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Diese «Schweizer» Corvette hat ein wahnsinnig cooles Feature

Von der Idee bis zur Strassenzulassung dauerte die «Rückführung in die Zukunft» der Corvette C1 aus dem Jahre 1962 über zwei Jahre.
Von der Idee bis zur Strassenzulassung dauerte die «Rückführung in die Zukunft» der Corvette C1 aus dem Jahre 1962 über zwei Jahre.Manufaktur Marton GmbH

Diese «Schweizer» Corvette hat ein wahnsinnig cooles Feature

14.05.2019, 17:3414.05.2019, 18:00

Die Corvette: Wie kein anderes Auto steht die «Vette» für röhrenden V8-Sound, für tropfende Auspüffe, für unkontrolliertes Dandytum. Was bis in die 90er-Jahre cool war, wirkt heute so unsexy und deplaziert wie Harry Hasler.

Die Manufaktur Marton sanierte die C1 mit Jahrgang 62 komplett.
Die Manufaktur Marton sanierte die C1 mit Jahrgang 62 komplett.Manufaktur Marton GmbH

Nicht wenige trauern den alten Zeiten nach – aber die Welt zu retten hat halt seinen Preis.

Und der bewegt sich bei ca. 500'000 Franken.

So viel würde nämlich die 62er-Corvette «Dinora» der Manufaktur Marton kosten, wenn man sie kaufen könnte. Die «Dinora» wurde aber nicht nur komplett renoviert. Sie hat – und jetzt kommt's – einen Elektroantrieb.

Es ist, als hätte die Katze den Hund geheiratet.

Eine Corvette tankt Strom. Schöne neue Welt.
Eine Corvette tankt Strom. Schöne neue Welt.Manufaktur Marton GmbH

Über zwei Jahre hat das Team bei Küssnacht am Rigi an der Elektrifizierung gewerkelt. Vor Kurzem nun der Erfolg: Strassenzulassung.

Dass die «Vette» dadurch gezähmt wurde, kann man nicht wirklich behaupten. Der 185-kW-Motor katapultiert die «Dinora» mit 390 Nm in unter 6 Sekunden auf 100 km/h. 300 Kilometer weit reicht eine Ladung der 68-kWh-Batterie. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 155 km/h.

Der V8 war laut, schwer – und plump. Klein, kompakt und extrem dynamisch: So sieht der neue, viel effizientere Elektroantrieb der «Dinora» aus.
Der V8 war laut, schwer – und plump. Klein, kompakt und extrem dynamisch: So sieht der neue, viel effizientere Elektroantrieb der «Dinora» aus.Manufaktur Marton GmbH

Zum Verkauf steht die «Dinora» (leider) nicht. Immerhin aber existiert jetzt die Möglichkeit, sein eigenes Liebhaberobjekt zu elektrifizieren. Gratis ist der Spass allerding nicht. Ab 100'000 bis 150'000 Franken ist man je nach Leistungsanforderung dabei.

Geschäftsleiterin Silvia Marton: «Uns war es wichtig, dass das Auto so wirkt, als wäre es schon vor 57 Jahren elektrisch vom Band gelaufen.»
Geschäftsleiterin Silvia Marton: «Uns war es wichtig, dass das Auto so wirkt, als wäre es schon vor 57 Jahren elektrisch vom Band gelaufen.»Manufaktur Marton GmbH

Wenn wir nun wünschen dürften, welches Auto als nächstes in die Zukunft überführt werden soll, hätten wir da ein paar Vorschläge:

  • Lancia Delta Integrale
  • Lamborghini Countach
  • Renault R5 Turbo
  • Und wegen Fun: DeLorean DMC-12

Wer sich die «Dinora» selbst anschauen will, kann das am nächsten «Oldtimer Sunday Morning Treffen» am 2. Juni in Zug tun.

(tog)

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