Schweiz
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Asylknatsch in Bern: Stadt will Flüchtlinge selbst betreuen – Private protestieren

Die Stadt konkurrenziert private Anbieter im Flüchtlingsbereich. Nun wehrt sich die Firma ORS.

Lucien Fluri, Doris Kleck / ch media



Es ist ein aussergewöhnlicher Entscheid, den die Stadt Bern getroffen hat: Sie ist selbst ins «Asylbusiness» eingestiegen. Ab Sommer wird sie für die Unterbringung, Integration und Sozialhilfe von vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen in der Stadt Bern sowie sechs Gemeinden zuständig sein. Die Stadtberner Sozialdirektorin Franziska Teuscher (Grüne) baut eine eigene Einheit auf, um diesen gewichtigen Auftrag des Kantons Bern zu erfüllen.

Aussergewöhnlich ist dies deshalb, weil Bund, Kantone und Gemeinden in der Regel auf professionelle Firmen wie die ORS oder karitative Organisationen wie die Heilsarmee setzen.

Doch die Stadt Bern hatte sich im Verfahren des Kantons durchgesetzt. Sie hatte deutlich günstiger offeriert als gemeinnützige Organisationen und auch die private Firma ORS, die oft in der Kritik steht, zu günstig zu offerieren – gerade aus Teuschers politischem Lager.

Gemeinderaetin Franziska Teuscher, Direktorin fuer Bildung, Soziales und Sport, links, spricht an der Seite von Gemeinderaetin Ursula Wyss, Direktorin fuer Tiefbau, Verkehr und Stadtgruen, rechts, anlaesslich eines Point de Presse mit der Enthuellung eines neuen Strassenschildes am internationalen Tag der Muttersprache, am Freitag, 21. Februar 2020, in Bern. Die Stadt Bern nimmt aufgrund ihrer geografischen Lage wie auch als Hauptstadt und Politzentrum der Schweiz eine wichtige Brueckenfunktion zu den franzoesisch-, italienisch- und raetoromanischsprachigen Landesteilen ein. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Stadtberner Sozialdirektorin Franziska Teuscher (Grüne) baut eine eigene Einheit auf, um den Asyl-Auftrag des Kantons Bern zu erfüllen. Bild: KEYSTONE

Ein Minus selbst in einem «realistischen» Szenario

Doch jetzt müssen wohl die Juristen klären, ob die Vergabe korrekt abgelaufen ist. Die im Ausschreibungsverfahren Zweitplatzierte ORS hat beim Kanton Bern um Wiederaufnahme des Vergabeverfahrens ersucht, wie CEO Jürg Rötheli auf Anfrage erklärt. Stein des Anstosses ist eine Defizitgarantie von 3.36 Millionen Franken, die der Berner Stadtrat vergangene Woche nachträglich gesprochen hat.

Dieser Kredit sei eine «sehr grosse Überraschung gewesen», sagt Jürg Rötheli. «Damit wurden die Spielregeln im Nach­hinein verändert.» Für Rötheli ist dies «wettbewerbs- und ordnungspolitisch ein Sündenfall».

Dabei geht es auch um den Preis: «Eine Defizitgarantie lässt vermuten, dass die Kalkulation, welche die Stadt Bern gemacht hat, um das Mandat zu gewinnen, nicht auf sauberen Beinen stand», sagt Rötheli. Zudem bestünden ungleich lange Spiesse. Im Gegensatz zu einem staatlichen Anbieter könnten Private nachträglich keine Defizitgarantien einholen.

ORS-CEO Jürg Rötheli Juerg Roetheli

Jürg Rötheli, der CEO der Firma ORS. Bild: ch media/sandra ardizzone

Auch im Stadtberner Parlament ging der Kredit nicht geräuschlos durch. Letztlich würde der Stadtberner Steuerzahler bezahlen, falls das Projekt schiefgeht, hiess es von bürgerlicher Seite.

Hintergrund für ein mögliches Defizit ist: Der Kanton Bern bezahlt nur einen Teil der Integrationsleistungen fix. Der Rest hängt vom Erfolg der Massnahmen ab. Die Stadt Bern geht davon aus, dass sie im schlechtesten Fall einen Verlust von 3.24 Millionen Franken während der achtjährigen Vertragsdauer schreiben wird. Im «realistischen» Szenario geht sie von einem Minus von 1.26 Millionen Franken aus.

Trotz der Kritik hat das Stadtberner Parlament dem Verpflichtungskredit zugestimmt. Sonst könne das Mandat bei der ORS landen, «und das wollen wir auch nicht», sagte Stadträtin Francesca Chukwunyere gegenüber der «Berner Zeitung». Die national tätige, gewinnorientierte ORS ist vielen Linken ein Dorn im Auge.

Die Stadt wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Stadt Bern wehrt sich gegen den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung:«Die Stadt beabsichtigt, den Auftrag kostendeckend umzusetzen. Es bleibt aber ein Restrisiko, dass der Auftrag nicht wie geplant umgesetzt werden kann», sagt Claudia Mannhart, Generalsekretärin der Direktion für Bildung, Soziales und Sport. Die Stadt Bern sei rechtlich verpflichtet, für dieses Restrisiko einen Verpflichtungskredit einzuholen.

Mannhart, die rechte Hand von Gemeinderätin Teuscher, betont, die Offerte sei seriös berechnet worden. Von einem Dumping-Angebot will sie nichts wissen. Die Stadt Bern zeige auch in anderen Bereichen, etwa bei der Kinderbetreuung, dass sie gleiche Preise anbieten kann wie Private. «Wir haben effiziente Strukturen und wirtschaften haushälterisch», so Mannhart.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 27.02.2020 20:13
    Highlight Highlight Ich erwarte nun auch, dass Schutzsuchende humaner gestellt werden. Aber auch eine den Schweizer Verhältnissen angepasste finanzielle Unterstützung geniessen können. Diese Leute sollen den Schweizern gleichgestellt werden.
  • Meyer Andrej 27.02.2020 13:40
    Highlight Highlight Anscheinend ein gutes Geschäft. Die Asylindustrie läuft rund.
  • Lowend 27.02.2020 13:33
    Highlight Highlight Es würde mich schon wundernehmen wie die bürgerlich-reaktionären Befürworter der Auslagerung der Asylbetreuung an Private reagieren würden, wenn andere hoheitliche Aufgaben wie z.B. die Polizei, die Landesverteidigung oder das Gefängniswesen an gewinnorientierte Firmen ausgelagert würden, nur um staatliche Budgets besser aussehen zu lassen?
    • Derpsie 28.02.2020 07:23
      Highlight Highlight Naja das Gefängniswesen wurde schon in UK und USA privatisiert...
    • Lowend 28.02.2020 21:39
      Highlight Highlight Genau solche Zustände wie in den USA, wo kaum ein funktionierender Sozialstaat existiert und jeder frei rumballern kann, sind ja wie der Traum vieler SVPler.
  • Watson, Parteiblatt der Linken 27.02.2020 11:42
    Highlight Highlight Stichwort Asylindustrie..
    • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 27.02.2020 12:44
      Highlight Highlight Eben. Deshalb soll das der Staat (= der Kanton) machen.
  • circumspectat animo 27.02.2020 11:30
    Highlight Highlight Das ist wirklich ein Skandal das so eine Firma Flüchtlinge betreuen darf.
    Liest man die Bewertungen der Firma im Internet fällt auf, dass normale Mitarbeiter miserable Bewertungen geben, während dem vorgesetzte gute Bewertungen geben.
    Es fallen sehr oft die Aussagen das gelogen wird und es nur darum geht möglichst viel Geld zu verdienen, auf Kosten der Klienten und der normalen Mitarbeiter.
  • Yunnan 27.02.2020 10:52
    Highlight Highlight Die ORS mag ja eine unsympathische Firma sein. Aber was die Stadt und der Kanton hier bieten, ist mit Blick auf die Wirtschaftsfreiheit problematisch. Entweder, man erfüllt Aufgaben wie die angesprochenen verwaltungsintern - das wäre ok. Oder man schreibt den Auftrag öffentlich aus und behandelt alle Bieter gleich. Was nicht geht, ist, wenn die Stadt in diesem Wettbewerb als Bieter Vorteile ausspielt, welche die privaten Mitbieter nicht haben. Damit umgeht man den Sinn des Gesetzes, wonach bei öffentlichen Ausschreibungen gerade Marktkräfte spielen sollen.
    • Magenta 27.02.2020 12:02
      Highlight Highlight Als liberal eingestellte Person stimme ich Dir grundsätzlich zu. Aber... es gibt meiner Meinung nach Aufgaben, die in staatliche Hände gehören und die auch keinen Gewinn abwerfen sollten. Dazu gehören diverse hoheitliche Aufgaben wie unter anderem das Ausstellen von Ausweisdokumenten, die Herstellung von Geld und das gesamte Asylwesen. Gut, dass es jetzt in diese Richtung geht.
    • Yunnan 27.02.2020 12:20
      Highlight Highlight Ich bin grundsätzlich gleicher Meinung. Die entscheidende Sache ist hier aber, dass der Kanton anscheinend entscheiden hat, dass er solche Aufgaben durch Private per Ausschreibung erledigen lassen will. Die Stadt vereitelt diese Zwecksetzung und die Wirtschaftsfreiheit wird verletzt, wenn sie in einem solchen Wettbewerb aufgrund von Eigenschaften, die Private nicht haben, teilnimmt. Wenn die Stadt nämlich so tief bietet, dass sie ein Defizit erwartet, und dies nachher vom Steuerzahler gedeckt wird, hätte man auf die Ausschreibung entgegen dem gesetzlichen Auftrag gleich verzichten können.
    • Ständig am Rand 27.02.2020 22:18
      Highlight Highlight Yunnan, danke für deine Beiträge, die des Pudels Kern treffen.
  • Fandall 27.02.2020 10:36
    Highlight Highlight So gut ich finde dass dies nicht in privater Hand ist, ein realistisches Szenario geht von einem Minus von mehr als einer Million aus, heisst also auch die Stadt offerierte zu günstig, genau das was sie der ORS ankreiden?!?
  • Yunnan 27.02.2020 10:28
    Highlight Highlight Viele hier haben Probleme damit, dass öffentliche Gelder an ein gewinnorientiertes Unternehmen gehen. Dabei ist genau diese Option oftmals unverzichtbar, um Steuergelder effizient einzusetzen. Die meisten Leistungen können wegen Erfolgsdrucks von Privaten besser erbracht werden. Stellt euch dagegen mal vor, die Armee müsste ihre eigenen Kampfjets basteln. Dass Gewinne erwirtschaftet werden, ist grundsätzlich nicht verwerflich und auch deswegen kein Problem, weil diese auch noch besteuert werden (vgl. mit höheren Kosten bei der Verwaltung, von denen nichts als Gewinn zurückfliesst).
    • Magenta 27.02.2020 12:04
      Highlight Highlight Kampfjets sind Material, das zugeliefert wird. Beim Asylwesen reden wir aber in erster Linie von Dienstleistungen. Dein Vergleich hinkt ganz gewaltig.
    • Yunnan 27.02.2020 12:53
      Highlight Highlight Es kommt darauf an, ob der Staat oder Private eine Aufgabe effizienter wahrnehmen können, egal ob es um Dienstleistungen oder Materialbeschaffung geht (letztere enthalten ohnehin auch eine mehr oder weniger bedeutende Dienstleistungskomponente).
    • Magenta 27.02.2020 14:33
      Highlight Highlight Nein, das ist eben nicht egal, Yunnan. Mit Dienstleistungen kann deutlich mehr Schindluderei betrieben werden als mit reinen Materiallieferungen. Ich bleibe dabei, Dein Vergleich hinkt. Zudem geht es in dieser Diskussion ja nicht – oder zumindest nicht nur – um Effizienz. Es geht hier vor allem um ethische Fragen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 27.02.2020 10:28
    Highlight Highlight Wie das bei der ORS AG läuft, kann man problemlos bei Jobbewertungsportalen wie kununu prüfen. Damit erübrigt sich jeder Kommentar über diese Firma und ihr Geschäftsmodell.
  • häxxebäse 27.02.2020 09:42
    Highlight Highlight Schaut Euch die doku GABRIEL auf netflix an... dort sieht man, was private auslagerung von sozialleistungen bedeutet: es muss profitabel gearbeitet werden. Die firmen sind zt an der börse.

    Wenn man an den ärmsten und hilflosesten spart, dann ist das keine zivilisation mehr in der wir leben.
  • sägsäuber 27.02.2020 09:14
    Highlight Highlight Nachdem überall soziale Aufgaben des Staates privatisiert sind (z.B. Betreuung der alten Menschen an Senevita, eine vom AUSLAND ! gesteuerte Firma) gibt es endlich wieder eine Regierung, die eine ihrer zentralen Pflichten selber wahrnimmt. Bravo!
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 27.02.2020 09:32
      Highlight Highlight @sägsäuber Wenn sie dies aber tatsächlich teurer macht für den Steuerzahler, ist dies eine dumme Idee.
    • ChlyklassSFI 27.02.2020 10:52
      Highlight Highlight Nein, neoliberaler Raubtierkapitalist. Sonst wird es asozial.
    • sägsäuber 27.02.2020 11:15
      Highlight Highlight @neoliberaler...
      Ihr Nickname passt!
      Günstiger durch Wettbewerb heisst in diesem Fall nicht mehr Effizienz, sondern weniger Leistungen.
      Informieren Sie sich mal beim Personal im Pflege- und Sozialbereich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccaralette 27.02.2020 09:10
    Highlight Highlight Die ORS verdient viel Geld mit dem Leid der Flüchtlinge. Da wird gespart wos geht.

    Es geht hier um Menschen. Von daher finde ich es nur zu gut, dass die Stadt Bern den Zuschlag bekommen hat.
  • Neruda 27.02.2020 08:53
    Highlight Highlight Der Kredit heisst doch auch, dass ORS bis 3.36 Millionen Gewinn machen könnte. Schon pervers, wenn so Steuergelder, welche für die Ärmsten im Land vorgesehen ist, in private Taschen fliesst von Leute die wirklich nicht darauf angewiesen sind.
    • häxxebäse 27.02.2020 09:45
      Highlight Highlight Nicht nur, dass sie nicht darauf angewiesen sind, es ist schlichtweg betrug.
    • Ueli der Knecht 27.02.2020 14:59
      Highlight Highlight "in private Taschen fliesst von Leute die wirklich nicht darauf angewiesen sind."

      Und wir wissen nicht einmal, wer diese Profiteure sind, weil die ORS mit ihrem Firmengeflecht alles tut, um die Eigentümerschaft aktiv zu verschleiern.

      Wir haben keine Ahnung, wem die ORS gehört, und wer dieses Firmengeflecht kontrolliert, geschweige denn, wer davon profitiert.

      Ungeklärte Eigentumsverhältnisse sind nicht nur bei der Crypto AG ein Problem, sondern erst recht auch bei der ORS, welche europaweit Flüchtlinge "betreut" und damit jährlich zweistellige Millionenbeträge erwirtschaftet.
  • Gubbe 27.02.2020 08:24
    Highlight Highlight Ha, da wird um Asylanten gestritten. Eigentlich kurios, will doch der Normalo eher keine. Aber es geht um Geld. Noch nicht lange her, als ich von Asylindustrie schrieb und total abgeblitzt wurde. So bin ich nach wie vor der Meinung, dass der Kanton/Bund diese Industrie überwachen sollte. Dies nach dem Prinzip des Verursachers. Private Firmen wollen Profit, Bund/Kanton könnte das ausgeglichen verwalten.
    • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 27.02.2020 12:50
      Highlight Highlight Man bedenke aber, dass die Betreuung von Flüchtlingen durch private Anbieter von bürgerlichen Parteien bevorzugt wird. Und genau da entsteht dann eben diese Asyl-Industrie, sprich: Gewinne auf dem Buckel der Flüchtlinge resp. des Steuerzahlers.
  • papipapo 27.02.2020 08:00
    Highlight Highlight Bei ORS erfährt man zumindest, wenn etwas falsch läuft, da private Organisation und die Linken mögen die Organisation nicht. Bei Verwaltungsstrukturen läuft dann immer alles optimal, da ein gewählter Verwaltungsmitarbeiter das Referat leitet, zudem die Asylbetreuung gehört.
    • häxxebäse 27.02.2020 09:47
      Highlight Highlight Solche leistungen dürfen nicht privatisiert werden.
  • Raphael Stein 27.02.2020 07:47
    Highlight Highlight Passt. Guter Entscheid.
    Habe nie begriffen warum private und gewinnorientierte Firmen mit Flüchtlingen in der Schweiz abgarnieren.
  • ingmarbergman 27.02.2020 07:47
    Highlight Highlight Flüchtlingsbetreuung sollte nicht an eine gewinnorientierte Firma ausgelagert werden.
    Wir lagern ja auch nicht die Polizei an die Securitas oder die Armee an Blackwater aus.
    • Forest 27.02.2020 09:57
      Highlight Highlight Bitte teile dies noch meiner Gemeinde mit. Bei uns verteilen nämlich private Firmen Parkbussen und sehr selten mal die Polizei. Da lassen sich auch Kosten sparen :)
  • hoorli 27.02.2020 07:44
    Highlight Highlight Im ganzen Kanton Graubünden war das noch nie anders. Wird alles vom Kanton betrieben und das ist auch gut so.
  • Butzdi 27.02.2020 07:43
    Highlight Highlight Der Bürger zahlt eh. Dann habe ich das lieber beim Kanton als bei irgendwelchen privaten Organisationen die sich auf unsere Kosten eine goldene Nase verdienen und beim Personal und dem Leistungen sparen.
    • NathanBiel 27.02.2020 08:04
      Highlight Highlight Stadt... nicht Kanton.
    • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 27.02.2020 12:43
      Highlight Highlight Kleine Korrektur: Der Steuerzahler zahlt, nicht der Bürger. Also auch die Konsumenten, die Ausländer, die Unternehmen, ...
  • Lilamanta 27.02.2020 07:40
    Highlight Highlight Der günstigste Preis ist nicht alles, das bei einer öffentlichen Ausschreibung beachtet werden muss.
    Gerade hier sollte vielleicht auch das Wohl der Menschen beachtet werden. Viel positives hab ich über die ORS bisher noch nicht gelesen... Auch dass ihre Arbeit Gewinn bringen muss und die anderen Anbieter kostendeckend sein müssen und die ORS trotzdem oft am billigsten ist, lässt aufhorchen.
  • Pachyderm 27.02.2020 07:33
    Highlight Highlight Die ORS ist übrigens nicht national, sondern international tätig. Sie betreibt zB. das Erstaufnahmelager im Österreichischen Traiskirchen, das auch schon wegen katastrophaler Zustände in den Medien war.
  • benn 27.02.2020 07:29
    Highlight Highlight genau, weil ja die berner regierung so bekannt dafür ist mit geld gut umzugehen! gruss von einem arbeiter aus einem kanton der auch für euch arbeitet und zahlt!
    • Ichwillauchwassagen 27.02.2020 07:49
      Highlight Highlight Im Artikel geht es um die Stadt Bern, nicht den Kanton.
      Stadt Bern ist Nettozahlerin im kantonalen Finanzausgleich hat also Geld.
    • nine 27.02.2020 08:01
      Highlight Highlight Die Stadt Bern ist sehr gut aufgestellt und fährt satte Gewinne ein. Das Minus im 2019 ist das erste seit dem Jahr 2012 und ist wohl auf Steuertrickserei aufgrund der Steuerreform für Unternehmen zurück zu führen. Es ist daher klar, dass die Stadt gut mit Geld umgehen kann.
    • NathanBiel 27.02.2020 08:05
      Highlight Highlight NFA immer noch nicht begriffen oder benn?
    Weitere Antworten anzeigen
  • EnnoConda 27.02.2020 07:27
    Highlight Highlight Der Staat kennt keinen Wettbewerb und ist deshalb gänzlich ungeeignet eine Dienstleistung günstig anzubieten. Bezahlt werden diese sinnlosen Experimente durch den oberen Mittelstand (d.h. Leute die nirgends Subventionen bekommen (KK, Kita), aber 30k pro Jahr an Steuern abliefern müssen). Geht hoffentlich na hinten los...
    • phreko 27.02.2020 08:07
      Highlight Highlight Warum geht es hoffentlich nach hinten los? Was läuft falsch mit dir? Hast du angst, dass ein Privater zl wenig gewinn macht?
    • Neruda 27.02.2020 08:50
      Highlight Highlight Jaja, lieber privaten Firmen unnötig Steuergelder in den Arsch schieben 🙈
    • EnnoConda 27.02.2020 08:51
      Highlight Highlight Ich hoffe, dass dieser Schritt finanziell für die Stadt nach hinten los geht, der Entscheid in den Medien breit getreten wird und in Zukunft solche Dienstleistungen wieder kompetitiv ausgeschrieben werden (Das heisst ohne nachträgliche Änderungen, wie Defizitgarantie). Wo der Gewinn anfällt steht hier doch gar nicht zur Diskussion, sondern wie hoch die Ausgaben sind. Solange Private günstiger sind als der Staat, sollen sie ruhig Gewinn machen. Ich hoffe dieser Gewinn wird von anderen Privaten wahrgenommen und sie können die Preise unterbieten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trinitrotoluol 27.02.2020 07:26
    Highlight Highlight «Wir haben effiziente Strukturen und wirtschaften haushälterisch»
    Benutzer Bild
    • Lulatsch13 27.02.2020 07:57
      Highlight Highlight Stadt Bern ist NICHT gleich Kanton Bern...
    • nine 27.02.2020 08:02
      Highlight Highlight Du solltest dringend zwischen Stadt und Kanton Bern unterscheiden. Kleiner aber feiner unterschied ;-)
    • phreko 27.02.2020 08:08
      Highlight Highlight Wow, schon wieder einer dieser superschlauen die die rot-grüne Stadt mit dem bürgerlichen Kanton verwechseln!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Astrogator 27.02.2020 07:03
    Highlight Highlight Da machen die Linken was gegen die "ausufernde Asylindustrie"und dann ist es auch wieder nicht Recht und die Bürgerlichen schreien prompt nach Schutz für ebendiese" ausufernde Asylindustrie...
    Herrlich...
  • Projektionsfläche 27.02.2020 07:00
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist es grundsätzlich ein Unding, dass die öffentliche Hand Aufgaben wie die Betreuung von Flüchtlingen an gewinnstrebende Organisationen auslagert. Es geht hierbei nämlich um höhere Güter als Wirtschaftlichkeit. Natürlich soll das Gemeinwesen aber stets auch auf Kosteneffizienz achten.

    Ich kann allgemein nicht einsehen, weshalb mit Steuergeldern private Gewinne finanziert werden sollen. Und Profitmaximierung zu Gunsten der Eigentümer ist nun mal das erste, wenn nicht einzige Ziel einer Aktiengesellschaft wie der ORS. Da geht’s ganz bestimmt nicht um das Menschenwohl.
  • Lord_Mort 27.02.2020 06:59
    Highlight Highlight Die ORS Gruppe steht für mich für alles was in der Betreuung von Asylsuchenden falsch läuft. Geld das wir als Steuerzahler*innen für diesen Bereich ausgeben soll direkt den Menschen zu Gute kommen. Ich will nicht, dass hier Geld abgezweigt wird, damit eine Aktiengesellschaft Gewinn erwirtschaften kann. Es ist eine Schande, dass Kantone mit dieser Firma zusammenarbeiten.
    • KoSo 27.02.2020 09:14
      Highlight Highlight da hast du absolut recht!

      hatte 2016 in einem gemeinnützigen Verein mit ORS zu tun, habe da gruselige Geschichten gesehen/erlebt.
      diese Firma sollte die letzte Wahl sein, hat in der Deutschschweiz jedoch quasi ein Monopol.
    • davez 27.02.2020 09:20
      Highlight Highlight so wahr!
    • Ueli der Knecht 27.02.2020 15:04
      Highlight Highlight Kommt noch dazu, dass niemand weiss, wem die Aktien dieser Aktiengesellschaft gehören, und wer dieses ORS-Firmengeflecht mit welchen Interessen kontrolliert.

      Offensichtlich ist nur, dass die ORS ihre Eigentümerschaft aktiv verschleiert, und auch die Gewinne steueroptimiert auf ettliche Scheinfirmen verteilt.

      Auch die "Sicherheitsfirmen", welche in den ORS-Flüchtlingslagern für die Sicherheit sorgen, profitieren gewaltig, und das sind in der Regel Firmen aus einem ziemlich rechtsextremen Umfeld.
  • Ueli der Knecht 27.02.2020 06:55
    Highlight Highlight Die Firma ORS macht jährlich Millionengewinne mit Flüchtlingen.

    Und auch beim ORS-Firmengeflecht (wie bei der Crypto AG) weiss niemand, wem es eigentlich gehört, bzw. welche Interessen sie vertritt. Ich vermute dahinter Nazi-Seilschaften.

    Ich finde, es geht gar nicht, dass man eine derart heikle öffentliche Aufgabe wie die Flüchtlingsbetreuung einer Firma überlässt, deren Eigentümer sich aus Gründen verdeckt halten.
    • pacoSVQ 27.02.2020 08:07
      Highlight Highlight Wo hast du dir diese Nazi-Paranoia eingefangen?
    • WID 27.02.2020 08:25
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht: die Nazi-Seilschaften interessieren mich (nicht inhaltlich), hast Du Quellen?
    • EnnoConda 27.02.2020 08:58
      Highlight Highlight Ich denke die Interessen der ORS sind ziemlich klar: Gewinn auf Kapital erwirtschaften. Deine Vermutung kann natürlich schon stimmen, aber eine full-blown "Nazi-Seilschaft" würde keine Flüchtlinge betreuen. Von daher eine eher dumme Vermutung!
    Weitere Antworten anzeigen
  • K1aerer 27.02.2020 06:52
    Highlight Highlight Alles, was vom Staat durchgeführt wird, wird nie effizient sein und wird immer zu Mehrkosten führen. Gewisse Sachen sollten so oder so vom Staat kontrolliert werden. Ob jetzt Integration auch darunter fällt, weiss ich nicht.
    • Mrlukluk 27.02.2020 07:00
      Highlight Highlight Effizienz kann auch ohne Gewinnstreben erreicht werden.
    • Astrogator 27.02.2020 07:02
      Highlight Highlight Polizei, Armee alles ineffizient?

      Dann sagst du sicher Nein zu neuen Kampfjets...
    • philosophund 27.02.2020 07:02
      Highlight Highlight Der Staat profitiert hingegen weniger auf dem Buckel der Betroffenen..
    Weitere Antworten anzeigen

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