DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Topbeamter kritisiert die Löhne gewisser Kaderbeamter

06.08.2019, 06:2006.08.2019, 07:52

Der Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung EFV, Serge Gaillard, hat die Löhne von Beamten kritisiert. In einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen vom Dienstag sagte er, Kaderlöhne sollten nicht stärker steigen als die durchschnittlichen.

«Ich hatte 2008 kein Verständnis für die fünfprozentige Lohnerhöhung für das Kader und habe mich auch dafür eingesetzt, dass die zu grosszügige Kaderversicherung abgeschafft wurde», erklärte er weiter zu dem Thema.

Serge Gaillard sieht die staatliche Verwaltung als konkurrenzfähiger Arbeitgeber.
Serge Gaillard sieht die staatliche Verwaltung als konkurrenzfähiger Arbeitgeber.Bild: KEYSTONE

«Das Problem sind nicht die Einzelfälle, das Problem ist der Anspruch, der immer breiter wird. Ärzte, Anwälte und Professoren orientieren sich immer mehr an den hohen Kadergehältern in einigen Branchen», führte der EFV-Direktor weiter aus. So verschärfe sich ein sozialpolitisches Problem.

Meistens werde die öffentliche Verwaltung zudem mit der Privatwirtschaft verglichen, was man aber ohnehin nicht tun sollte, betonte er. Die staatliche Verwaltung stufe Gaillard, entgegen der vielerorts vorherrschenden Meinung, immer noch als konkurrenzfähig ein. Er habe noch nie ein Problem gehabt, eine Kaderstelle im öffentlichen Bereich zu besetzen, erklärte er.

«Es kommt vor, das Bewerber bereit sind, auf 50'000 Franken im Jahr zu verzichten, wenn sie dafür eine interessante Tätigkeit und mehr Jobsicherheit erhalten», sagte der 64-jährige Beamte den Tamedia-Zeitungen.

Sein eigenes Salär gab er in dem Interview inklusive aller Beiträge an die Sozialversicherungen und an die Pensionskasse mit rund 300'000 Franken im Jahr an. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Endlich Weihnachtsessen mit den Kollegen und diesen 10 Typen

Video: watson

Abonniere unseren Newsletter

8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Ferienpraktiker
06.08.2019 11:03registriert Juni 2017
Die Ansprüche aller steigen habe ich das Gefühl. Wenn ich beim rekrutieren so sehe, was - auch die eher mittelprächtigen Kandidaten - so für Salärvorstellungen haben....
Und 300k für seinen Job ist auch nicht überrissen.
273
Melden
Zum Kommentar
8
Gletscherschmelze in Rekordzeit: Schweizer Pass ist erstmals seit 2000 Jahren eisfrei
Der Col de Zanfleuron zwischen den Kantonen Wallis und Waadt kann erstmals seit mindestens 2000 Jahren wieder eisfrei betreten werden – eine Folge des rasanten Gletscherschwunds in der Region.

Seit mindestens 2000 Jahren war der Col de Zanfleuron mit Eis bedeckt. Die verbundenen Gletscher Scex Rouge und Zanfleuron flossen von der Passhöhe auf rund 2800 Metern über Meer in unterschiedliche Richtungen. Weil sie in diesem Sommer aber rund dreimal so viel an Dicke verloren wie im Schnitt der letzten zehn Jahre, sind die beiden Gletscher bald getrennt.

Zur Story