Schweiz
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ZU DEN 11 KANDIDATEN DER SVP FUER DIE BUNDESRATSWAHLEN VOM 9. DEZEMBER2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Staenderatspraesident Hannes Germann (SVP/SH) an der Abdankungsfeier des Glarner alt Staenderates This Jenny (SVP), am Freitag, 21. November 2014, in Glarus. This Jenny hatte den Kanton Glarus von 1998 bis 2014 im Staenderat vertreten, bis er wegen eines boesartigen Magentumors zuruecktrat. Der 62-Jaehrige hatte sich am 15. November 2014 mithilfe der Sterbehilfeorganisation Exit von seinem Krebsleiden erloest, wie seine Partei mitteilte.(KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Galt zunächst als Mitfavorit auf den Bundesrats-Sitz: SVP-Ständerat Hannes Germann.
Bild: KEYSTONE

«Eine abgekartete Sache»: SVP-Ständerat Hannes Germann kritisiert Dreierticket



Der Schaffhauser Ständerat Hannes Germann, der von der SVP-Fraktion als Bundesratskandidat ausgelassen worden ist, vermutet in der Besetzung des Dreiertickets «eine abgekartete Sache».

Allzu enttäuscht sei er über die Nicht-Nomination zwar nicht gewesen, sagt Germann in einem Gespräch mit den «Schaffhauser Nachrichten» vom Freitag. Er habe die Chancen realistisch eingeschätzt. Geärgert habe ihn allerdings «die Art und Weise, wie die Nomination zustande gekommen ist».

ZU DEN BUNDESRATSWAHLEN VOM MITTWOCH, 9. DEZEMBER 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUM THEMA SPRENGKANDIDATUREN ZUR VERFUEGUNG - WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF UNSERER WEBSEITE

Hannes Germann ist nicht immer gleicher Meinung wie seine Parteikollegen.
Bild: KEYSTONE

Für ihn sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Findungskommission zum Schluss gekommen sei, sein Schaffhauser Parteikollege und Nationalrat «Thomas Hurter, die beiden Basler und ich seien zwar wählbar, stünden als Kandidaten aber ‹nicht im Vordergrund›.»

Eine Rolle gespielt habe wohl auch, «dass ich sehr eigenständig und unabhängig politisiere». Dies zu ändern und «gegen meine Überzeugung zu handeln» sei er nicht bereit. Entsprechend dem Auftrag, den Politiker gemäss Bundesverfassung haben, habe er «eine eigenständige Linie, denke selber und übernehme Verantwortung für meine Entscheide».

Absolut linientreue Parteikollegen

Er und Hurter hätten offenbar nicht ins Schema der Chefstrategen gepasst. «Die Fraktion hat sich für absolut linientreue Parteikollegen entschieden.» Das müsse er akzeptieren. Auf ihn mache das Ganze aber den Eindruck einer abgekarteten Sache.

Die Ostschweiz werde somit nach dem Abgang von Eveline Widmer-Schlumpf keine Vertretung mehr im Bundesrat haben. Dies, obwohl die Bundesverfassung festhalte, auch die Landesteile seien bei der Besetzung des Bundesrates angemessen zu berücksichtigen.

Swiss People's Party (SVP) ministerial candidate Norman Gobbi talks to media in the Swiss Parliament in Bern, Switzerland, December 1, 2015. REUTERS/Ruben Sprich

Hannes Germann ist ob der Nomination Norman Gobbis irritiert. 
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Schwer tut sich Germann mit der Nomination des Tessiner Lega-Politikers Norman Gobbi. Dieser ist zwar im Hinblick auf die Bundesratskandidatur der SVP beigetreten, ist im Tessin aber immer noch Mitglied der Lega.

Acht Jahre lang habe sich die SVP «dagegen gewehrt, dass mit der BDP eine Kleinpartei im Bundesrat sitzt», sagt Germann. «Jetzt wird genau ein Vertreter einer solche Gruppierung vorgeschlagen.»

Auf die Frage, ob er selbst eine allfällige Wahl am 9. Dezember annehmen würde, kontert Germann, diese Frage erübrige sich, «da ich nicht als Sprengkandidat verheizt werden möchte». (sda/cma)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Howard271 04.12.2015 15:14
    Highlight Highlight Einer der wenigen (und letzten?) SVP-Exponenten, der es wagt, gegen die stramm geführte Parteidoktrin auszusagen. Ich würde mir ihn wirklich als BR wünschen: dieses Amt braucht Profil, Herz und Verstand. Mindestens eines der drei haben die offiziellen Kandidaten jeweils nicht...
  • Linus Luchs 04.12.2015 14:00
    Highlight Highlight Beginnt Hannes Germann gerade zu begreifen, wie die Partei tickt, welcher er angehört? Der totalitäre Stil, mit dem die (nationale) SVP-Führung ihre Mitglieder an die Kandare nimmt, ist in den letzten Jahren doch mehrmals offensichtlich geworden. Der Vergleich mit einer Sekte ist durchaus naheliegend. Die SVP verkauft sich als Hüter der Demokratie, funktioniert aber selber durch und durch autoritär.
  • Triesen 04.12.2015 13:49
    Highlight Highlight Germann gilt nur als "halber SVP-ler", wobei ich den Unterschied zum "ganzen SVP-ler" nicht kenne. Klar ist: Er denkt selbstständig und deshalb ist er für die "Herrliberg-Fraktion" ein Risiko. Er könnte sich als fähig erweisen, wie das auch EWS ist und über die ideologische Parteigrenze hinaus vernetzt sein. Was für ein Graus für den Sektenguru! Also liebe BV: Wählt frei und lasst euch nicht erpressen...
  • Sapere Aude 04.12.2015 12:35
    Highlight Highlight Natürlich wollen die beiden Puppenspieler aus Zürich keinen im Bundesrat, der selbstständig denken kann.
  • Lowend 04.12.2015 12:26
    Highlight Highlight Im Grunde ist es doch egal, wen Christoph Blocher in den Bundesrat wählen lässt, denn die Agenda, wie er und seine reichen Oligarchen-Freunde in nächsten Jahren die Schweiz zum Selbstbedienungsladen umbauen und ausplündern wollen, ist eh schon gemacht und für das dumme Fussvolk gibt's wie immer viel Häme, Hetze und ganz viel falsche Schweizer Huddigägeler-Werte, um sich als braver Ethno-Rassist von den bösen Fremden abzugrenzen.

    Im "Tagi" stand dazu eine hervorragende Analyse.
    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/totale-besitzstandswahrung/story/29195374
    • Qui-Gon 04.12.2015 12:46
      Highlight Highlight "After all, to become Bundesrat your wichtigste Eigenschaft ist to be compatible with everybody who also wants to be Bundesrat but nicht wird."

      *lol*, wie der Römer sagt. Ich hau mich weg.
    • amore 04.12.2015 13:02
      Highlight Highlight Dieser Tagi-Artikel hat es auf den Punkt gebracht.
    • Linus Luchs 04.12.2015 14:11
      Highlight Highlight Danke für den Link! Sehr guter Artikel.
  • Wolfsblut_2 04.12.2015 12:09
    Highlight Highlight Für eine freie und unabhängige Schweiz plädiert die SVP doch immer. Sie selber zeigt aber immer deutlicher diktatorische Züge und nimmt mit ihrer Parteiausschlussklausel die ganze BV als Geisel. Es wäre an uns, am 9. vor dem Bundeshaus für ein unabhängiges Parlament zu demonstrieren.
    • knight 04.12.2015 13:36
      Highlight Highlight dann tun wir das!
  • knight 04.12.2015 11:54
    Highlight Highlight Gerade sein Smatrvote gelesen. Sehr ausgeglichener SVP-Mann und klingt auch fähig! Da er nicht immer auf der SVP-Linie ist und z.B. für Menschenrechte einsteht würde ich mir ihn als Sprengkandidat wünschen!
  • Ich mein ja nur 04.12.2015 11:52
    Highlight Highlight das ist keine partei, dass ist eine militärisch geführte neoliberale und rechtskonservative sekte.
  • amore 04.12.2015 11:33
    Highlight Highlight Klar ist doch, dass die BV keinen der vorgeschlagenen Kandidaten wählen soll. Ersten kann keiner auch nur im geringsten den Fähigkeiten und der Persönlichkeit von EWS oder anderen fähigen SVP-Mitgliedern die Stange halten. Und zweitens hat die SVP genügend andere Kandidaten, die wirklich das Rüstzeug eines BR haben. German ist einer davon.
    Also verehrte BV, wähle dem Volk zuliebe einen fähigen BR.
    • The oder ich 04.12.2015 12:27
      Highlight Highlight Wenn die Bundesversammlung die SVP wirklich ärgern will, dann muss sie Gobbi schon im 1. Wahlgang wählen. Dann hat zwar die Lega einen Bundesrat, obwohl sie das nicht verdient, aber dafür kriegt der SVP-Hochfinanzflügel einen Bundesrat, der ihm kaum etwas nützt (und den sie - da offizieller Kandidat - auch nicht ausschliessen kann). Sie wird dann nach ein paar Monaten klagen, das sei nur ein halber Bundesrat, aber alle anderen können dann sagen, sie hätten es ja so gewollt.

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