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Flugreisen: So viel sind die Bundesräte 2025 geflogen

Netjets Europe Zurich, Switzerland, 4th July 2025: A Cessna 560XL Citation XLS from Netjets Europe is on final approach to the airport runway. Registration CS-DQB Andreas Haas/dieBildmanufaktur *** Ne ...
Die Bundesräte nutzen für ihre Reisen etwa den Jet Citation Excel 560XL von Hersteller Cessna.Bild: IMAGO / dieBildmanufaktur

Dieser Bundesrat steigt am meisten für Kurzstrecken ins Flugzeug – schon wieder

24.03.2026, 08:3524.03.2026, 08:56

Neue Zahlen zeigen, wie häufig der Bundesratsjet im Jahr 2025 im Einsatz war – und machen dabei deutliche Unterschiede im Flugverhalten der einzelnen Bundesräte sichtbar.

Aufgrund des Zollhammers von US-Präsident Donald Trump flog ein Bundesratsduo besonders häufig: Finanzministerin und ehemalige Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter (FDP) sowie Wirtschaftsminister Guy Parmelin (SVP). Mit 46 und 43 Flügen – darunter einige in die USA – sind sie auf Platz zwei und drei.

«Taxi Ticino» oft im Einsatz

Am meisten flog 2025 jedoch Ignazio Cassis (FDP) mit seinem «Taxi Ticino». Als Aussenminister flog der Bundesrat unter anderem nach Brasilien, Japan oder in den Irak. Insgesamt kommt er auf 85 Flüge – von 301 Flugreisen der gesamten Landesregierung.

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Ignazio Cassis ist für seine Inlandsreisen zwischen Bern und Agno TI bekannt.Bild: keystone

Doch auch innerhalb der Schweiz nutzte Cassis den Jet mit 23 Flügen am häufigsten. Im Vergleich: Parmelin reiste mit dem Jet am zweithäufigsten sechs Mal innerhalb der Schweiz. Cassis' Pendeln zwischen Bern und Agno im Tessin brachte dem Bundesratjet den Spitznamen «Taxi Ticino» ein. Der Aussenminister nutzte den Flieger jedoch auch für Termine in Genf.

Parmelin nutzte den Jet für Inlandsreisen nach Genf oder Lugano, Keller-Sutter im August für die Strecke zwischen Bern und Zürich.

Pfister nutzt Heli am meisten

Verteidigungsminister Martin Pfister (Mitte) reiste im Jet zwar nur 16-mal, bestieg den Helikopter allerdings 26-mal – so viel wie kein anderes Mitglied des Bundesrates. Pfister nutzt den Heli hauptsächlich, um die Schweizer Waffenplätze auszukundschaften.

Justizminister Beat Jans (SP) hingegen stieg kein einziges Mal in einen Helikopter. Seine 25 Auslandsflüge führten ihn vor allem für «Arbeitsbesuche» in EU-Staaten. Alle seine sechs Kolleginnen und Kollegen hoben 2025 häufiger ab als der Justizminister.

Aber auch Umweltminister Albert Rösti (SVP) flog nur einmal mehr als Jans. Den Bundesratsjet nutzte er für 14 Flüge. Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider (SP) hob insgesamt 29-mal ab, knapp die Hälfte davon im Helikopter. (hkl)

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54 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Dr. Rodney McKay
24.03.2026 09:00registriert September 2024
Hätten wir doch nur einen sehr gut funktionierenden ÖV…Innländische Flüge sind grösstenteils auf Faulheit und Bequemlichkeit zurückzuführen.

Wasser predigen aber Wein Saufen…
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7immi
24.03.2026 10:05registriert April 2014
Die Piloten müssen auf ihren Flugzeugen current bleiben. Sie brauchen also z.B. 3 Landungen innerhalb der letzten drei Monate je Flugzeugmuster pro Pilot. Da sind Kurzstreckenflüge eine gute Alternative zu lokalen Platzrunden in Bern oder Payerne.
Mal abgesehen davon würde ich erwarten, dass der Aussenminister am meisten Flugstunden hat...
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matto715
24.03.2026 09:54registriert November 2025
Ein Artikel für die Neidkeule? Wer schon mal die Agenda eines Bundesrates gesehen hat, weiss warum Bundesräte den Lufttransport benötigen. Mit “Luxus” hat das herzlich wenig zu tun. Und – wenn wir der obersten Landesführung nicht mal zutrauen, dass sie das vernünftig beurteilen kann – wie weit vertrauen wir dieser dann überhaupt noch? Es wäre auch zu überlegen, ob es in solchen Zeiten sinnvoll ist, dass sich jede und jeder überall einmischen muss – auch wenn keinerlei Kenntnisse eines Sachverhalts vorhanden sind.
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