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Zugunglück in Tiefencastel GR

Polizeikommandant Walter Schlegel im Interview: «Wir hatten Glück im Unglück»

Schweres Zugunglück im Kanton Graubünden: Zwischen Tiefencastel und Thusis ist ein Zug der RHB entgleist. Drei Waggons wurden aus dem Trassee gehoben. Grund dafür war ein Erdrutsch, der Geleise verschüttet hatte.



Liveticker: Zugunglück Graubünden

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Daria Wild
Marius Egger
19:35
Video eines Passagiers des verunglückten Zuges
18:40
Zwei Japaner und ein Australier unter den Verletzten
Unter den Verletzen befinden sich zwei Personen mit japanischer Staatsangehörigkeit und ein australischer Staatsangehöriger, schreibt die Kantonspolizei Graubünden in einer Mitteilung. watson hatte zunächst von einem verletzten Japaner berichtet.

Genaueres ist auch über den entgleisten Waggon bekannt: Er rutschte vom Trassee ab und kam nach zehn Metern in den Bäumen zum Stillstand.

Im Zug befanden sich rund 140 Personen.
18:15
Polizeikommandant Walter Schlegel im Interview
17:45
Hubert Wälti sass im Unglückszug – seine Schilderung der Ereignisse im Video
Mehr Reaktionen von Passagieren lesen Sie hier.
17:23
Passagiere erholen sich im Bahnhofsbuffet Tiefencastel
Die Fahrgäste versammeln sich in Tiefencastel und berichten vom Unglück. Hubert Wälti erzählte watson-Reporter Maurice Thiriet vom Unfall: «Erst war alles ganz still. Dann haben wir erst gesehen, dass der Waggon vom Geleise hängt. Dann sind wir langsam in den hinteren Waggon gegangen, der noch mit allen Rädern auf den Geleisen stand. Da waren wir in Sicherheit».. Lesen Sie weitere Reaktionen von Augenzeugen hier.
Zugunglück tiefencastel Augenzeugen Bild: Maurice Thiriet
Bild: watson/thi
17:15
Erdrutsch verschüttete 15 Meter des Trassees
Inzwischen sind mehr Details über die Unfallstelle und die Rettung bekannt: Die Rüfe, die am Mittwochvormittag talwärts gerutscht war, hatte die Schienen zwischen zwei Tunnels auf einer Länge von 15 Metern verschüttet. Der Schutt türmte sich teilweise bis zu drei Meter auf.

Gemäss Angaben eines Passagiers stürzte ein entgleister Waggon 20 Meter vom Trassee und blieb im Steilhang der Schinschlucht an Bäumen hängen. Die Fahrgäste wurden von Rettungsleuten am Boden aus ihrer misslichen Lage befreit. Anschliessend mussten sie sich durch den hinteren Tunnel retten. Postautos fuhren die Passagiere nach Tiefencastel, wo sie mit Bussen weitertransportiert wurden. Diejenigen Passagiere, die in den heruntergestürzten Waggons festsassen wurden per Luftrettung befreit.
Die verunglueckte Zugskomposition der Rhaetischen Bahn, RhB, bei Tiefenkastel am Mittwoch, 13. August 2014. Bei Tiefenkastel ereignete sich am Mittwoch ein schweres Zugsunglueck der Rhaetischen Bahn, RhB. (KEYSTONE/Arno Balzarini) 

The derailed passenger train composition ot the Rhaetische Bahn, pictured near Tiefencastel, Switzerland, Wednesday, August 13, 2014. A passenger train travelling from St Moritz to Chur in eastern Switzerland has been derailed by a landslide, local police have announced. There was no immediate confirmation of injuries but police are calling it ‘a serious accident’. Rescue services are currently at the scene and the line is closed. (KEYSTONE/Arno Balzarini)
Bild: Keystone
17:07
Glück im Unglück
Der Bündner Ständerat und RhB-Verwaltungsratspräsident Stefan Engler, der in der Nähe von Tiefencastel wohnt, war sofort an den Unfallort gereist. Engler sagte zur Nachrichtenagentur sda, beim Unfall sei grosses Glück im Spiel gewesen. Und trotz allem sei ein «Schutzengel» im Zug mitgefahren. Entgegen anfänglicher Befürchtungen war keiner der Wagen tief in die Schlucht hinunter gestürzt.
16:55
Die Polizeitaucher sind von ihrem Einsatz nach Tiefencastel zurückgekehrt
16:48
Polizei korrigiert Zahl der Verletzten nach oben
Zunächst war nach dem Zugunglück in Tiefencastel von sieben Verletzten die Rede, fünf davon schwer, zwei leicht. Nun meldet die Polizei zusätzlich vier weitere leicht verletzte. Sie wurden mit der Rega und der Ambulanz in die umliegenden Spitäler überführt.
16:35
Der RHB-Zug vor und nach dem Unfall
Der Zug der Rhätischen Bahn kurz vor dem Unfall auf dem Landwasserviadukt zwischen Filisur und Tiefencastel
HANDOUT - Der Zug der Rhaetischen Bahn, der kurz daraub vor Tiefencastel entgleiste, kurz vor dem Unglueck auf dem Landwasserviadukt zwischen Filisur und Tiefencastel am Mittwoch, 13. August 2014. Beim Zugunglueck in Graubuenden sind fuenf Passagiere schwer und zwei leicht verletzt worden. Drei Stunden nach dem Unglueck waren alle 200 Passagiere des Zuges geborgen.   (Kurt Caviezel/Webcam RhB) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***
Bild: Kurt Caviezel/Webcam RhB

Nach dem Unfall: Die entgleisten Waggons
16:30
Passagiere werden in Tiefencastel betreut
Wie 20 Minuten schreibt, seien die geretteten Passagiere mit zwei Postautos nach Tiefencastel in ein Schulhaus gefahren. Dort würden sie nun von einem Careteam betreut werden. Zwei Rettungswagen mit Sanitätern seien vor Ort, um kleinere Verletzungen, wie etwa leichte Schürfwunden, zu versorgen.
16:10
So sieht der entgleiste Zug von oben aus
15:48
Stelle nicht als gefährlich bekannt – doch es regnete ausserordentlich stark
Fünf Menschen sind schwer verletzt, zwei leicht – und das wegen eines Erdrutsches, wegen zu starken Regens. Die Böden seien gesättigt und könnten nicht noch mehr Wasser aufnehmen, sagte der Ludwig Zgraggen von Meteoschweiz gegenüber watson. In zwölf Stunden fielen in der Unglücksregion zwischen 50 und 60 Liter pro Quadratmeter Regen. Das sei «ausserordentlich viel». Die Menge entspreche der Hälfte des gewöhnlichen Niederschlags im Monat August.

Hätte die Rhätische Bahn den Abschnitt besser sichern müssen? «Wir sichern das gesamte Streckennetz, wo wir können», sagt RHB-Mediensprecherin Yvonne Dünser. «Galerien und Tunnels führen die Züge an gefährlichen Stellen vorbei. Ausserdem gibt es eine Gefahrenkarte der heiklen Stellen. Diese war aber nicht verzeichnet.»
Gefahrenkarte
Rutschungen in der Region Alvaschein/Tiefencastel, Amt für Wald und Naturgefahren
15:34
Fünf Schwerverletzte
Jetzt ist mehr über die verletzen Passagiere bekannt: Die Kantonspolizei Graubünden sprach gegenüber Radio Grischa von fünf Schwerverletzten und zwei leicht verletzten Personen. Tote gab es keine.

Gemäss SRF Regionaljournal Ostschweiz wurden inzwischen alle Personen aus dem Zug gerettet.
15:32
Bilder der Rettungsaktion
Vier Rega-Helikopter sind daran, Passagiere aus der Unfallstelle nach Tiefencastel zu transportieren. Dort haben die Rettungskräfte eine Einsatzzentrale eingerichtet.
epa04351742 Rescue services recover a victim of the passenger train accident near Tiefencastel, Switzerland, 13 August 2014. A passenger train travelling from St Moritz to Chur in eastern Switzerland has been derailed by a landslide, local police have announced. There was no immediate confirmation of injuries but police are calling it ‘a serious accident’. Rescue services are currently at the scene and the line is closed.  EPA/ARNO BALZARINI
Eine Person wird auf einer Rettungsbahre auf einem Umladeplatz zum Rega-Helikopter getragen am Mittwoch, 13. August 2014, in Tiefenkastel. Bei Tiefenkastel ereignete sich am Mittwoch ein schweres Zugsunglueck der Rhaetischen Bahn, RhB. (KEYSTONE/Arno Balzarini) 

Rescue forces recover a victim of today's train crash near Tiefencastel, Switzerland, Wednesday, August 13, 2014. A passenger train travelling from St Moritz to Chur in eastern Switzerland has been derailed by a landslide, local police have announced. There was no immediate confirmation of injuries but police are calling it ‘a serious accident’. Rescue services are currently at the scene and the line is closed. (KEYSTONE/Arno Balzarini)
Bilder: Keystone
15:27
Erste Berichte von Augenzeugen
Wie Augenzeugen gegenüber Blick.ch sagen, haben sich in dem abgestürzten Waggon fünf bis zehn Personen befunden. Die Passagiere mussten nach dem Unglück auf dem Bahntrassee und durch einen nicht beleuchteten Tunnel gehen, erzählte eine Passagierin Radio Grischa.

15:20
Polizei sichert Waggons
Noch immer kann die Kantonspolizei Graubünden keine Angaben dazu liefern, wie viele Zugpassagiere verletzt sind. Gegenüber watson sagt Mediensprecher Daniel Zinsli, er habe bislang nur Kenntnis von leicht verletzten Personen. Allerdings – das meldet srf.ch – würden geschockte Passagiere auf den Geleisen herumirren. Das Trassee befindet sich in einem steil abfallenden Gelände. Die Polizei sei daran, die in den Bäumen hängenden Waggons zu sichern.
15:03
Polizei meldet Verletzte
Wie die Kantonspolizei Graubünden meldet, seien mindestens drei Personenwagen entgleist. Mehrere Personen wurden verletzt. Zur Schwere der Verletzungen konnte die Kapo noch keine Angaben machen.

Im Zug befanden sich rund 200 Personen. Sie stünden unter Schock, schreibt die Polizei, und würden nun von Sanitätern betreut werden.
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14:53 Uhr: Polizeitaucher machen sich für Einsatz bereit
von Marius Egger
Noch gibt es keine Informationen über verletzte Personen. Auch ist unklar, ob sich in dem abgestürzten Waggon noch Menschen befinden. Ein Reporter von Radio Grischa meldet, dass Polizeitaucher ihre Neopren-Anzüge angezogen haben und sich für einen Einsatz bereit machen. Der Unglücksort liegt über dem Stausee Solis in schwer zugänglichem Gelände. Eine Strasse führt nicht direkt an dem Ort vorbei.
14:45
Erdrutsch wegen starken Niederschlags
Wie Ludwig Zgraggen von Meteoschweiz gegenüber watson sagt, sei der starke Regen Grund für den Erdrutsch. «Die Böden sind schon gesättigt. Wenn dann noch mehr Wasser dazukommt, löst der grosse Druck einen Rutsch aus», so Zgraggen. «Wenn es heute nicht geregnet hätte, wäre es nicht passiert», sagt der Meteorologe. Für das alpine Gebiet seien Erdrutsche an sich aber nichts aussergewöhnliches.
14:42
Zugführer zog Vollbremse
Wie RHB-Mediensprecherin Yvonne Dünser meldet, sei der Zug in den Erdrutsch geprallt, und nicht von diesem erfasst worden. Die Lokomotive entgleiste nicht.
14:31
Radio Grischa meldet Polizeitaucher
Wie Radio Grischa meldet, sei eine Einsatzzentrale in Tiefencastel eingerichtet worden. Zwei Wagen mit Polizeitauchern seien ebenfalls aufgeboten.
14:17
Blick-Leserbild: Zwei Waggons hängen am Abgrund
Auf einem Blick-Leserbild sind zwei entgleiste RHB-Wagen zu sehen. Einer davon steckt im Wald fest. Auch Bilder von 20-Minuten-Leserreportern zeigen zwei aus den Gleisen gehobene Waggons.

14:13
Rega schickt noch zwei Helikopter
Laut Rega-Mediensprecher Philipp Keller sind bereits vier Helikopter im Einsatz. Zunächst waren nur zwei Rettungshelikopter im Einsatz. Angaben zum gesundheitlichen Zustand der Passagiere konnte Keller keine machen.
14:07
20-Minuten-Bild zeigt entgleisten Zugwagen
Auf einem Leser-Bild von 20 Minuten ist zu sehen, wie ein Waggon der RHB-Zugkomposition schräg am Abhang steht. Ob die Lokomotive oder andere Waggons ins Tobel stürzten, ist unklar.
14:00
Street-View-Bilder der Unfallstelle
So sieht der Streckenabschnitt aus, auf dem der Zug verunfallte.
13:54
Unfallort zwischen Tiefencastel und Alvaschein
Wie die «Südostschweiz» meldet, befinde sich der Unglücksort unterhalb der Kirche Mistail zwischen Tiefencastel und Alvaschein. Das sagte die Gemeindeverwaltung auf Anfrage.
13:45
Zug offenbar in ein Tobel gestürzt – Unfallort nur zu Fuss erreichbar
Wie SRF berichtet, sei die Zugkomposition in ein Tobel gestürzt. Mediensprecher Daniel Zinsli sagte auf Anfrage: «Ich bin zwar noch nicht vor Ort, aber ich habe dieselbe Meldung erhalten.» Der Unfallort sei nur zu Fuss erreichbar.
13:31
Rega auf dem Weg
Rettungskräfte stehen im Einsatz, laut Rega zudem zwei Rega-Helikopter. Weitere befinden sich laut Polizei auf dem Weg zur Unfallstelle. Wegen des Unglücks ist die Bahnstrecke von Chur nach St. Moritz im Oberengadin zwischen Thusis und Tiefencastel unterbrochen. Bahnersatzbusse wurden laut Bahnverkehrsinformation aufgeboten.
13:21
Erdrutsch überschüttete das Gleis
In Graubünden hat sich am Mittwochmittag laut Polizei ein schweres Zugunglück ereignet. Ein Erdrutsch überschüttete das Gleis, worauf der Zug bei Tiefencastel entgleiste und vom Trassee stürzte, wie die Kantonspolizei auf Anfrage mitteilte. Laut der Rhätischen Bahn handelt sich um einen Personenzug. Wie srf.ch berichtet, ist der Zug in ein Tobel gestürzt.

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