Schweiz
Bern

Freikletterer besteigt das Berner Münster unbemerkt

Video: watson

Youtuber kletterten ungesichert aufs Berner Münster

Zwei Männer haben ungesichert das Berner Münster bestiegen und sich dabei gefilmt. Jetzt haben sie Aufnahmen des ganzen, risikoreichen Aufstiegs veröffentlicht.
05.01.2026, 19:2205.01.2026, 20:17

101 Meter hoch ragt er über die Berner Innenstadt: Der Berner Münsterturm, der höchste Kirchturm der Schweiz.

Hoch, Zutritt verboten und am liebsten mit griffigen, gotischen Verzierungen: Das machte den Münsterturm für den unter dem Pseudonym «Freeflow Nation» bekannten Freikletterer wohl zum perfekten Ziel.

Das Berner Münster
1421 wurde mit dem Bau begonnen, fertiggestellt wurde der Turm jedoch erst 1893. Bis zu 80'000 Menschen besteigen den Turm jedes Jahr – im Normalfall aber von Innen.
« Münster
Nur von Innen besteigen, okay?@skeyelad

Extremkletterer mit Fans

«Freeflow Nation» beklettert alles, was bei anderen nur schon beim Hinschauen Schwindel auslöst, macht Fallschirmsprünge von Kühltürmen und Kränen und filmt sich dabei. Meist ist er dabei nicht alleine, sondern in Gesellschaft anderer Freikletterer und Adrenalinjunkies. So auch beim frühmorgentlichen Aufstieg aufs Berner Münster.

Jede Woche erscheint auf dem Youtubekanal des Kletterers, der zwar sein Gesicht zeigt, aber seinen Namen nicht preisgibt, ein neues, verrücktes Video. Im Neusten ist zu sehen, wie zwei vermummte Person das Berner Wahrzeichen beklettern:

Video: youtube

Aktion liegt eine Weile zurück

Wie ein älteres Video auf seinem Instagram-Profil zeigt, liegt die Aktion schon eine Weile zurück. Im November 2024 postete der Extremkletterer einen ersten kurzen Ausschnitt der Klettertour in Bern.

Die Kantonspolizei Bern bestätigt: Am 19. Oktober 2024 rückte die Polizei aus, weil zwei Personen auf dem Baugerüst des Münsters gesichtet wurden. Weiter, führte Mediensprecherin Michelle Egger aus, hätten die Beamten vor Ort aber weder die beiden Personen angetroffen noch einen Sachschaden feststellen können.

Noch unklar ist, ob der Kirchgemeinderat des Berner Münsters Kenntnis von der gefährlichen Aktion hatte. Eine Anfrage von watson blieb bisher unbeantwortet.

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