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Initiative startet neuen Anlauf für ein autofreie Stadt Zürich

Initiative startet neuen Anlauf für ein autofreies Zürich

03.10.2025, 13:1503.10.2025, 13:15

Ein «breites zivilgesellschaftliches Komitee» hat am Freitag bei der Stadt Zürich 4500 Unterschriften für die Verkehrswende-Initiative eingereicht. Sie forderte, dass das Stadtgebiet weitgehend autofrei wird.

Menschen bewegen sich auf der Langstrasse in Zuerich, aufgenommen am Samstag, 30. September 2023. Ab November 2023 wird die Langstrasse tagsueber autofrei. Zwischen Militaerstrasse und Helvetiaplatz d ...
Die Juso lancierte im Jahr 2020 die Initiative «Züri autofrei». (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Möglich bleiben soll lediglich der nicht-vermeidbare Motorfahrzeugverkehr, also Blaulichtfahrzeuge, Gewerbe, ÖV sowie Autos für Personen mit Mobilitätseinschränkungen und Schichtarbeitende, teilte das Komitee mit.

Die Initiative ermögliche auch die weitere Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie des städtischen Grünraums, hiess es weiter. Alles Anliegen, die für die Sicherheit in der Stadt und für die Klimaziele unabdingbar seien. Hinter dem Komitee stehen Vertreterinnen und Vertreter aus dem linksgrünen Lager.

Nicht der erste Anlauf

Es ist nicht der erste Anlauf für ein autofreies Zürich. Die Juso lancierte im Jahr 2020 die Initiative «Züri autofrei», allerdings wurde diese vom Bundesgericht für ungültig erklärt, weil die Stadt kein Recht habe, Fahrverbote für alle Strassen zu erlassen.

Die nun vorliegende Initiative geht etwas weniger weit, weil sie als «allgemeine Anregung» formuliert ist. Stadtrat und Gemeinderat könnten die Umsetzung somit selber bestimmen. (sda)

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Digitalflaneur
03.10.2025 15:22registriert März 2024
Kommt das einer Enteignung gleich für alle Stadtbewohner, die aktuell noch ein Auto besitzen? Ist ja nahezu fast jeder zweite…
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Peter D
03.10.2025 17:25registriert Januar 2023
Wer Zürich zur autofreien Zone machen will, sollte ehrlich sagen, dass er Zermatt nachbauen will – nur mit 450'000 Einwohnern, internationalem Finanzplatz und täglichem Pendlerchaos. Das ist keine Verkehrspolitik, das ist urbane Romantik.
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Pumba
03.10.2025 14:57registriert Januar 2018
Absolut einverstanden, wenn es eine anständige Umfahrung oder einen See-Tunnel gibt!
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