag hätten mindestens fünf kantonale Sozialdirektoren «ziemlich scharf gegen den Bund geschossen». Mehrere Regierungsräte hätten namentlich Bundesrat Ueli Maurer angegriffen, der dem Verteidigungsdepartement (VBS) vorsteht.

Die Kantone erwarten vom VBS, dass es in grossem Stil Kasernen und andere militärische Einrichtungen als Asylunterkünfte zur Verfügung stellt. (dwi)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Ein schwarzer Sonntag für kommende Generationen» – die Reaktionen auf das CO2-Nein

Am Sonntag wurde das CO2-Gesetz von der Schweizer Stimmbevölkerung bachab geschickt. Das löste Jubel auf der einen Seite und Ratlosigkeit auf der anderen Seite aus. Die Reaktionen von Medien, Politik und weiteren im Überblick.

Der «Tages-Anzeiger» warnt in seinem Kommentar nach dem Absturz der Klimavorlage vor ernsten Konsequenzen. Der Bundesrat und mit ihm alle Klimaschützer im Land stünden nach dem Volksnein zum CO2-Gesetz vor einem Scherbenhaufen.

Für den Chefredaktor der Blick-Gruppe, Christian Dorer, sind die Menschen für Umweltschutz, solange es nichts kostet und sie nicht einschränkt. So kommentiert er unter dem Titel «Klima retten - bitte ohne mich!» das Nein zum CO2-Gesetz.

Die Redaktion des CH-Media-Verlags …

Artikel lesen
Link zum Artikel