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Das Motiv bleibt im Dunkeln

Urteil im Klotener Hanfmord-Prozess: Der Angeklagte muss 13 Jahre hinter Gitter



Das Bezirksgericht Bülach hat im Klotener Hanfmord-Prozess ein Urteil gefällt: Der Grieche K. C.*, der seinen Arbeitskollegen in dessen Indoor-Hanfanlage 17 Mal geschlagen und den Mann danach mit einem Seilzug aufgehängt hatte zu 13 Jahren Haft verurteilt, wie der Tages Anzeiger am Mittwoch berichtet.

Tödlicher Streit in der Indoor-Hanfanlage

Am Morgen des 8. Februar 2013 alarmierten Mieter eines Gewerbehauses in Kloten die Feuerwehr, weil sie einen Brand bemerkt hatten. Als die Einsatzkräfte die Türe aufbrachen, fanden sie einen Toten – erhängt und an den Händen gefesselt. Beim Opfer handelte es sich um einen 23-jährigen Schweizer mit chinesischen Wurzeln. Er hatte drei Räume im Gewerbehaus gemietet und dort eine Indoor-Hanfanlage eingerichtet. Ermittlungen führten schnell zum Gehilfen des Opfers, dem damals 33-jährigen Griechen. Vier Tage nach der Tat nahm ihn die Polizei fest.

Die Staatsanwältin hatte 17 Jahre wegen vorsätzlicher Tötung gefordert. Der Angeklagte sei voll schuldfähig und habe überlegt gehandelt, so Groth. Dagegen hielt die Verteidigerin, dass der Beschuldigte aus Verzweiflung und Todesangst gehandelt habe. «Es war eine Notwehrsituation. Allerdings hat der Beschuldigte das Mass der Abwehr übertrieben», so die Verteidigerin vor Gericht. Ausserdem habe das Opfer Todesdrohungen gegen den Angeklagten und dessen Familie ausgesprochen.

Diese Todesdrohungen hielt das Gericht für Schutzbehauptungen. Die Aussagen seien deshalb nicht glaubwürdig. Die beiden hätten ein gutes Verhältnis gehabt, das Opfer habe den Beschuldigten an jenem Abend sogar ins Bordell einladen wollen. Es sei eine sinnlose, brutale und unfassbare Tat gewesen, deren Motiv im Dunkeln geblieben sei, sagte der Vorsitzende. 

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In diesem Gewerbegebäude in Kloten spielte sich der Mord ab. Google Streetview

*Namen geändert (dwi)

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