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Bundesrat unterstützt Motion für inklusiveres Stimmrecht

Ein Wegweiser zum Stimmlokal im Rathaus in Basel, am Sonntag, 24. November 2024. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Rund 16'000 Menschen mit geistiger Beeinträchtigung sind in der Schweiz derzeit vom politischen Leben ausgeschlossen. Ein vom Bundesrat gutgeheissener Vorstoss möchte dies ändern.Bild: keystone

Bundesrat unterstützt Motion für inklusiveres Stimmrecht

28.11.2024, 13:5228.11.2024, 13:52

Alle volljährigen Schweizerinnen und Schweizer, auch Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, sollen dieselben politischen Rechte und Pflichten haben. Der Bundesrat empfiehlt eine entsprechende Motion einer Nationalratskommission zur Annahme.

Heute stehen gemäss der Verfassung Menschen, die «wegen Geisteskrankheit oder Geistesschwäche entmündigt sind», die politischen Rechte nicht zu. Das schliesse rund 16'000 Menschen in der Schweiz vom Stimmrecht aus, schreibt die Staatspolitische Kommission des Nationalrates (SPK-N) im Vorstoss.

Wer wegen dauernder Urteilsunfähigkeit unter umfassender Beistandschaft stehe oder von einer vorsorgebeauftragten Person vertreten werde, dürfe nicht stimmen. Ein automatischer Entzug dieses Rechts für Menschen mit Beeinträchtigung ist für die Mehrheit der SPK-N nicht statthaft.

Nouh Latoui, Parlamentarier der Behindertensession, rechts, und Denise Carniel, Parlamentarierin der Behindertensession, links, verfolgen die Debatte, waehrend der ersten Behindertensession der Schwei ...
Der politische Vorstoss geht auf die erste Behindertensession im Bundeshaus vom 24. April 2023 zurück.Bild: KEYSTONE

Die von einer kleinen SPK-Mehrheit verabschiedete Motion geht auf eine Petition aus der Behindertensession von 2023 zurück. Zwölf Vertreter von SVP und FDP in der SPK-N lehnen die Motion ab. Der Bundesrat hingegen empfiehlt sie zur Annahme. Seine Stellungnahme veröffentlichte er am Donnerstag ohne weitere Aussagen. (sda)

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quelle: shutterstock
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