Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07275048 Swiss Federal President Ueli Maurer speaks during a press conference after a meeing with Austrian Federal President Alexander Van der Bellen (not pictured) at the presidential office of the Hofburg Palace in Vienna, Austria, 11 January 2019. Maurer is on a working visit to Vienna.  EPA/FLORIAN WIESER

Bundespräsident Ueli Maurer an einer Pressekonferenz am 11. Januar 2019. Bild: EPA/EPA

40 Prozent teurer: Ueli Maurers neues IT-Projekt kostet jetzt fast eine Milliarde

Regierungskollegen staunen, dass die Kosten plötzlich 40 Prozent höher sind. Sie sind aber nicht das Einzige, das bei dem Projekt umstritten ist.

Henry Habegger / CH Media



Schon im letzten April machten Bundesratsmitglieder grosse Augen. Mit 665 Millionen Franken veranschlagte Finanzminister Ueli Maurer (SVP) die Kosten für sein IT-Projekt Superb23. Diese Summe, so die damaligen Schätzungen, werde das Projekt in den Jahren 2018 bis 2025 verschlingen. Es hagelte Mitberichte.

Jetzt, ein knappes Jahr später, wurden die Augen noch grösser. Das Erstaunen ist einer Art grossem Grausen gewichen, die kritischen Mitberichte wurden nicht weniger.

Plötzlich 40 Prozent teurer

Denn für die Bundesratssitzung vom letzten Mittwoch präsentierte Bundespräsident Maurer eine präzisierte und noch gesalzenere Rechnung. Superb23 soll mittlerweile bereits 930 Millionen Franken verschlingen. Eine Kostensteigerung von satten 40 Prozent innerhalb eines Dreivierteljahres.

Superb23 ist ein IT-Projekt, das auf der Software der deutschen Firma SAP beruht. Über die SAP-Software läuft die halbe zivile und militärische Bundesverwaltung, nämlich die sogenannten Supportprozesse wie Finanz- und Rechnungswesen, Personalwesen, Logistik, Immobilienmanagement. Weil SAP die vom Bund bisher genutzte Softwareversion ab dem Jahr 2025 nicht mehr unterstützt, muss Ersatz her.

Umstritten sind nicht nur die Kosten. Bisher hatten Departemente eigene, dezentrale SAP-Lösungen, was ihnen Flexibilität und Eigenständigkeit gab. Nun winkt die Zentralisierung in Maurers Finanzdepartement.

Dort führt man zur Begründung der raketenartig gestiegenen Superb-Kosten ins Feld: Es werde nicht nur das bisherige SAP ersetzt, es kämen auch neue, segensreiche Elemente dazu. Und man werde, wenn Superb23 erst einmal laufe, pro Jahr 150 Millionen sparen. Was also heissen soll, dass sich das sagenhaft teure IT-Projekt gewissermassen innert sechs oder sieben Jahren von selbst wieder einspart.

Bundespräsidenten der letzten 20 Jahre

Dem aber traut im Bundesrat kaum jemand, nicht einmal Maurer selbst wirke überzeugt, heisst es. Ein Problem, das sich der Regierung stellt: Keiner und keine kann wirklich beurteilen, ob den Prognosen und Versprechungen der Informatiker zu trauen ist. Die Angst ist gross, dass Superb23 ein Fass ohne Boden für den Bund und ein Goldesel für IT-Firmen wird. Es wäre nicht das erste Mal.

Das Insieme-Trauma

Denn der Schock um das IT-Projekt Insieme der Steuerverwaltung (ESTV) steckt noch allen in den Knochen. Dort setzte der Bund rund 120 Millionen in den Sand – wobei einige IT-Firmen fürstlich verdienten. 2012 zog Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf den Stecker beim Projekt, das ihr Vorgänger aufgegleist hatte.

Aber auch das Nachfolgeprojekt Fiscal-IT, bei dem viele Insieme-Firmen wieder am Werk waren, lief aus dem Ruder. Statt der budgetierten 85 Millionen kostet es nun total 118,35 Millionen, wie die ESTV gestern auf Anfrage angab. Und letztes Jahr publizierte die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) einen Bericht, der massive Startprobleme bei Fiscal-IT skizzierte: «Die Produktivität ist nach dem Go-Live bis Ende 2017 teilweise um bis zu 60 Prozent eingebrochen». Wegen Problemen beim neuen System für die direkten Bundessteuern konnte die Steuerverwaltung monatelang «keine Zinsrechnungen und Mahnungen mehr versenden», wie die EFK feststellte.

Mittlerweile läuft das System offenbar wie geplant. «Die Übergabe der Anwendungen in die Wartung und den Betrieb ist erfolgt», sagt ESTV-Sprecher Joel Weibel. «Der Jahresabschluss 2018 konnte mit den neuen Systemen fristgerecht durchgeführt werden. Die Systeme funktionieren korrekt und zuverlässig». Keine konkreten Zahlen gebe es zu den Kosten, die wegen der Anlaufprobleme entstanden sind.

Bundesrat traut der Sache nicht

Der Bundesrat bleibt misstrauisch. Am Mittwoch trat er bei Superb23 weiter auf die Bremse, verlangte mehr Informationen. «Der Bundesrat hat zu diesem Thema lediglich eine erste Diskussion geführt und keinen Entscheid getroffen», sagt Bundesratssprecher und Vizekanzler André Simonazzi.

So ist das neue Bundesratsfoto entstanden

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Beto gegen Donald: Showdown an der «Grenzmauer» in Texas

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel

Mirco Müller – ein vergessener Titan auf dem Weg zum Millionär

Link zum Artikel

Hacker verkauft 617 Millionen Nutzerdaten im Darknet – diese 16 Seiten sind betroffen

Link zum Artikel

Ohne Solarium und Haarpracht – wie Donald Trump wirklich aussieht 😱

Link zum Artikel

Zersiedelungs-Initiative abgeschmettert: So lief der Abstimmungssonntag

Link zum Artikel

«Ich war überrascht, dass es reicht» – Corinne Suter holt in der WM-Abfahrt Silber

Link zum Artikel

Kantonale Vorlagen: Basel versenkt Spitalfusion, Berner Energiegesetz scheitert hauchdünn

Link zum Artikel

Frauen schreiben ihren Freunden: «Ich will ein Baby» – die Antworten sind 😱😱😱

Link zum Artikel

WLAN auf dem Mars? Bibis Beauty Palace liefert TV-Blamage für die Ewigkeit

Link zum Artikel

Diese 7 Fälle zeigen, was bei der Rüstungsbeschaffung in der Schweiz alles schief läuft

Link zum Artikel

Hey Emma, Suff-SMS-Sandro hat auch ein paar Sex-Fragen an euch Frauen!

Link zum Artikel

Stimmen diese 9 Koch-Mythen wirklich?

Link zum Artikel

Dieser NBA-Star erfuhr gerade mitten im Spiel, dass er getradet wurde

Link zum Artikel

Wenn du in der (Fake-)Sexfalle sitzt – so kommst du wieder raus

Link zum Artikel

So klicken, blocken und spulen wir die Werbung weg – die Fakten in 15 Punkten

Link zum Artikel

Auf einer Party aufs Klo, das gar keins war...Diese Jodel-Geschichte hat kein Happy-End 😱

Link zum Artikel

Leute, PICDUMP! 🙏

Link zum Artikel

Google reserviert jetzt für dich in Schweizer Restaurants (aber nicht per Telefon)

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

101
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
101Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Platon 01.02.2019 18:01
    Highlight Highlight Kauft endlich ein Start-up und macht das ganze IT-Zeug selbst! Niemand anders ausser der Staat fragt solche Anwendungen nach, gleichzeitig gibt es viel zu wenige Anbieter. Unsere bürgerlichen "Wirtschaftsparteien" haben aber leider die meisten Ökonomievorlesungen verschlafen wie es scheint und werfen das Geld lieber zum Fenster raus.

    https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/es-gibt-auch-gute-vetterliwirtschaft/story/17067463
  • Töfflifahrer 01.02.2019 16:17
    Highlight Highlight Sorry, das ist jetzt aber ein Witz, ja? Eine Milliarde für eine Finanzlösung die verschiedene Departemente einbindet? Dasist doch Stuss erster Ordnung!
    Wass soll den da überhaupt alles gebaut werden? Weiss das überhaupt jemand?
    So ein System wird eine ewige Baustelle bleiben, da wird gar nichts eingespaart!
    Keep it simple and stupid, das ist eine Weisheit von Niklaus Wirth, bekannter Informatik Prof. an der ETH.
  • Skip Bo 01.02.2019 12:41
    Highlight Highlight SAP müsste innert 6 Jahren vollständig ersetzt werden. Wäre das überhaupt möglich? Wenn ja was würde sowas kosten? Danke für kompetente Antworten.

    Der Fehler wurde wahrscheinlich gemacht, als man SAP auswählte ohne Garantien einzufordern.
    Wer war damals eigentlich Departementschef?
    • Mätse 01.02.2019 15:11
      Highlight Highlight SAP nötigt leider ihre Kunden bis 2025 von SAP ERP auf S/4HANA umzusteigen.
      Einfach gesagt, ist das ein neues Produkt, wo jeder Kunde nochmals fast von vorne beginnen kann.
      SAP wurde in fast allen grösseren Unternehmen schon vor Jahrzehnten ausgewählt.
    • Wolkensprung 01.02.2019 17:36
      Highlight Highlight @Mätse
      Wenn keine schlaue Migration möglich ist, dann ist das der beste Steilpass für die Evaluation eines neuen Produits...
    • Skip Bo 01.02.2019 20:09
      Highlight Highlight Danke für die Antwort.
  • HansJoe 01.02.2019 12:20
    Highlight Highlight Ueli Maurer vertraut den Falschen - er sollte Politiker nehmen, die etwas von IT-Projekten verstehen, z.b. Ruedi Noser als Beirat für die Entscheide - es zeigt sich immer wieder dass die IT-Leute einfach drauf los produzieren, wenn keine strikte Kontrolle da ist - das hat Ueli wohl vergessen
    • Bird of Prey 01.02.2019 15:56
      Highlight Highlight Huiuiuiuiiii echt jetzt? Ruedi Noser? Als Beirat?
      Zu viele Politiker verderben den Brei! Der Bund hätte sehr gute Werkzeuge um Projekte Zielführend zu managen. Aber alle wollen mitreden und die Firma vom Kollegen auch noch beteiligen. Und sei es nur in der Risikobeurteilung eines Projektes. Da sitzen dann die Bedenkenträger aus der Firma Noser. Und die Kosten steigen und steigen.
      Selber erlebt, wie ein IT Projekt beim Bund finanziell explodierte wegen "Freundschaftsdienste unter Politiker".
  • Tom Scherrer (1) 01.02.2019 12:06
    Highlight Highlight Und wiso denn eine deutsche software?

    Wenn denn bitte ein schweizer unternehmen mit schweizer steurerabgaben - soviel swissfirst muss sein.

    Und ein toller rabatt wäre schön 😃- viel glück beim verhandeln, da sind wir ja profis 😃 🍀
    • Mätse 01.02.2019 15:13
      Highlight Highlight Nenne mir mal mögliche schweizer Software für komplexe ERP Systeme?
    • Bird of Prey 01.02.2019 16:06
      Highlight Highlight Abacus wäre so eine ERP Software aus der Schweiz.
      International gäbe es noch IFS, vor allem in der Industrie bekannt, dann hat Microsoft ein ERP und schliesslich noch jene von SAGE.
      Ironie on / Aber ich vermute, dass beim Bund alles viel spezieller ist und ganz komliziert und hoch geheim und daher nur das Sanduhr Anzeige Programm das einzige und richtige ist für einen reibungslosen und "kostengünstigen" Übergang. / Ironie off
    • Edwin Schaltegger 01.02.2019 18:18
      Highlight Highlight Seit wann ist Microsoft eine Schwezer Firma?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dagobert Duck 01.02.2019 11:56
    Highlight Highlight 1. Und das wird noch viel teurer. SAP kannst du nicht on time, on target und/oder on budget realisieren.
    2. Automatisierung und zentrale Datenhaltung kostet nun mal Geld. Dafür werden Stellen gespart. Wobei man die gesparte Kohle den Tech-Firmen in den Rachen wirft. Diejenigen, die eh schon nicht mehr wissen wohin mit der ganzen Kohle.
    Fazit: Storno und ein System auf Augenhöhe evaluieren. Lieber ein paar Stellen mehr in der Verwaltung riskieren als sich auf Gedeih und Verderb einem IT-Unternehmen auszuliefern.
  • RETO1 01.02.2019 11:52
    Highlight Highlight BR Maurer sollte mal hier die Kommentare lesen,da würde er sicher einen kompetenten Berater für seine IT-Probleme finden
    Ironie off
  • Firefly 01.02.2019 11:47
    Highlight Highlight Von wem lässt der Ueli die Software entwickeln? von den Saudis?
  • Firefly 01.02.2019 11:46
    Highlight Highlight Es wäre nun Zeit für den Bund sich von SAP zu emanzipieren. Für weniger Geld gibts besseres.
    • Mätse 01.02.2019 15:13
      Highlight Highlight Was denn genau?
  • mogad 01.02.2019 11:40
    Highlight Highlight Beim Insieme-Projekt der Steuerverwaltung wurden 120 Mio in den Sand gesetzt. Div. IT-Firmen verdienten sich eine goldene Nase. Die gleichen Firmen, die die Probleme nicht lösen konnten wurden für das Nachfolgeprojekt Fiscal-IT hinzugezogen, wos dann auch viel teurer wurde als geplant und zum vorübergehenden Debakel kam. Mich würd interessieren, ob nun wieder die gleichen Firmen bei Superb 23 im Geschäft sind. Vetterliwirtschaft? Oder sind die IT-Firmen kompetent und scheitern die Projekte an den falschen Vorstellungen der Entscheidungsträgern in der Verwaltung?
  • Scherzkeks4104 01.02.2019 11:39
    Highlight Highlight Nach dem lesen der ganzen Kommentare habe ich die Lösung für das Problem gefunden.
    Lasst einfach alle watson-Kommentatoren dieses IT-Projekt abwickeln. Es wird definitiv was besseres rauskommen als was der Bund sich da aufbinden lässt.
    • mogad 01.02.2019 15:00
      Highlight Highlight Dazu kann ich folgendes sagen: Die meisten Leute verlieren den Job, wenn sie ihn nicht richtig machen, egal wie komplex und schwierig er ist!
  • alessandro 01.02.2019 10:47
    Highlight Highlight SAP unterstützt die bestehende Software nicht mehr und bietet für eine Milliarde Ersatz?
    Wow, so hilfsbereit...
  • Ökonometriker 01.02.2019 10:45
    Highlight Highlight 1 Milliarde Franken? Also 2000 Consultant Mannjahre? Und man liefert sich einem ausländischen Grosskonzern auf gedeih und verderben aus? 🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️
    • Ursus der Rächer 01.02.2019 11:30
      Highlight Highlight Mit SAP werden alle Projekte schweineteuer, egal ob sie zum Laufen kommen oder einen Flop produzieren. In diesem Bereich gibt es offensichtldich keine guten Berater.
    • Ökonometriker 01.02.2019 12:52
      Highlight Highlight @Ursus: ich glaube nicht, dass es hier an SAP oder an den Beratern liegt, sondern dass Projekte exponentiell zu ihrer Grösse an Komplexität wachsen. Daher ist es meiner Erfahrung nach besser, modulare und nicht monolithische Systeme zu bauen.
    • mogad 01.02.2019 15:02
      Highlight Highlight Und was lässt die Probleme grösser werden? Warum überhaupt Probleme, wenn vor dem Projekt alles sauber abgeklärt und durchleuchtet wurde?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bird of Prey 01.02.2019 10:44
    Highlight Highlight Nur noch mehr Systeme zusammenführen. Der Russland Hack beim VBS via Ruag war nur dank SAP möglich.
  • Hans Jürg 01.02.2019 10:39
    Highlight Highlight Nach der besten Armee der Welt nun also die beste Buchhaltung der Welt...

    Ich freu mich auf den Tag, wenn der beste Bundesrat der Welt dann endlich mal weg sein wird.
    • mogad 01.02.2019 11:20
      Highlight Highlight Und dann ab ins gelobte Saudiarabien. Die Saudis werden bestimmt einen gutbezahlten Job für einen haben, dem Geschäft und Prestige wichtiger sind als die Menschenrechte.
  • Panda bear 01.02.2019 10:35
    Highlight Highlight Das kommt davon, dass die Bundesratsmitglieder keine Ahnung von IT haben. Wieso fragen sie nicht einfach eine unabhängige Person von Fach die das beurteilen kann, wie viel so eine Software kosten darf. Zudem sollten sie mit dieser IT-Firma die den Auftrag dann übernimmt, einen Fix Preis abmachen und nicht nach Stunden. Damit man da nicht gelinkt wird.
    • Käpt'n Hinkebein 01.02.2019 12:41
      Highlight Highlight "So eine Software" gibt's in dem Bereich schlichtweg nicht. Der Bund hat gewisse Anforderungen, die mit einer Standardsoftware wohl nicht abgedeckt werden können. Anpassungen kosten entsprechend. Einen Fixpreis bei einem 600-Mio-Projekt abmachen zu wollen ist unrealistisch, weil sich vielfach erst während der Ausarbeitung Anpassungen ergeben.

      Übrigens würde ich darauf wetten, dass da jede Menge externe Personen involviert waren. Wie "unabhängig" die sind, lasse ich anhand der Schweizer IT-Branche mal unkommentiert.
  • MeinSenf 01.02.2019 10:19
    Highlight Highlight Ernsthaft? SAP? Wer damit im Daily Business zu tun hat, schüttelt nur den Kopf...
    • Ursus der Rächer 01.02.2019 11:34
      Highlight Highlight Wir haben unser SAP mit dem simplen ABACUS abgelöst. Jetzt läuft's endlich. Leider ist die Performance ab 300 bis 400 IT-Arbeitsplätzen nicht mehr wirklich stark. Aber für uns war's eine Wohltat, nach so vielen Jahren unproduktivem und fehlerhaftem SAP-Gebrauch.
  • Quacksalber 01.02.2019 10:19
    Highlight Highlight Verglichen mit vielen Rüstungsprojekten ist das eigentlich immer noch wenig. Nur das Cliché von den Linken die das Staatsgeld raushauen ist definitiv veraltet.
  • Yolo 01.02.2019 10:01
    Highlight Highlight ... und dann behaupten, die Linken verschwenden Steuergelder... take that!
    • mogad 01.02.2019 11:24
      Highlight Highlight Und den Sozialhilfeempfängern jeden Bissen Brot vorrechnen, den sie vom Staat kriegen. Ich hoffe, dass bürgerlich denkende Wähler im Herbst nicht mehr SVP wählen werden, sondern eine Mitteparteimit noch etwas sozialem Gewissen.
  • Con fédéré 01.02.2019 09:50
    Highlight Highlight Interessant wäre zu wissen,welche Firmen an den neuen Projekten
    beteiligt sind.
    • Astrogator 01.02.2019 10:31
      Highlight Highlight Wenn IT-Projekte derart aus dem Ruder laufen ist mein erster Gedanke immer "Accenture".

      Würde mich auch interessieren wer seine Finger da mit drin hat.
    • Jürg Müller 04.02.2019 00:36
      Highlight Highlight Astrogator, war auch mein erster Gedanke, als ich begonnen habe, den Artikel zu lesen ..... 😏
  • Gubbe 01.02.2019 09:48
    Highlight Highlight Superb23 ist ein IT-Projekt. Bis hier glaubte ich das sei der Name des Skoda Superb. Also ist es SAP nah. Ich kann da nur sagen, dass diese Software wohl die teuerste und unproduktivste Software ist, die ich kenne. Sie verlangt eine gute Einführung und ist nicht in einer Woche abgetan. Wenn sie dann in Gebrauch ist, kann absolut nichts mehr gekauft, oder aus einem Fundus entnommen werde, das nicht genau in diesen Elefant eingetippt worden ist. Auch WC-Papier. Das Ding verschlingt min. 25% der Arbeitszeit. Nie wieder. Die freie Software Odoo kostet nichts und ist das Selbe.
    • Edwin Schaltegger 01.02.2019 12:04
      Highlight Highlight Als IT-Fachmann der 40 Jahre in dieser Branche, wovon 15 Jahre bei SAP, arbeitete kann ich nur feststellen, dass sie keine Ahnung von der Materie besitzen. Solche Aussagen sind einfach nur "hohle Sprüche".
    • Gubbe 01.02.2019 15:31
      Highlight Highlight Edwin Schaltegger: Für einen IT- Fachmann mit Focus SAP haben sie sicher recht. Mit SAP arbeiten meistens nicht IT-Leute, diese haben es sehr schwer, sich überhaupt auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Ich bin Seite Konstruktion/Entwicklung und muss mich genau ab Teile halten, die SAP kennt. Wenn zB. eine Schraube nicht im System ist, gibt das eine Reaktion bis hin zum Angestellten der die Schraube montieren muss. Ins Lager gehen und eine rausnehmen, geht so nicht. Auch die SAP-Eingabe brachte etliche an den Rand. Also nur für Spezialisten geeignet.
  • Turi 01.02.2019 09:37
    Highlight Highlight svp und kostensteigerungen - courant normal, steuergeld verbraten. d.h. 'geld das andere menschen erst verdienen mussten'. checksch, svp-ler?
  • D0MD0M 01.02.2019 09:23
    Highlight Highlight Vor ein paar Jahren durfte ich ein Projekt begleiten, bei dem einer meiner Kunden als Referenz für die Einführung von SAP bei KMUs auserkoren wurde, unter der Federführung von Swisscom natürli. Nur die besten Leute sollten daran arbeiten. Nach einem Jahr ohne nennenswerte Resultate wurde das Projekt dann still und leise beerdigt. Die peinliche Selbstüberschätzung gepaart mit geballter Inkompetenz ist mir in 20 Jahren prof. IT so noch nie begegnet, es war schlicht erschreckend. Und das sind die IT-Partner des Bundes? Ja merci dänn.
  • manhunt 01.02.2019 09:18
    Highlight Highlight stets das maul aufreissen und den linken verschwendung vorwerfen. aber selbst das geld des volches mit beiden händen aus dem fenster schmeissen. typisch svp.
  • rodolofo 01.02.2019 09:13
    Highlight Highlight Bundesrat Maurer versucht um jeden Preis, modern zu sein und mit den allerneuesten Technologien mitzuhalten.
    Aber in seinem Denken bleibt er ein "lebendes Fossil".
    Er ist also Einer der global handelt und lokal denkt.
  • mogad 01.02.2019 09:09
    Highlight Highlight Hab anfangs der 90ziger bei einem Industrie-KMU gearbeitet. Und schon damals: die GL in der Digital-Euphorie. Man wollte eine Software, die Kostenstellen und Arbeitsstunden mit den einzelnen Aufträgen verbindet. Eine deutsche Firma bot ein fertiges Software Paket an, das nicht in jedem Punkt den Wünschen der GL entsprach. Es wurde Schnittstelle um Schnittstelle erstellt. Nichts funktionierte. Das Arbeitsklima vergiftete sich, die GL erklärte die Anwender als unfähig. Kündigungen waren die Folge und das KMU bewegte sich am Rand des Konkurses.
    • Crissie 01.02.2019 10:08
      Highlight Highlight Das kenne ich auch! Zuerst hatten wir ein "selbst gebautes", massgeschneidertes System. Da die Kapazitäten dann nicht mehr genügten, wurde Ende der 90er SAP eingeführt und damit begann der Absturz! Viele Schnittstellen, nichts funktionierte mehr richtig. Konsequenz nach kurzer Zeit: Massenentlassungen, Schliessung/Aufgabe der Firma!
  • Fairness 01.02.2019 09:01
    Highlight Highlight Kommentar überflüssig, Nützt anscheinend alles nichts.
    • Fairness 01.02.2019 09:47
      Highlight Highlight Ich habe übrigens mal ein ERP mit evaluiert, das mehr konnte als SAP, sehr anwenderfreundlich war und nur gut die Hälfte von SAP kostete.
    • Sagitarius 01.02.2019 10:11
      Highlight Highlight Welches Produkt?
    • Gubbe 01.02.2019 12:09
      Highlight Highlight Sagitarius:

      https://www.odoo.com/de_DE/
    Weitere Antworten anzeigen
  • skofmel79 01.02.2019 08:55
    Highlight Highlight Und wiedermal...wählt im herbst anders!!
  • Toerpe Zwerg 01.02.2019 08:55
    Highlight Highlight " ... bis die letzte Gemeinde ihre Lizenz nicht mehr braucht."

    Gemeinde? Die bleiben auf ihren Systemen, das hier ist nur der Bund.
  • Muselbert Qrate 01.02.2019 08:47
    Highlight Highlight Fairerweise muss man sagen, dass nicht nur der Bund vor diesen Herausforderungen steht. Der notwendige Wechsel von der aktuellen SAP-Suite (die SAP nur noch bis 2025 supportet) auf die neue Plattform SAP-HANA macht jedem SAP-Grosskunden Kopfzerbrechen! Beim Bund kommt erschwerend hinzu, dass in der Vergangenheit SAP dezentral implementiert war, HANA erfordert jedoch eine zentrale Architektur (Cloud).

    Was jedoch unverständlich ist, ist die Tatsache, dass der Bund die Ausschreibung wieder einmal so gestaltet, dass nur Swisscom den Auftrag gewinnen kann. Und das alleine kostet uns +/- 25% mehr.
    • Bird of Prey 01.02.2019 16:21
      Highlight Highlight Es gab da mal einen bei der Swisscom, Alder hiess der. Der wollte, koste es was es wolle, einen Deal bei den SBB.
      Zum Schrecken aller internen Fachleute kam der Auftrag und die Transition begann ... und kostet noch immer ... viel Geld ... auf beiden Seiten ...
      So wird es wohl auch bei diesem Skoda Projekt wohl sein. Aber der beste Finanzminister wird es schon richten ... oder kommt dann "kä luscht!".
  • Raphael Conca 01.02.2019 08:44
    Highlight Highlight Wieso erstaunt mich das nicht?
    Ich bezweifle, dass 150 Mio eingespart werden. Zentralisierungen führen meist nur mit Qualitätsverlust zu Einsparungen.
    Keine IT-Firma der Welt hat ein Interesse, dass x Lizenzennehmer auf eine zusammengestrichen werden.
    Es wird Jahrzehnte dauern, bis die letzte Gemeinde ihre Lizenz nicht mehr braucht. Also doppelte Kosten. Auch die Entwicklung wird noch viel mehr kosten, da lokale individuelle Anpassung in der Vergangenheit nachgebaut werden müssen.
    Niemand nutzt eine Standartsoftware 1:1!
    Ich habe das in meiner Karriere noch nie erlebt.
  • I_am_Bruno 01.02.2019 08:38
    Highlight Highlight Oje. Fairness halber müsste man im Bericht aber auch dagegen stellen, was es kosten würde, wenn jedes Department an seiner eigenen Lösung weiterbastelt. Da kommt bestimmt auch einiges zusammen, es wirkt wohl einfach weniger dramatisch, da über die Verwaltung verteilt.
  • DailyGuy 01.02.2019 08:28
    Highlight Highlight Wtf! Sorry, aber das ist eine glorifizierte Buchhaltungssoftware und die soll so viel kosten?
    Google hat zwischen 2009 und 2015 1.1 Milliarden in Waymo investiert. Waymo macht aber selbstfahrende Autos. Selbstfahrende Autos.
    Und wegen der Angst vor den IT-Firmen: Dann muss man halt kompetente Berater einstellen, welche die Lage berurteilen können.
    Ich wiederhole: Es ist eine Buchhaltungssoftware. It's not rocket science.
    • NotWhatYouExpect 01.02.2019 08:49
      Highlight Highlight @DailyGuy: Hast du schonmal mit Buchaltern/Beamten von Bund zusammen gearbeitet?

      Die sind so kompliziert und denken immer noch auf Papier, dass man alles verkompliziert. (Machen auch die Kantonalen)
    • bokl 01.02.2019 08:51
      Highlight Highlight @DailyGuy
      Wer an kompetente Berater glaubt, glaubt auch an den Osterhasen.
    • Toerpe Zwerg 01.02.2019 08:56
      Highlight Highlight Nope, ist nicht einfach eine Buchhasltungssoftware. Trotzdem keine Rocket Science.

      1Mia ist absurd.
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 01.02.2019 08:27
    Highlight Highlight Solche Monsterprojekte sind weder planbar noch finanziell einzuschätzen.
    Wieso warten die Verantwortlichen immer bis die bestehende Lösung am Ende ist? Nach ein paar Jahren Betrieb müsste schon ein überschaubares Pilotprojekt für die Ablösung gestartet werden. So können ohne extremen Zeit und Leistungsdruck die Erfahrungen des produktiven Systems ausgewertet und Ideen für das Neue ausprobiert werden. Bei Software sind selbst die pessimistischsten Schätzungen immer noch zu optimistisch😊.
    Das sind meine Erfahrungen aus 20 Jahren Entwicklungs und Projektarbeit in der IT
    • wintergrün 01.02.2019 19:28
      Highlight Highlight Genau - diskutieren bis kurz vor Torschluss und dann der IT überstunden anordnen. Der sichere Weg zum Problem Projekt.
      Wenn man die IT Leute rechtzeitig beiziehen würde wären die Risiken besser im Griff und man könnte auf dem normalen Betriebsbudget die Ablösung ordentlich planen.
  • Hierundjetzt 01.02.2019 08:26
    Highlight Highlight Und warum schon wieder müssen zeitgleich noch „neue“ Elemente dazukommen? Und wieso ist die SVP so still? Dem Sozialhilfeempfänger lächerliche 20.- streichen: Schweizweite destruktive Kampagne.
    900 Mio für ein virtuelles Luftschloss: voll easy
    • NotWhatYouExpect 01.02.2019 09:08
      Highlight Highlight Das ding ist halt, wenn man es schon in die Finger nimmt, kann man direkt auch ein paar Prozesse verbessern. Machen wir bei unseren Software-Projekten auch.
    • Hierundjetzt 01.02.2019 09:28
      Highlight Highlight Da bin ich bei Dir dabei. Nur geht es bei Dir (und mir) um eine Firma und einen bestimmten Kundenkreis.

      Die Eidgenossenschaft ist aber der Staat und betrifft uns alle 8 Mio Einwohner.
  • Scaros_2 01.02.2019 08:24
    Highlight Highlight "segensreiche Elemente dazu"

    Es ist richtig, dass die S/4 HANA Lösung von SAP viele Module neu im Default hat welche früher Mühsam im Zusatz programmiert wurden. Aber man hat sich vermutlich definitiv ein wenig über den Tisch ziehen lassen.

    Nichtsdesto trotz. ERP Integration/Migrationsprojekte sind aufwendig. Dennoch bin ich ab dieser Kostenexplosion schon erstaunt. Scheint aber eher in Bundesverwaltungen Möglich zu sein. In der Wirtschaft müsste der CIO und vermutlich gar der CEO jetzt die Koffer packen.
  • dä dingsbums 01.02.2019 08:23
    Highlight Highlight Zentralisieren, Migrieren und neue Funktionen in einem Projekt?

    Oje...
    • DichterLenz 01.02.2019 09:21
      Highlight Highlight Immer derselbe Fehler. Software-Projekte müssen agil angegangen werden, das kriegt der Bund mit seinen Strukturen aber nicht hin. Wer von Beginn an schon alles reinmacht, wird scheitern.
  • Astrogator 01.02.2019 08:19
    Highlight Highlight Es ist immer dasselbe, anstatt ein System abzulösen und in einem nächsten Schritt auszubauen will man gleich alles. Und dann werden die Anforderungen nicht bis uns Detail analysiert sondern man geht mit ungesundem Optimismus und dem Prinzip "Hoffnung" ans Werk.

    Dasselbe mit SOPRE bei SBB, ausgeschrieben für 19 Millionen, Stand heute 3-stelliger Millionenbetrag, das System läuft 3 Jahre nach Going-Live immer noch nicht, und zusätzlich musste man mehr Personal anstellen um die Arbeit wenigstens in etwa auf dem Niveau des alten Systems zu halten.
  • The oder ich 01.02.2019 08:14
    Highlight Highlight Ein SVP-ler passt auf das Geld auf, haben Sie gesagt

    Gebt dem Bundesueli die Finanzen, haben sie gesagt





    • #bringhansiback 01.02.2019 08:49
      Highlight Highlight Aber Bundesueli hat doch kä Luscht?
    • Rabbi Jussuf 01.02.2019 08:56
      Highlight Highlight Meinst du wirklich, das wäre bei einem anderen besser herausgekommen?

      Es ist doch ein Naturgesetz, dass solche Projekte immer mindestens das Doppelte von dem kosten, was propagiert wurde. Und das mindestens die Hälfte der Projekte voll in die Hose gehen...
    • Trompete 01.02.2019 09:02
      Highlight Highlight Ich denke, Herr Maurer macht seinen Job gut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yogi Bär 01.02.2019 08:09
    Highlight Highlight Nicht der Prdis macht das Pojekt besser, sondern die Qualität der Arbeit und die sorgfalltspflicht (Kontrolle).
  • Gurgelhals 01.02.2019 08:09
    Highlight Highlight Superb23: Das beste Finanzdepartement der Welt.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter zum Angleich an EU-Waffenrecht: «Niemand wird entwaffnet»

Die Revision des Waffengesetzes ermöglicht der Schweiz, im Verbund der Schengen- und Dublin-Staaten zu bleiben. Für die Sicherheit und das Asylwesen der Schweiz sei das zentral, argumentiert der Bundesrat.

Das Stimmvolk entscheidet am 19. Mai über die Vorlage, mit welcher die Schweiz die neue Waffenrichtlinie der EU umsetzen will. Warum das aus Sicht des Bundesrates wichtig ist, erläuterte Bundesrätin Karin-Keller Sutter am Donnerstag an ihrer ersten Medienkonferenz als Justizministerin: Bei …

Artikel lesen
Link zum Artikel