Schweiz
Bundesrat

Burkhalter: «Kollegialität ist wie eine Mauer, man muss sie gut kitten»

Ueli Maurer entschuldigt sich erneut

Burkhalter: «Kollegialität ist wie eine Mauer, man muss sie gut kitten»

26.03.2014, 15:2526.03.2014, 15:42

Bundesrat Ueli Maurer hat sich an der Bundesratssitzung vom Mittwoch nochmals für seine Aussagen in einem Interview mit der «Weltwoche» entschuldigt. Der im Interview kritisierte Bundespräsident Didier Burkhalter hat dem Bundesrat darauf seine Sicht der Kollegialität erläutert.

Für ihn sei die Kollegialität wie eine Mauer, sagte Burkhalter am Mittwoch vor den Medien in Bern. Es handle sich nicht um eine Mauer, die trenne, sondern um eine, welche durch die Mitglieder immer wieder neu gebaut werde. Man müsse sie gut zusammenkitten, damit sie halte. «Wenn es einen Bruch gibt, ist die ganze Statik in Gefahr. Die Solidarität ist geschwächt», sagte Burkhalter. Das sei nicht gut für die Mauer.

Die Episode habe aber gezeigt, dass die Mauer sehr solide sei. Nach seinen Ausführungen habe der Bundesrat «an etwas anderem» gearbeitet. «Das ist so in der Politik», sagte der Bundespräsident. Bundesrat Ueli Maurer hatte sich in einem Interview mit der «Weltwoche» kritisch zur die Doppelrolle von Didier Burkhalter als Aussenminister und OSZE-Vorsitzender im Krim-Konflikt geäussert. (rar/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Diese Chance wird nicht so schnell wieder kommen» – die grösste Gefahr für die SRG
Michael Hermann leitet das Umfrage- und Forschungsinstitut Sotomo. Im Interview erklärt er, warum Umfragen teils daneben liegen und was er zu Vorwürfen sagt, er manipuliere Stimmbürger.
Herr Hermann, wenn die Hälfte der Stimmbevölkerung an die Urne geht, gilt eine Vorlage als so richtig polarisierend. Welche der Vorlagen vom 8. März hat dieses Potenzial?
Michael Hermann:
Das ist am ehesten bei der SRG-Initiative der Fall. Sie dominiert die Debatte und beschäftigt die Menschen am meisten.
Zur Story