DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Fahrende in Bern

Jenische verhandeln mit der Gemeinde Nidau 

25.04.2014, 16:38

Nach der Auflösung des Protestcamps der Fahrenden in Bern hat sich eine grössere Gruppe auf den ehemaligen Expogelände in der Gemeinde Nidau niedergelassen. Wie es dort nun weiter geht, ist nach Angaben der Behörden noch offen. Eine Räumung wird aber nicht ausgeschlossen. Das betroffene Areal liegt zwar in der Gemeinde Nidau, gehört aber der Stadt Biel. Dementsprechend haben sich Vertreter beider Orte am Freitagnachmittag vor den Medien geäussert.

Als störend empfanden die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess und der Bieler Sicherheitsvorsteher Beat Feurer, dass die Behörden von den Fahrenden vorher nicht informiert worden seien. Es könne nicht sein, dass die Fahrenden die Behörden vor vollendete Tatsachen stellten, kritisierte Hess.

Bild: KEYSTONE

Gegen 10.30 Uhr trafen auf dem ehemaligen Areal der Expo.02 die ersten Wagen ein. Die Behörden kamen zum Schluss, dass das Gelände für die Fahrenden nicht zur Verfügung stehe. Sie liessen das Areal abriegeln, bevor alle Wagen dorthin fahren konnten. Den Jenischen, die bereits auf dem Platz waren, habe man angeboten, bis am Montagmittag zu bleiben. Die anderen habe man gebeten, weiterzuziehen, so die Behördenvertreter.

Die Fahrenden hätten sich nicht daran gehalten und sich vielmehr, wie Feurer betonte, mit Gewalt Zugang zum Gelände verschafft. Als Liegenschaftsbesitzerin ist nun insbesondere die Stadt Biel gefordert. Das weitere Vorgehen müsse nun zuerst besprochen werden, sagte Feurer. Für die Liegenschaften zuständig sei seine Amtskollegin Silvia Steidle. Sie sei jedoch am Freitag anderweitig engagiert und nicht abkömmlich gewesen, sagte Feurer. Seiner Ansicht nach könnte es auch nicht ganz einfach werden, übers Wochenende alle nötigen Behördenvertreter zusammenzutrommeln, um einen Entscheid zu fällen.

Angesprochen auf eine mögliche polizeiliche Räumung sagte Feurer: «Das ist nicht auszuschliessen.» (kub/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
An diesen Anblick sollten wir uns möglichst schnell gewöhnen

Optisch macht sich unser Energieverbrauch hierzulande nur partiell bemerkbar. Zum Beispiel im Tessin mit der riesigen Verzasca-Staumauer oder in Teilen des Mittellandes, wo die Dampfsäulen der AKWs Beznau, Gösgen und Leibstadt die Ortsbilder prägen – oder auf der A13 vor Chur. Dort produziert das fast 120 Meter hohe Windkraftwerk Haldenstein jährlich 4,5 GWh Strom.

Zur Story