Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Basler Grossrat Eric Weber, links, der Initiant der zunaechst bewilligten und dann zurueckgezogenen Pegida Demonstration in Basel, spricht mit einem Polizisten am Mittwoch, 3. Februar 2016. Ein grosses Polizeiaufgebot sichert den Marktplatz in Basel, um auf allfaellige Gegendemonstrationen reagieren zu koennen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Der Basler Politiker Eric Weber wurde als Nazi bezeichnet, nun ist ein Urteil gefallen. Bild: KEYSTONE

Urteil gegen Eric Weber: Gericht legt fest, wen man als Nazi betiteln darf

Ein Gerichtsurteil zeigt auf, was man bedenken sollte, bevor man jemanden als Nazi bezeichnet.

Andreas Maurer / ch media



«Hallo Eric, du alter Nazi!» Der Satz fiel an einem Samstagmittag vor drei Jahren und beschäftigt die Justiz bis heute. Der damalige Basler Grossrat Eric Weber stand im Kleinbasel auf der Strasse und verteilte Flyer. Von den Medien wird er als Polit-Clown und Querulant bezeichnet. Aus der Sicht des Linksaktivisten Jürgen Saalfrank stellen diese Titel eine gefährliche Verniedlichung dar. Als dieser an besagtem Samstagmittag zufällig auf Webers Wahlaktion traf, äusserte er deshalb den folgenreichen Satz.

Weber hatte sich auf Ärger eingestellt. Deshalb liess er sich von einem Kollegen begleiten, der seinen Bodyguard spielte. Auch dieser wurde vom Linksaktivisten angesprochen, mit folgenden Worten: «Sind Sie auch so ein Nazi wie der da?»

Weber rief die Polizei. Die Staatsanwaltschaft verurteilte den Linksaktivisten darauf per Strafbefehl wegen Beschimpfung in zwei Fällen. Er habe sowohl Weber als auch dessen Bodyguard auf unzulässige Weise in der Ehre verletzt. Vor der ersten Instanz, dem Basler Strafgericht, erlitt Weber jedoch die erste Niederlage.

Saalfrank wurde vom Vorwurf der Beschimpfung gegenüber Weber freigesprochen. Vor der zweiten Instanz, dem Appellationsgericht, erlitt Weber die zweite Niederlage. Saalfrank wurde auch vom Vorwurf der Beschimpfung gegenüber dem Bodyguard freigesprochen, wie nun aus dem Urteil hervorgeht.

Ein Nazi will nach Bern

Der Rechtsstreit zeigt: Wenn man jemanden als Nazi betitelt, begeht man eine Ehrverletzung. Doch diese ist nur strafbar, wenn sie nicht den Tatsachen entspricht. Das Problem ist allerdings, dass die Beweislast beim Täter liegt. Wer also jemanden als Nazi betiteln will, sollte sich zuerst überlegen, ob er die Behauptung vor Gericht beweisen kann.

Saalfrank gelang der Nachweis mit einem mehr als 200 Seiten dicken Dossier über Weber. Es belegt eine ideologiegetriebene Nähe zu Alt- und Neonazis. Das Appellationsgericht bestätigt deshalb, es sei vertretbar, Eric Weber als Nazi zu bezeichnen. Folglich sei es auch legitim, den Begleiter zu fragen, ob er ebenfalls ein solcher sei.

Diese Erkenntnis kostet den Staat mehr als 10 000 Franken. Das Geld erhalten die Anwälte beider Seiten aus der Gerichtskasse. Weil Weber arbeitslos ist, zahlt ihm das Ge richt seinen Anwalt.

Mit diesem Video wurde Eric Weber berühmt:

abspielen

Video: YouTube/rootinier

2016 wurde Eric Weber abgewählt. Aktuell kandidiert er für den National- und Ständerat. Die Feststellung ist gemäss dem höchsten Basler Gericht erlaubt: In Basel bewirbt sich ein Nazi für einen Sitz im Bundeshaus. (bzbasel.ch)

Wahlfälschung in der Schweiz

So wird alles in Basels «Smart City» funktionieren

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

114
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
114Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MilfLover 04.05.2019 17:02
    Highlight Highlight Wieso verordnet das Gericht nicht eine ärztliche Untersuchung an ob der Mann noch alle Tassen im Schrank hat? So einer braucht dringend einen stetigen Betreuer und Beistand.
    • kettcar #lina4weindoch 04.05.2019 21:53
      Highlight Highlight Kleines Reimchen:

      Einen stetigen Betreuer und Beistand -
      oder ein Zug-Billet nach Baselland.

  • Schlange12 04.05.2019 15:47
    Highlight Highlight Die Frage an den Bodygard ist ja rechtlich einwand frei oder? Ich hab gemeint man darf einen Polizisten fragen ober ein ........ sei. Aber man darf in nicht so betitteln, da dies eine Straffat sei.
    Also ist die Frage rechtlich nicht belangar, oder? Moralisch falsch aber rechtlich nichtig.

    Geil!!!! Erich vor Nationalrot. Dann ist mit Luzi Stamm dann das ganze Jahr Fasnacht in Bern.
    • decibel 04.05.2019 16:12
      Highlight Highlight Auch eine Frage kann eine Beleidigung sein. Es kommt immer auf die Umstände an.
  • birkir einsteinson 04.05.2019 15:41
    Highlight Highlight Eine Frage bleibt bestehen... Gibt es jetzt neue Videos vom Erich?😅
  • Miles Prower 04.05.2019 14:14
    Highlight Highlight Wandert er jetzt nach Abu Dhabi aus?
    • Reudiger 04.05.2019 14:59
      Highlight Highlight Nein, sein Asyl wurde nicht angenommen.
  • FR90 04.05.2019 13:40
    Highlight Highlight Leck mi am Arsch
  • Bert der Geologe 04.05.2019 13:31
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist Eric Weber per se schon ein Schimpfwort. Der hat mit seinem Querulantentum den Steuerzahler schon mehr gekostet als mancher Asylbewerber, den er beneidet.
  • ass_ASS_in 04.05.2019 13:25
    Highlight Highlight Der gute Eric besteht halt auf seine RECHTE
    • Bynaus @final-frontier.ch 04.05.2019 15:09
      Highlight Highlight Jep. Stramm nach vorn ausgestreckt...
  • Peter Mü 04.05.2019 12:49
    Highlight Highlight Wieder etwas gelernt. Wenn ich mit der Mainstram beschimpfe, ist es ok, wenn es gegen Mainstream ist werde ich verurteilt.
    Also: Wenn ich eine Person mit "A..Loch" bezeichne, werde ich als Rassist verurteilt (mit Maximalstrafe Gefängnis) wenn sie aus exJugoslawien/Afika/usw oder LGBT ist. Sonst gibt's eine leichte Geldstrafe.
    • Balois 04.05.2019 12:57
      Highlight Highlight Ah, haben sie dies so erlebt? So en Saich.
    • Magnum 04.05.2019 12:57
      Highlight Highlight Eindeutig nicht die richtigen Lehren gezogen. Es gibt Begriffe, die unabhängig vom Kontaktnetz und den öffentlichen Äusserungen einer Person als justiziabel im Sinne einer Beleidigung gelten. Auch unabhängig von Mainstream, Herkunft und sexueller Orientierung. Die von Ihnen erwähnte Körperöffnung zwecks Ausscheidung von Exkrementen fällt in diese Kategorie.
      Der nun im Fall von Eric Weber NICHT als strafbar deklarierte Ausdruck zielt auf dessen politische Gesinnung - und diese lässt sich über sein Netzwerk und seine Äusserungen belegen, wenn man sich die entsprechende Mühe macht.
    • Froggr 04.05.2019 12:59
      Highlight Highlight Genau. Das ist unsere Errungenschaft. Das müssen wir feiern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DocJay 04.05.2019 12:35
    Highlight Highlight Sein Prozess...alles gratis
  • 03_szust 04.05.2019 12:23
    Highlight Highlight Erich... warum bischt du nid ehrlich?
    • Holzkopf 04.05.2019 22:01
      Highlight Highlight Uff Baseldytsch wyrd das no besser goh: Eric, worum bisch du nit ehrligg?
  • OfficerFuzzyface 04.05.2019 12:10
    Highlight Highlight Regt sich auf, dass Asylsuchende gratis Drämmli fahren dürfen und lässt sich selbst auf Kosten vom Staat einen Anwalt zahlen...
    • Froggr 04.05.2019 12:59
      Highlight Highlight Beides nicht korrekt.
    • Natürlich 04.05.2019 15:50
      Highlight Highlight Ja warum sollte er denn nicht von diesem Recht Gebrauch machem dürfen?
      Hat ja auch schon einige Jahre Steuer gezahlt hier im Gegensatz zu Asylanten...
    • Mia_san_mia 04.05.2019 22:46
      Highlight Highlight Dürfen die wirklich gratis Tram fahren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 04.05.2019 11:51
    Highlight Highlight Eric Weber hat ja nichts zu verlieren. Schön jemanden wegen einer Lappalie durch alle Instanzen ziehen, den Anwalt bezahlt ja der Staat. Weber ist somit ein grösserer "Sozialschmarotzer" als viele Asylbewerber. Eigentlich sollte man ihn für unzurechnungsfähig erklären und einweisen lassen, kommt den Staat am Ende vermutlich günstiger und allen, inkl. Weber, ist geholfen.
    • Balois 04.05.2019 12:27
      Highlight Highlight Das Problem, in der Psychiatrie würde der auch grad wieder rausgeschmissen. Die Patienten dort sind Krank und keie Psychopathen.
    • TanookiStormtrooper 04.05.2019 16:27
      Highlight Highlight @Jay
      Natürlich erst psychologisch begutachten, aber ganz rund läuft der Mann jetzt aber auch nicht. Momentan lacht man einfach noch über den komischen Querulanten, aber mal sehen wie lange es geht, bis er mal eine Gefahr für sich und andere wird.

      PS: IN einer Demokratie.
  • Dä Salat Summer chunnt. 04.05.2019 11:26
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Sarkasmusdetektor 04.05.2019 11:47
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • derEchteElch 04.05.2019 11:08
    Highlight Highlight Nun, Eric Weber mag vieles sein und sehr speziell zu sein. Ich mag ihn auch nicht.

    Aber ein Nazi?
    Wennschon ein Neonazi.

    Die meisten Nazis sind gestorben. Und „einen“ Eric Weber als Nazi zu bezeichnen (damit auch Recht zu bekommen) ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus. In dieser Zeit geschah so viel grausames, das lässt sich nicht vergleichen.

    Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht aller Opfer der Nazis. Anders kann ich es nicht nennen.
    • Mutzli 04.05.2019 11:39
      Highlight Highlight @der EchteElch

      ...ja doch und sich in semantischen Spielchen zu verrenken im Versuch zu belegen, wieso Neonazi doch was anderes und harmloser als Alt-Nazis (im übrigen die eigentliche Bezeichnung für effektive Angehörige der NSDAP) sind, ist natürlich ein heroischer Effort, der allen Holocaustüberlebenden ein dankbares Lächeln aufs Gesicht zaubert./i

      Neonazis sind auch Nazis, der Zusatz Neo- soll nur zeigen welche Generation sie sind. Die Ideologie bleibt gleich.
      Aber Sie haben sicher recht und ich werde jetzt von den Geistern meiner im Holocaust ermordeten Verwandten heimgesucht werden...
    • Randy Orton 04.05.2019 11:55
      Highlight Highlight Wer das Gedankengut der Nazis innehat und verbreitet, den kann man wohl auch getrost einen Nazi nennen. Niemand ausser den Nazi-Sympathisanten vergisst dabei die grauenhaften Taten, die die Nazis in Deutschland und Europa verübt haben, im Gegenteil.
    • Gollum27 04.05.2019 12:03
      Highlight Highlight viele Nazis dazumal haben selbst auch keine Gräueltaten begangen. Diese aber gutgeheissen. Ein Nazi zu sein hat mit Gedankengut zu tun, ob nun Neo oder Paleo.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 04.05.2019 11:06
    Highlight Highlight Eric Weber hat hier nicht für einen Präzedenzfall gesorgt. Bereits im Juli 2017 hat das Bundesgericht festgestellt, dass ein subalterner SVP-Lokalpolitiker aus dem Rheintal auf Grund seines Online-Netzwerks und seiner Blog-Einträge straffrei als «bekennender Rassist» und «Nazi-Sympathisant» bezeichnet werden darf. Auch hier war eine akribische Dokumentation nötig, um zu einem doch sehr offensichtlichen Schluss zu gelangen.

    https://www.watson.ch/schweiz/rassismus/564780664-bundesgericht-marcel-toeltl-svp-darf-straffrei-nazi-sympathisant-genannt-werden
    • Gonzolino_2017 04.05.2019 11:54
      Highlight Highlight Jemanden als Nazi-Sympathisanten zu bezeichnen ist schon nicht das Gleiche, wie jemanden als Nazi zu bezichtigen! Das sich ein Gericht jetzt noch herablassen kann, und diese ungeheuerliche Bezeichnung „..., du alter Nazi“ zulässt, ist eines neutralen Staates unwürdig - und zwar völlig unabhängig von der Person Weber und/oder der SVP! Und jeder hier, der dies aufgrund seines Hasses gegen Weber oder die SVP goutiert, ist nichts, aber auch gar nichts besser ...
    • Magnum 04.05.2019 12:07
      Highlight Highlight If it walks like a duck and quacks like a duck, why not call it a duck? Das Gericht hat nur festgestellt, dass man Eric Weber straflos als Nazi bezeichnen DARF. Eine Pflicht ist damit nicht verbunden. Und der Kläger war in diesem Fall Herr Weber.

      Ich sehe im Unterschied zu Dir keine Staatskrise, und ich finde es durchaus statthaft, Klartext über jene zu reden, welche den Wert und die Würde von Menschen von ihrer Herkunft oder ihrem Aufenthaltsstatus abhängig machen. Deine verquaste Both-Sides-Argumentation halte ich daher für wertlos.
    • Daniel Caduff 04.05.2019 13:08
      Highlight Highlight Ich finde diese Realsatire eigentlich ganz unterhaltsam. Dank Toeltl und Weber weiss man nun ganz genau, was es braucht, um jemanden als "Nazi-Sympathisanten" bezeichnen zu dürfen, und auch, was es braucht, um jemanden als "Nazi" zu bezeichnen... 😂🤣
  • JC Rappe 04.05.2019 10:59
    Highlight Highlight Also man darf jeden offen als das bezeichnen, was er bewiesenermassen ist?!

    Heute kriegt irgend ein Polizist von mir ein "Wichser" an den Kopf, nicht weil ich die Polizei nicht mag, sondern ich will in die Zeitung und fände den Prozess spannend wenn ich die Browser-History des Beamten als Beweis vorlegen muss.

    • Borki 04.05.2019 12:49
      Highlight Highlight Und wie willst du zweifelsfrei aus seinem Browserverlauf auf Wichser schliessen? Vielleicht schaut der Typ das ja zur Weiterbildung?😉
    • Hierundjetzt 04.05.2019 15:22
      Highlight Highlight JC: Hüstel, wie willst den an seine Daten kommen? Wir befinden uns Privatrecht nicht im Strafrecht und noch weniger ist das hier CSI Basel 😂
  • Julian Roechelt 04.05.2019 10:57
    Highlight Highlight Heikles Thema.
    Darf ich jetzt den Richter als Beruskollegen Freislers bezeichnen?
    • Nevermind 04.05.2019 12:40
      Highlight Highlight Wenn du belegen kannst, dass seine Amtsführung mit der von Freisler zu vergleichen ist, dann ist das sicher kein Problem.
  • Darkside 04.05.2019 10:56
    Highlight Highlight Ist der immer noch nicht in Abu Dhabi?
    • 03_szust 04.05.2019 12:16
      Highlight Highlight DAS ist die eigentliche Frage!
    • B-Arche 04.05.2019 13:38
      Highlight Highlight Du meinst die lassen den als dauerhaften Bewohner rein? Kein Geld, keinen Job?
  • Ökonometriker 04.05.2019 10:43
    Highlight Highlight Kann man diesen Text, warum Weber ein Nazi sein soll, irgendwo lesen? Weber ist Zuwanderungsfeindlich und Xenophobisch, er rief aber nie zu Völkermord auf. Mit diesem Urteil stellt man alle kleinbürgerlich denkenden Dorfhelden auf eine Stufe mit den grössten Verbrechern des 20. Jahrhunderts. So verharmlost man die Taten der echten Nazis.
    Damit droht eine weitere Verrohung der Politik: bald ist jeder Rechte ein Nazi und jeder Linke ein Kommunist. Wollen wir wirklich einen derart undifferenzierten Diskurs über die Geschichte?
    • Julian Roechelt 04.05.2019 11:28
      Highlight Highlight Das ist exakt das Problem.
      Und wenn sich Richter anmassen, Historiker, Soziologen und Linguisten in einer Person zu sein, wird es ungemütlich.
    • Magnum 04.05.2019 11:39
      Highlight Highlight In der Meldung ist die Rede von einem 200-seitigen Dossier, in welchem der Angeklagte erklärt hat, auf Grund welcher Kontakte und Äusserungen er Eric Weber als Nazi bezeichnet. Da geht es also nicht um diesen EINEN Text, den Du sehen willst. Da steckt akribische Detektivarbeit dahinter.
      Eine Anmerkung noch: Ohne viele kleinbürgerliche Mitläufer und Ermöglicher hätte die NSDAP nie jene Verbrechen begehen können. Zur Verharmlosung besteht somit keinerlei Anlass.
    • Linus Luchs 04.05.2019 11:50
      Highlight Highlight Wenn das Gericht zum Schluss kommt, Webers Aussagen und Forderungen würden es rechtfertigen, ihn als Nazi zu bezeichnen, dann gehe ich davon aus, dass die Richter den Sachverhalt gewissenhaft überprüft haben, und der Begriff für Weber tatsächlich passt. Aussagen von ihm, die ich schon in seinen Wahlunterlagen gelesen habe, sind so übel, dass ich sie sicher nicht als Geschwätz "kleinbürgerlich denkender Dorfhelden" beschreiben würde. Weber ist durch und durch braun. Ist jemand erst dann ein Nazi, wenn er zum Völkermord aufruft? Ich meine, nein. In der Naziideologie gibt es Vorstufen, vgl. AfD.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cille-chille 04.05.2019 10:33
    Highlight Highlight Unser lieber Eric

    Wir hatten in Basel ja schon so einige Stadtunikate und viele davon waren gute und teils auch verwirrte Seelen.

    Der Eric scheint schon länger verwirrt...

    aber zum "Gut" wird er es wohl nie schaffen.

  • Jamaisgamay 04.05.2019 10:31
    Highlight Highlight Danke Saali, guet gmacht.
  • Thurgauo 04.05.2019 10:30
    Highlight Highlight Haben ihm einmal in einem Restaurant in Basel getroffen. Aber der Typ hat definitiv eine Schraube locker. Hat davon geredet, dass die 99% der Asylanten Männer seien und nur hier herkommen um Zitat "Figgi Figgi" zu machen und lauter so wirres Zeug. Und wie er die Toilettte hinterlassen hat ... eyey.
    • Cédric Wermutstropfen 04.05.2019 11:50
      Highlight Highlight Woher wussten Sie, dass ER die Toilette so hinterlassen hat? Dazu müssten Sie direkt vor und nach ihm dort gewesen sein, was mir doch recht seltsam anmutet. Hatten Sie an dem Tag vielleicht Durchfall?

      Zum ersten Teil Ihres Kommentars: Das was sie schreiben, hat Weber so mal in einem Interview gesagt, mag also sein, dass er so etwas zu Ihnen auch gesagt hat, aber gerade aufgrund des sonderbaren Toilettenepilogs, den Sie schildern, habe ich den leisen Verdacht, dass dieses Rencontre mit Weber dem Reich der Fantasie, wo alles möglich ist, entstammt.
    • Lamino 420 04.05.2019 16:35
      Highlight Highlight Dem Reiche der Fantasie entspringen viele Kommentar von dir, Wermutstropfen.
    • Cédric Wermutstropfen 04.05.2019 17:03
      Highlight Highlight @Lamino: Neuer Name? Welcher Kommentar denn, z.B.?
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 04.05.2019 10:25
    Highlight Highlight Folgende Feststellung ist ab jetzt erlaubt: In Basel bewirbt sich ein Nazi für einen Sitz im Bundeshaus.
    (Basler Gericht)

    Nazi ist ein Kurzwort für einen Anhänger des Nationalsozialismus.
    (wikipedia)

    Als Anhänger des
    Nationalsozialismus ist Eric Weber also ein Antisemit, Rassist, etc. Er steht als Anhänger somit auch hinter den Gräueltaten des Nationalsozialismus. Sonst könnte man ihn nicht als Nazi bezeichnen. Er befürwortet somit den Genozid an den Juden ?


    • Wander Kern 04.05.2019 11:12
      Highlight Highlight Worauf willst Du hinaus?
    • Jamaisgamay 04.05.2019 11:14
      Highlight Highlight "... eine ideologiegetriebene Nähe zu Alt- und Neonazis"

      Das reicht doch, oder?
    • N. Y. P. 04.05.2019 11:43
      Highlight Highlight Ich habe nur hergeleitet.

      Wieso, so frage ich mich, soll die Herleitung kurz vor den Gräueltaten aufhören?

    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 04.05.2019 10:21
    Highlight Highlight Wie konnte man überhaupt beweisen, dass irgendwer irgendwen auf offener Strasse als Nazi begrüsst hat? Ich mehme nicht an, dass man mit Megafon da geredet hat bzw. Irgendwelche Tonaufnahmen getätigt hat (zumal das auch ein Eingriff in die Privatsphäre Dritter ist). Oder hat der Beschimpfer einfach so zugegeben, dass er das tatsächlich gesagt hat? Hmm
    • Magnum44 04.05.2019 10:42
      Highlight Highlight In dem man es glaubhaft Staatsanwalt und Gericht erzählt. Kann auch gut sein, dass der Linke den Prozess ebenfalls wollte.
    • Ueli der Knecht 04.05.2019 13:35
      Highlight Highlight Clife: Der Umstand, dass ein Strafbefehl ausgestellt wurde, deutet darauf hin, dass der Sachverhalt unbestritten war. Der Beschuldigte ist vermutlich zu seiner Aussage gestanden.
  • Lowend 04.05.2019 10:18
    Highlight Highlight Schön zu wissen, dass man in der Schweiz die vielen frei lebenden Faschos endlich als Nazis bezeichnen darf. ;-)
  • schuldig 04.05.2019 10:10
    Highlight Highlight Jetz wollte ich irgendeinen blitzgescheiten Kommentar ablassen. Der mag mir zu Eric Weber aber nicht einfallen.
    • Tanuki 04.05.2019 11:42
      Highlight Highlight Da wäre ich vorsichtig. Ich kenne einen Fall wo jemand Fr. 1000.00 busse bezahlen musste für das Wort Arschloch (in einem E-mail)
    • Max Cherry 04.05.2019 12:09
      Highlight Highlight Also ich finde, jemand, der jemanden wegen der Bezeichnung "Arschloch" anzeigt, muss schon ein ziemliches Arschloch sein. Jedoch sei die Frage gestellt, war er aus rechtlicher Sicht bereits ein Arschloch vor dieser Anzeige oder wurde er dadurch erst eines?
    • Ueli der Knecht 04.05.2019 13:42
      Highlight Highlight "Also ich finde, jemand, der jemanden wegen der Bezeichnung "Arschloch" anzeigt, muss schon ein ziemliches Arschloch sein. "

      Vielleicht auch bloss einer, der auf eine gesunde Gesprächskultur angewiesen ist, weil er seine Ansprüche in einem anständigen, gewaltfreien Diskurs begründen will.

      Bitte lass dich belehren, Max Cherry:

      Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention gibt jedem Menschen das Recht auf ein faires Verfahren. Wer ein Menschen als Arschloch bezeichnet, bloss weil der sein Menschenrecht geltend macht, der ist letztlich ein Fascho, um nicht zu sagen Nazi, bzw. Arschloch.
  • Team Insomnia 04.05.2019 10:09
    Highlight Highlight Was für eine Story😂
    Vermeintlich „erwachsene“ Menschen streiten sich schlimmer als 7 Jährige Kinder.
    • ursus3000 04.05.2019 10:17
      Highlight Highlight nur der Nazi streitet
    • Zugriff 04.05.2019 10:28
      Highlight Highlight 7-jährige Kinder streiten hoffentlich nicht um dieses sehr ernste Thema. Sie schreiben auch keine 200-seitigen Dossiers.
    • Zappenduster 04.05.2019 10:32
      Highlight Highlight Nein, Nazi macht Propaganda und schleift Mitbürger wegen angeblicher Beschimpfung durch jegliche Instanzen. Hier gibt es nur ein Kind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Astrogator 04.05.2019 10:08
    Highlight Highlight Ui, dann wird man also auch festhalten dürfen, dass eine Partei mit Mitgliedern die mit Reichskriegsflagge imTV auftreten oder Spitzen des Naziregimes öffentlich in ihrer Zeitung zu rehabilitieren versuchen zumindest ideologisch in der Nähe vom Nationalsozialismus politisiert? Eventuell noch ein Vergleich von alten Stürmer-Artikeln mit der Schweizerzeit eines anderen Parteimitglieds, oder die Bildsprache der „Juden-Raus“ Plakate mit den Abstimmungsplakaten der Partei?

    Ja dann wird es lustig für die SVP, schöne Grüsse an den Führer zu Herrliberg.
    • wasylon 04.05.2019 12:59
      Highlight Highlight @Astrogator

      Korrektur. Plakate mit Antisemitischer Bildsprache gibt es nur bei der JUSO.

      Benutzer Bild
    • Noschi 04.05.2019 23:47
      Highlight Highlight Wasi: mit dem Wörtchen nur wäre ich vorsichtig an deiner Stelle!
    • wasylon 05.05.2019 09:43
      Highlight Highlight @Noschi
      Stimmt,nur wollte ich die JUSO nicht mit einer Stufe mit der PNOS stellen. Aber vielleicht hast Du ja recht🤔
  • Cucina 04.05.2019 10:03
    Highlight Highlight Staatsawaltschaft, leck mich am Arsch.
    • ursus3000 04.05.2019 10:16
      Highlight Highlight Wieso?
    • swisskiss 04.05.2019 10:27
      Highlight Highlight Cucina: Schön das es Menschen gibt, die ganz unaufgefordert bereit sind, ihre Schokoladenseite zu zeigen....
    • Magnum44 04.05.2019 10:44
      Highlight Highlight @ursus: das ist ein Zitat von Erich Weber.
    Weitere Antworten anzeigen

13 Fakten über sexuelle Gewalt an Frauen in der Schweiz

430'000 Frauen – ungefähr so viele Menschen wie in der Stadt Zürich leben – wurden in der Schweiz Opfer von sexueller Gewalt. Das zeigt eine neue Studie. Diese 13 weiteren Fakten musst du darüber wissen.

Jüngere Frauen machen sich deutlich mehr Sorgen, sexuell belästigt zu werden, als ältere Frauen. Bei den 16- bis 39-Jährigen sind es 55 Prozent, bei den 40- bis 64-Jährigen 36 Prozent, bei den über 65-Jährigen 23 Prozent.

In der Schweiz kennen fast die Hälfte aller Frauen ab 16 Jahren andere Frauen, die ungewollt sexuelle Handlungen erleben mussten.

Viele Formen der sexuellen Belästigung sind weit verbreitet. Am häufigsten kommen unerwünschte Berührungen, Umarmungen und Küsse vor. 59 Prozent …

Artikel lesen
Link zum Artikel