Schweiz
Christoph Mörgeli

SVP fordert Aepplis Rücktritt – SP spricht von Ablenkungsmanöver

SVP-Nationalrat Alfred Heer.
SVP-Nationalrat Alfred Heer.Bild: KEYSTONE
Reaktionen auf ABG-Bericht

SVP fordert Aepplis Rücktritt – SP spricht von Ablenkungsmanöver

09.06.2014, 20:45
Mehr «Schweiz»

Nach der Veröffentlichung des Berichts der kantonsrätlichen Aufsichtskommission hat die SVP am Montag zum wiederholten Mal den sofortigen Rücktritt von Bildungsdirektorin Regine Aeppli gefordert. Für die SP dagegen ist der Vorwurf der Kompetenzüberschreitung nichts anderes als ein «billiges Ablenkungsmanöver».

Der Bericht zeige, dass für die Universität grosser Schaden entstanden sei, teilte die SVP mit. Sie fordert deshalb den sofortigen Rücktritt der Bildungsdirektorin. Zudem müsse Christoph Mörgeli vollständig rehabilitiert werden. Wer den Bericht der Aufsichtskommission zwischen den Zeilen lese, stelle fest, dass Mörgeli aus «rein politischen Gründen weggemobbt werden sollte».

Auch nach Ansicht der FDP haben Regine Aeppli und die damalige Universitätsleitung versagt und dem Ruf der Universität Zürich nachhaltigen Schaden zugefügt. Der neuen Unileitung hält die FDP zugute, dass sie gewillt ist, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und insbesondere die Führungsstruktur der Hochschule zu verbessern.

Die Freisinnigen wollen bei der Neuorganisation der Uni-Führungsstruktur «konstruktiv mitarbeiten». Zwingend sei allerdings, dass die «längst überfällige Trennung der Ämter der Bildungsdirektorin und der Präsidentin des Universitätsrates vollzogen wird».

Die SP warnt vor einer «Verpolitisierung eines Arbeitskonflikts». Dass dieser Konflikt nicht habe gelöst werden können, liege in der Verantwortung von Christoph Mörgeli und der Unileitung. Dass Regierungsrätin Aeppli Kompetenzüberschreitung vorgeworfen werde, sei politisch motiviert und lenke vom eigentlichen Konflikt ab.

Mit der bereits eingeleiteten Reorganisation der Unileitung und des Medizinhistorischen Instituts «sollte endlich ein Schlussstrich unter die Affäre Mörgeli gezogen werden können», heisst es in der SP-Stellungnahme. Es gelte nun, die erkannten Mängel zügig und konsequent zu beheben. (viw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Bund kauft Grundstück für umstrittenes Bundesasylzentrum in Arth SZ

Der Bund kauft per 2025 in Arth SZ ein Grundstück für ein Bundesasylzentrum. Geplant ist eine Unterkunft für 170 Personen.

Zur Story