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Bund erhöht wegen schlechter Ernte Importkontingent für Kartoffeln

Reportage von den Kartoffelfeldern in Bättenkinden, Berner Emmental, mit Kartoffelbauer Ruedi Fischer.
Der Bund erhöht erneut das Importkontingent für Kartoffeln.Bild: watson/ aylin erol

Bund erhöht wegen schlechter Ernte Importkontingent für Kartoffeln

23.08.2024, 15:4023.08.2024, 15:40

Der Bund erhöht erneut das Importkontingent für Kartoffeln - um insgesamt 15'000 Tonnen. Grund dafür ist die schlechte Ernte im laufenden Jahr wegen schwieriger Wetterbedingungen.

«Der Anbau von Kartoffeln war auch in diesem Jahr wegen des feucht-nassen Wetters im Frühjahr sehr anspruchsvoll». Das sagte Christian Bucher, Geschäftsführer von Swisspatat, der Branchenorganisation der Schweizer Kartoffeln, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es habe einen «sehr starken Befall» von Kraut- und Knollenfäule gegeben.

Auf Antrag von Swisspatat hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die Einfuhr von zusätzlichen 15'000 Tonnen Veredelungskartoffeln innerhalb des Zollkontingents ab dem 1. September 2024 genehmigt. Diese Erhöhung gilt bis Ende Jahr. «Das ist eine erste Tranche, um diese Lücke zu füllen», sagte Bucher. Das werde aber wohl nicht reichen, um die Nachfrage zu decken.

«In ein paar Wochen wissen wir mehr, wie die diesjährige Ernte ausfallen wird.» Es liefen Erhebungen im Feld dazu. Noch ohne konkrete Zahlen zu nennen, hielt Bucher fest: «Die Ernte dürfte auch in diesem Jahr unterdurchschnittlich ausfallen.»

Kontingent vervielfacht

Die Kartoffelbäuerinnen und -bauern haben seit Längerem mit Problemen zu kämpfen. «Die vergangenen drei Jahre waren anspruchsvoll», sagte Bucher. Die Folge: Es mussten mehr Kartoffeln aus dem Ausland importiert werden als im langjährigen Durchschnitt, um die Nachfrage zu decken.

Die aktuelle Erhöhung des Importkontingents ist bereits die vierte in diesem Jahr. Die ersten drei Erhöhungen um 10'000, 25'000 und zuletzt 12'000 Tonnen hatten mit der schlechten letztjährigen Ernte zu tun.

Festgelegt hatte der Bund für 2024 anfänglich ein Importkontingent von lediglich 9250 Tonnen. Nun wird ein Vielfaches davon freigegeben. Bereits im vergangenen Jahr gab der Bund 44'000 Tonnen an Kartoffelimporten frei. (sda)

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24 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pal_01
23.08.2024 17:45registriert Juli 2020
Wundert mich jetzt. Herr Dettling hat doch gesagt, die Erträge werden mit dem Klimawandel immer besser.
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«Die krasseste Erfahrung war, Leute in meinen Sachen rumlaufen zu sehen»
Mit gerade einmal 20 Jahren gründete Luna Hefti aus Stäfa ZH ihr eigenes Kleiderlabel. Sie druckt Shirts und Pullis mit Sprüchen in Schweizerdeutsch und ging damit auf TikTok viral. Heute, mit 23 Jahren, hat sie ihren eigenen Laden in Zürich. Wie sie es geschafft hat, ihren Brand aufzubauen, und was sie heute anders machen würde, verrät sie im Interview mit watson.
Luna, du hast dein Kleiderlabel vor 2 Jahren gegründet. Die Modebranche ist hart umkämpft, es gibt extrem viele Marken, warum hast du den Schritt trotzdem gewagt?
Luna Hefti: Meine Mutter hat tatsächlich immer gesagt, mach es nicht! (lacht) Sie sagte, es mache keinen Sinn, es gebe so viele Kleider und da hat sie natürlich recht. Aber ich wollte einfach Kleider machen, die ich selbst gerne trage, davon gab es nicht viele. Das war eigentlich meine Idee, von Anfang an, nicht irgendein Businessplan, sondern ich habe es aus Freude gewagt.
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